Das ist ja mal wieder so verpupst einfach, das trau ich mich fast nicht zu schreiben.
Nimm dir einen leckeren seefisch. Dorade Royal, Dorade Rosé, St.
Petersfisch, irgendwas mit übersichtlich viel gräten und markantem geschmack. Im zweifel immer das dickere exemplar der angebotenen fische nehmen. Fische schuppen, putzen, flossen ab (die seiten und bauchflossen).
Fisch ziselieren, bauch und einschnitte mit thymianzweigen, olivenöl, zitronensaft und einer nuage du ail würzen.
Grobes, ungewaschenes meersalz nehmen. So 1-2 kilo. Gibt es billig in
spanien, italien und frankreich, hier meist nur zu apothekenpreisen,
aber da steht ihr ja druff. Das ganze meersalz in eine grossen schüssel
kippen und mit 2-4 eiweiss vermengen, bis sich das salz rundum feucht
aber noch nicht suppig anfühlt.
In eine feuerfeste flachform, in/auf die der fisch bequem passt, einen ca. 1cm
dickes bett aus der salzpampe legen, fisch drauf und rundum
schliessend mit 0,5cm - 1cm salzpampe einpacken.
Ab in den 220 centigrade heissen ofen und je nach dicke des fischs und der salzpampe 25-35 minuten backen.
Rausholen, salzkruste knacken und die oberseite abheben. Wenn sich das
fleisch vom der mittelgräte des fischs leicht lösen lässt ist er genau
gut. Wenn das fleisch trocken ist, war es zu lang im ofen. Ja,
fischgaren baut auf erfahrung, und die ist wie hubraum.
Lecker!
PS: eh ich’s bei der grillfeindlichen jahreszeit vergesse: das salzkrusteausbacken geht auch prima im weber kugelgrill.
PPS: Apropos, wer mag denn so verwegen sein sich am 26. november um mitternacht über den dächern von berlin zum adventsgrillen zu verabreden? Nur so ne idee.
PPPS: Ich fahr gleich für drei tage nach engeland und bin kulinarisch auf alles gefasst. Ich werde berichten.