Archives for category: Randbemerkung

Bitte nicht wundern, wenn derzeit mal der eine oder andere Kommentar nicht freigeschaltet wird – alleine im November hatte ich hier knapp 20.000 Spamkommentare. Da lösche ich en gros, ohne alles einzeln zu prüfen ob doch was sinnvolles dabei gewesen ist. Bestandsfreigeschaltete Kommentatoren sollten keine Probleme haben, neue … im Zweifelsfall mich einfach noch mal kurz anticken.

Fand schon im vergangenen Jahr statt. Ich habe nur irgendwie den geeigneten Zeitpunkt im letzten Jahr verpasst, um die Bilder und alles ins Blog zu stellen. Dann halt jetzt zum Jahrestag. Berlikolaus = Nikolaus in Berlin. Mit eher vielen Menschen, u.a. war der gröfaz aus Zürich eingeflogen und Anikó aus Kassel angereist. Wie man an der liebevollen Deko erkennen kann, hat das Ereignis sicher nicht bei mir stattgefunden – mein Deko-Gen ist zwar vorhanden, aber nicht sehr stark ausgeprägt. Vielmehr war es bei der Queen of Deko (Martha Stewart ist ein Schmutz dagegen). Tisch schon mal am Anfang, restliche Deko nocheinmal zum Bewundern gen Ende. Die Bilder kommen ersteinmal ohne Rezepte daher. Wenn ich sie von den Beteiligten noch einsammeln kann, werde ich sie nachreichen.
Für das Essen haben die Jungs Lindenberg überfallen, nur um dann einen Abstecher über das Weinstein für die passenden Getränke zu machen. Wir waren also bestens versorgt.

Es fing mit einer Gänsestopfleberterrine an. Für den Grasesseranteil sieht man im linken Teil des Bildes die Clubcräcker mit Ziegenfrischkäse und getrockneten Tomaten.

Petersilienwurzelsuppe mit frisch geriebenem Merrettich und frittierter Petersilie. Für fast alle ganz wunderbar, nur für Anikó nicht ganz: ihr hat man den Noilly Prat zu sehr rausgeschmeckt.

Und so wird sie gemacht:

Petersilienwurzelsuppe (1 Liter)

200g Petersilienwurzeln in Scheiben schneiden und in Butter andünsten. Mit Wermut (z.b Noilly Prat) ablöschen. 1EL frisch geriebenen Meerrettich und mit 250m Weißwein und 750ml Geflügelfond auffüllen. Weich kochen, durch Sieb drücken mit 100ml Sahne und 100 ml Creme fraiche verrühren. Salz, Pfeffer und Zucker zum abschmecken. Vor dem Servieren mit Mixer einmal aufschäumen und nicht mehr aufkochen lassen.

Einlage: 2 Petersilienwurzeln in sehr dünne Scheiben schneiden und ein Bund krause Petersilie pflücken. Beides in Erdnussöl frittieren.

Etwas frischen Meerrettich in jede Tasse, Suppe drauf und Einlage dazu (das grüne zu oberst).

 

In Sesam panierte Thunfischsteaks auf einem Selleriebett. Deko aus Crema di Balsamico (macht man mit Crema di Balsamico eigentlich irgendwas sinnvolles?).

Rehrücken (handausgelöst) mit Rahmrosenkohl, frittierten Rotkohlkroketten und Herzoginkartoffeln aus violetten Kartoffeln. Einer der ersten Einsätze des Spritzbeutels mit passenden Edelstahltüllen, den sich die Kleine Prinzessin zugelegt hatte. Der funktioniert einfach gut, selbst wenn man mit eher unhandlichem Kartoffelbrei dekorative Elemente spritzen will. Und natürlich noch die Rotweinbirnen.

