Kochen für Schlampen – Hamburg, Berlin, Zürich

2. April 2009

Kinoabend

Gespeichert unter: Beschaffung, Randbemerkung — kochschlampe @ 9:55
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Die Kleine Prinzessin und ich wollten einen Kinoabend machen. Da kam uns Die Herzogin gerade recht – diese Klamotten! großartig. Da war uns die Handlung schon fast egal, als wir nur eine kleine Vorschau der Kleider gesehen hatten. Und natürlich haben wir beide uns daran erinnert, dass wir schon seit Jahren die Bastelanleitung für eine  Robe à la française in unseren Bookmarks dümpeln haben, dazu habe zumindest ich noch einen großen Leitzordner mit Referenzmaterial, detaillierten Antleitungen für begleitende Kleidungsstücke undsoweiter. Eine der Sachen, die mich immer noch abschreckt ist, dass ich erst ein komplettes Modell aus Nessel erstellen müsste, idealerweise mit Hilfe einer Schneiderpuppe, nur um es dann auseinanderzunehmen, um den Schnitt für das eigentliche Kleid abzunehmen. alle Arbeit sozusagen für die Katz. Irgendwann werde ich das machen, aber wahrscheinlich nicht in den nächsten zwei Jahren.

Zurück zum Film. Stilecht wollten wir den Film von Kuchen und Wein begleiten lassen. Die Kleine Prinzessin hat einen wunderbaren Gugelhupf gemacht mit Mandeln, Weintrauben, Muskat und Zitrone – ich werde sie noch bitten, mir das Rezept zu geben – so dass mir die Aufgabe blieb, einen passenden Wein zu finden. Was ich darüber weiß, einen passenden Wein auszusuchen, passt auf eine Postkarte. Es gibt einen Grund, warum es hier in der Regel keine Weinempfehlungen gibt. Entsprechend habe ich mich in die Hände des Fachhandels begeben, um einen passenden Wein zum Kuchen zu bekommen. Die Empfehlung bei lieblichen Weinen war eine Scheurebe Kabinett vom Weingut Brüder Dr. Becker. Ich habe den brav mitgenommen und was soll ich sagen? Ein wunderbar passender Wein. Auch das Gesamtpaket war sehr schön. Film, Kuchen, Wein und Gesellschaft.

Und ich will dringend eine Robe mit Watteaufalten.

7. März 2009

Was macht man damit?

Gespeichert unter: Beschaffung, Gemüse — kochschlampe @ 7:09

In der Nähe des geschützten Heims meiner Eltern hat ein neuer Asiensupermarkt eröffnet – primär mit chinesischen Produkten, aber es gibt auch einen bunten Querschnitt an Zutaten aus anderen Ländern. Was ich in der Tiefkühltruhe gefunden habe sind tiefgekühlte Lotuswurzeln. Die musste ich sofort kaufen, aber nun stellt sich die Frage: was macht man mit denen denn überhaupt? Ich kann mich nicht erinnern, je ein Rezept gelesen zu haben, das nach Lotuswurzel als Zutat verlangt hätte.

lotuswurzeln

12. Dezember 2008

Beschaffungsfrage bei Jeckens

Gespeichert unter: Beschaffung, Tier — groefaz de la cuisine @ 2:50

Vor weihnachten reise ich ins rheinland und will dort einen teil meiner sippe mit ribeye steaks dieser kategorie verwöhnen:

http://kochschlampe.com/2008/06/01/nur-selbermachen-ist-wirklich-geil/

Die spannende frage ist dabei: muss ich das fleisch aus der schweiz importieren, oder gibt es im raum köln / düsseldorf eine bezugsquelle, die zuverlässig top qualität vom rind oder büffel bietet? Bio kann aber muss nicht, USA import darf sein und das ganze brauche ich noch als ribeye schnitt. Wenn ja, wo jibbet dat doh? Wenn die kriterien alle passen ist der preis zweitrangig, denn mehr als in der schweiz (75-85CHF/Kg)  wird sowas um köln auch nicht kosten. Hoffe ich.