Wir nähern uns langsam dem Ende: Birnenstrudel mit Schokoladensauce. Leider war es bei diesem Gasofen ein wenig schwierig, die Temperatur richtig einzustellen, so dass er blasser geblieben ist, als mir eigentlich lieb ist. Anikó war ein wenig überrascht, mit wieviel Butter die Kleine Prinzessin und ich hier hantiert haben, aber was muss, das muss.

Jetzt brauchte ich zumindest wirklich eine Pause. Die Kleine Prinzessin hatte handgedrehte Macarons mitgebracht  – 1-2 davon und ein wenig Espresso, eine kleine Erholungspause und schon kann es an den letzten Teil des Abends gehen.

Buntgemischte Käseplatte. Und dann ist der Magen wirklich, wirklich dicht.

Nicht zu vergessen: der Adventskranz.

Und die ganz wunderbare Lampendeko über dem Esstisch.

Das war ein Versuch, sich der Molekularküche anzunähern. Ging nicht so, wie geplant und schon gar nicht, wenn man sich nicht an die mitgelieferter Bastelanleitung hält. Theoretisch hätten das kleine Gelkügelchen werden sollen. Das Thema Molekularküche ist dann per Dienstleister diesen Sommer im Maremoto angegangen worden, auch wenn das Maremoto darauf besteht, dass sie keine Molekularküche anbieten (sie machen metaphoric cuisine).

Zusammenfassung: ein wunderbarer Abend.

Dringend stand am Neusiedler See ein Kanu-Ausflug auf dem Programm – zumindest für Anikó und mich. Zwerg wollte lieber nach Wien, aber ich hatte genug von Stadtbesichtigungen und wollte mich lieber in den Schilfkanälen des Sees von Mücken zerstechen lassen. Wobei… ich bin kaum gestochen worden, obwohl ich mich nicht mit Mückentod eingerieben habe. Ich bin einfach nicht süß genug, will es scheinen.
Für den Kanuausflug sind wir in den ungarischen Teil des Neusiedler Sees gefahren: hier gab es täglich Fahrten, die man buchen konnte, auf der österreichischen Seite hat das Naturschutzzentrum leider nur an einem Tag in der Woche solche geführten Touren angeboten. Eigentlich war es durchaus Teil des Plans, sich die Vögel anzuschauen, die da so wohnen…. aber als wir unterwegs waren, ist es so windig gewesen, dass die meisten Vögel lieber Zuhause im sicheren Nest geblieben sind, als sich den Böen auszusetzen. Immerhin haben sich auf den wenigen schilffreien Stellen Wellen mit kleinen Schaumkronen gebildet. In den Schilfkanälen selber hat man vom Wind glücklicherweise nicht so viel mitbekommen. Wer wie ich den Orientierungssinn eines bekifften Hamsters ist, der sollte hier nur mit Führer oder Navi unterwegs sein: für mich sieht ein Schilfkanal sehr ähnlich aus wie der andere und ich würde nur nach sehr vielen Irrfahrten wieder an den heimatlichen Hafen zurückfinden.

Wir waren mit einem jungen Mann des Naturschutzzentrums als Erklärbär und insgesamt 3 Kanus unterwegs: eine gute Größe. Nicht so gut: ich saß in dem Kanu, in dem außer mir alle ungarisch konnten und haben sich einen Großteil der Zeit auch darauf unterhalten. Da habe ich mich dann lieber auf den Ausblick konzentriert (und ich saß glücklicherweise ganz vorn im Bootchen). Ich bin nicht sicher, was das hier war:

Entweder eine Vogelbeobachtungsstation oder ein Überbleibsel aus der Zeit, da das hier noch Grenzregion war und den Grenzern dazu diente, zu schauen, wer sich gerade durch’s Schilf schleicht. Natürlich musste ich ein wenig auf dem Ding rumklettern… es gab eine Leiter und man hatte einen wunderbaren Ausblick, selbst wenn man nicht bis ganz oben sich durchgehangelt hat. Der ungarische Teil des Neusiedler Sees ist zu 85 % mit Schilf bewachsen und es gibt nur ein Kanalnetzwerk, auf dem man sich durch das Wasser bewegen kann. Die Kanäle werden künstlich offen gehalten, damit sich sowohl Fische als auch Vögel dort besser ansiedeln können. Und natürlich sind es 1a Wege für neugierige Touristen, die nicht immer nur kilometerweit grünes Schilf aus der Ferne sehen wollen, sondern auch mal wissen wollen, was für Viecher darin so leben.