Anyone?

4. Dezember 2008

Der Toyota unter den Mayonnaisen

Gespeichert unter: Beschaffung, Randbemerkung, Uncategorized — zitronencurry @ 11:40
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mayo

Bei uns im Haushalt gibt es nur noch eine Mayonnaise. Diese. Ich bin darauf gekommen, als ich ein japanisches Rezept zubereiten wollte, das spezifisch nach “japanischer Mayonnaise” verlangte. Holla, dachte ich, was machen die denn anders? Ich ging also zum lokalen Asiaten und kaufte welche. Sie kommt in einer weichen Plastikflasche, die sich ein bißchen anfühlt wie eine Brustprothese, und sie schmeckt sehr gut – etwas flüssiger als typische deutsche Mayonnaise, auch etwas salziger, sehr satt und rund. Der intensive Geschmack kommt neben dem hohen Fettgehalt dadurch zustande, dass Glutamat drin ist: der Eigengeschmack wird unterstrichen. Außerdem schmeckt sie nicht nach Sonnenblumenöl, was ich persönlich überhaupt nicht mag. Das japanische Rezept habe ich dann gar nicht mehr gemacht. Jetzt fällt es mir wieder ein, es war Kartoffelsalat. Die Mengenangabe “eine Tasse Mayonnaise” hat mich dabei derart abgeschreckt, dass ich darauf verzichtet habe. Von wegen fettfreie japanische Küche…

3. Dezember 2008

Der Pfeffer

Gespeichert unter: Beschaffung — groefaz de la cuisine @ 2:13

Nicht “das wildpfeffer”, was immer hochkommt, wenn man nach “pfeffer wild ganz” googelt.

der-pfeffer

Der Pfeffer hier ist das bisher allereinmaligste was mir zu diesem gewürz untergekommen ist. Nach diesem pfeffer zu normalen schwarzen pfefferkörnern zurückzukehren ist wie zum verzehr holländischen no-taste tomaten verdammt zu werden nachdem man einen sommer in der toscana war. Man betrachtet die dinger nur noch als traurige versuche.

Ich hab lange im internet versucht solchen pfeffer zu finden, wie ich ihn per zufall im zoo-shop in zürich im april gekauft hatte. Am ende hab ich dann den lieferanten des zufallsfunds auf einer art website mit dem namen Analalava gefunden. Das telefon dort nahm nie jemand ab und der shop in Rapperswil am Zürichsee hat auch nur einmal die woche Dienstags von 14h-17h geöffnet, stand da. Nicht sehr vertrauensbildend. Auf verdacht dort zu bestellen wollte ich also nicht riskieren. Also fuhr ich gestern mal dorthin um mir die sache von nahem anzuschauen. Resultat: es ist ein echter laden mit bergen von fairtrade krempel drin und unzähligen engagierten damen und herren mittlerer altersverteilung die die anlieferungen aus Madagascar aus- und umpacken.

Nach der recherche kann man sich also getrost mit ein wenig durchsetzungsvermögen auf der website zum extern gehosteten webshop durchklicken, um den pfeffer, den man neben anderen gewürzen und dem erwähnten krempel dort findet, zu bestellen. Der shopversand funktioniert auch wurde mir versichert, auch nach ausserhalb der Schweiz.

Einigen leuten, denen ich auf meiner diesjährigen weihnachtstrajektorie durch europa begegnen werde, werde ich diesen pfeffer als anfixdosis unter dem deckmaltel des kleingeschenks zustecken. Nach ein paar monaten werden sie auf dem trockenen sitzen und nach mehr flehen. Bis wir hier andere quellen für solchen pfeffer gefunden haben, werde ich für die beschaffung auf diesen artikel hier und den webshop verweisen. 

Es gibt sie noch, die dinge, die es nicht überall gibt.

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