Das Haus in der Ferne war zu Zeiten des Eisernen Vorhangs ein Grenzerhäuschen, mitten im Wasser. Faszinierenderweise müssen wir direkt am Häuschen vorbeigefahren sein: ich habe es nicht mehr gesehen, nachdem ich von dem Turm heruntergeklettert bin. Offene Wasserflächen waren an dem Tag sehr anstrengend zum Durchfahren: zuviel Wind und eigenltich grundsätzlich aus der falschen Richtung.

So sieht der See zu sehr großen Teilen aus: Wasser eher unsichtbar, dafür eine endlos große grüne Fläche. Und weil ich ein Geographie-DAU bin die Frage an Anikó: weißt Du noch, welche Stadt/welches Dorf man hier in der Ferne noch erahnen kann?

Wunderbar romantische Umgebung, man darf nur nicht an das ganze fliegende Kleinzeug denken und sollte immer jemanden bei sich tragen, den die Blutsauger viel lieber mögen als einen selber.

Es war ein wunderbarer halber Tag auf dem Wasser. Natürlich auch ein wenig anstrengend – schließlich war ich seit dem  Ausflug die Spree runter zum Dämeritzsee nicht mehr Kanu fahren, das war während des heftigen Unwetters … 2002. Der damalige Ausflug hatte mich ja vor allem eines gelehrt: nie wieder Naturausflüge mit Nerds. Nerds muss man im Falle eines Falles mit Hilfe eines Kräfteparallelogrammes erklären, wie man das Paddel durch das Wasser ziehen muss und selbst dann wird es noch eine Herausforderung, nicht permanent im Schilf zu landen. Das Problem hatten wir zum Glück nicht. Und mit Anikó kann man 1a Ausflüge machen, auch auf dem Wasser.

Auch wenn ich sehr lange sehr still gewesen bin: ich lebe noch. Zwischendurch war ich nur erst mit Anikó und Zwerg erst in Ungarn und dann in Österreich, um anschließend noch ein paar Tage beim GröFaZ in Zürich zu verbringen. Und damit es nicht zu langweilig wird, werden die einzelnen Reiseberichte nicht in chronologischer Reihenfolge kommen, sondern in der, nach der mir gerade ist. Und heute ist mir nach Neusiedler See, insbesondere nach Mole West. Über Mole West war in einer der letzten Essen & Trinken-Ausgaben ein kleiner Bericht, dass es eines der besten und schönsten Restaurants sei, wenn man im Burgenland, bzw. am Neusiedler See unterwegs ist. Da uns die Speisekarte schon im Onlineauftritt nicht unbedingt zugesagt hat, wollten wir dort nicht unbedingt essen gehen – was sich auch vor Ort als richtige Entscheidung herausgestellt hat. Der Laden hat bestimmt gute Küche – wir haben ein paar der Palatschinken dort probiert – aber mir ist der Laden insgesamt zu glatt, zu druchgestylt und zu gewollt anders als die anderen Kinder. Er hat wenig gewachsenes und viel poliertes. Nichtsdestotrotz: wunderbar gelegen, wahrscheinlich vom Ort her eines der schönsten Restaurants in der Gegend überhaupt. Wir waren für das Süße gleich am ersten Nachmittag unserer Ankunft dort:

Der Neusiedler See ist unglaublich flach. So flach, dass man ihn eigentlich komplett zu Fuß durchqueren könnte. Als wir da waren hatte er schon fast Hochwasser: die tiefste Stelle war 1,70m tief. Normalerweise erreicht er nur 1,50m Tiefe. Spaß machen würde die Wanderung allerdings nicht: der See ist recht sumpfig und zu sehr großen Teilen mit Schilf bewachsen: das ganze Grün, was man hier am Bildrand sieht ist alles Schilfgürtel. Gesegelt wird trotzdem, ich möchte aber sehen, wie es hier jemand schafft, sein Boot durchzukentern.

Das Restaurant Mole West liegt an der Mole West (große Überraschung hier, ich weiß). Leider habe ich kein Sonnenuntergansbild, wie es sich hier eigentlich gehören würde, weil wir entweder zu der Zeit jeweils was anderes gemacht haben oder es ein wenig geregnet hat. Aber egal, schöner Blick und ich finde große Wasserflächen immer sehr entspannend. Und es gibt hier sogar richtigen Wind, fast wie am Meer. Damit hatten sich unsere beiden Nordlichter schon wieder sehr viel mehr Zuhause gefühlt, während es für mich eher das Urlaubgsgefühl verstärkt hat. Und zu Urlaub gehört Eis.

Hier in der Form von mit Eis gefüllten Palatschinken. Wunderbar, sehr lecker, sehr gut gemacht. Zwerg und ich hatten die beide, während Anikó sich für Marmeladengefüllte entschieden hat. Wer sich die besseren ausgesucht hat ist Ansichtssache. Ich mochte meine so sehr gern, aber Eis ist eigentlich fast immer gut. Sehr entspannter Start in die Zeit am See: mit Eis in milder Nachmittagssonne und schönem Blick aufs Wasser.

Am Neusiedler See ist Abends/Nachts nicht viel los:

Das ist der Blick von der Mole über den See, so gegen 10.00 am Abend. Vielleicht war es auch schon halb 11.00… Einfach wunderbar, ganz entspannt früh schlafen gehen, fast zeitgleich mit den Enten:

Und was wir sonst noch gemacht haben, werde ich in der nächsten Zeit so nach & nach posten. Vor allem, wo man in Neusiedl besonders schön essen gehen kann.

wenn man täglich freiwillig um 6.30 aufsteht, um pünktlich um 7.00 sich für ca. 1,5 Stunden beim Yoga zu verbiegen und (zumindest in meinem Fall) dabei zu schwitzen, als gäbe es dafür Preise. TK und ich sind nach Kreta gefahren, um ein wenig Yoga zu machen, am Strand zu entspannen und vielleicht an 2 Tagen ein wenig die Gegend anzuschauen. Yoga gab es bei Rhada und Pierre. Da wir das restliche Rahmenprogramm der beiden nicht haben wollten, sind wir im Hotel Agios Pavlos untergekommen und nur für die morgendlichen Mysore-Stunden in die Yogaschule gegangen.
Da es klar war, dass wir erst am Abend in Heraklion ankommen würden und Agios Pavlos wirklich mitten in der Pampa liegt – kein Bus fährt hin, der nächste größere Ort (mit Supermärkten) ist 15-20 km entfernt, es gibt kein Internet, kein Fernsehen, gar nichts – hatten wir im Vorfeld extra ein Auto MIT Navi gebucht. Leider hat das Navi nur Ortsangaben akzeptiert, die auf griechisch mit griechischem Alphabet eingegeben wurden. Selbst dann, wenn es auf Englisch umgestellt wurde. Beispiel die Ortschaft Mires, sie wurde im Navi nur mit dieser Schreibweise gefunden: Ηράκλειο Δ. Μοιρών. Das hat die Nachtfahrt eher … interessant gestaltet. Statt der üblichen 2 Stunden sind wir, mit 2maligem Verfahren, in immerhin knapp 3 Stunden bis ans Ziel gekommen. Dazu kam, dass ich das griechische Alphabet besser kann als TK und somit zum Beifahrer prädestiniert wäre, er aber seinen Führerschein daheim hat liegen gelassen… glücklicherweise hatte ich meinen mit dabei, für den Fall der Fälle. Das Ziel bei Tageslicht:

Unser Hotel

Ein kleines, aber sehr angenehmes Hotel, das schön in den Hang eingepasst wurde. Man merkt dem dazugehörigen Minimarkt an, dass es dort hauptsächlich Yogamenschen hinzieht: es gibt Rabenhorst Säfte und Demeter Produkte.

Hausstrand, vom Hotelzimmer aus

Der Hausstrand war in der Vorsaison beileibe nicht überlaufen – die Hauptsaison fängt hier etwa Mitte Juni an und geht dann bis Mitte/Ende September. Ich denke allerdings, dass es im Mai deutlich schöner ist. Obwohl wir vergleichsweise schlechtes Wetter abgegriffen haben (um die 25° und einige Tage Wind wie an der Nordsee statt windstille 30°), ist mir das lieber als die 40°, die es hier im Hochsommer hat. Abgesehen davon, blüht im Mai der Oleander ganz wunderbar, der Thymian und der Ginster. Andere Sachen blühen bestimmt auch, werden von mir aber nicht erkannt. Meist sind wir allerdings an den nächsten Strand gegangen, weil der deutlich weniger kieselig war und auf einer Länge von mehr als 3 km vielleicht noch 3 andere Menschen da waren, wenn überhaupt:

Menschenleerer Lieblingsstrand

Um an den Strand zu gelangen, musste der Hausstrand überquert werden, eine Treppe hochgeklettert werden, ein schotterreicher Hügel, dann quer über losen steil abfallenden Sand, noch mehr Geröllhügel ohne vorgezeichneten Weg, dann über den Sand runter (ca. 30 m), eine kurze Kletterpartie um die Felsen herum und schon war man da. Das dauert nicht so wahnsinnig lange, aber es erklärt, warum es den meisten zuviel war und wir den Strand nahezu für uns alleine hatten.
Wenn man noch um die nächste Ecke weiterspaziert ist, ist man irgendwann dann an der Taverne Apanemia, die einzige da im Umkreis, die halbwegs ordentliches Essen anbietet. Der Besitzer wirkt immer, als wäre er ziemlich bekifft, was das ganze natürlich auch sehr entspannt macht. Ich würde dringend davon abraten, hier hin zugehen, wenn man es gerade sehr eilig hat. Das kann nicht gut gehen. Essen für Vegetarier in Griechenland ist meiner Erfahrung nach immer eine etwas haarige Angelegenheit: gefühlt scheinen Griechen der Meinung zu sein, dass es ohne totes Tier kein richtiges Essen sei und am besten müssen Teile des Essens frittiert sein, so scheint es zu eigentlich allem außer Salat grundsätzlich Pommes dazu zu geben. Es gibt zarte Ansätze, die sich hoffentlich mit der Zeit ausbauen, dass sie erkennen, dass es zumindest Touristen gibt, die wirklich, ehrlich kein Fleisch oder Fisch essen. Das geht in den etwas größeren Städten anscheinend schon besser, als es in den verschlafenen Tavernen am Rande des Nirgendwo… ich hoffe auf Besserung. Bis dahin lebe ich eher von kleinen Vorspeisen und griechischem Salat.

Taverna Apanemia in Triopetra

Ein paar Ausflüge in die Umgebung, so man denn gesamt Kreta als Umgebung betrachten will. Das Kloster Agia Triada ist ganz wunderbar – von venezianischen Brüdern, die zum orthodoxen Christentum übergetreten waren erbaut und bis heute bewohnt und bewirtschaftet. Sehr venezianisch gerpägte Bauweise. Das Kloster liegt inmitten von Olivenhainen, die eine Einnahmensquelle für die Mönche sind. Ich musste natürlich auch vom Olivenöl mitnehmen: zu Vergleichszwecken habe ich sowohl konventionelles Öl als auch die Biovariante mitgebracht. Zu meinem Erstaunen wird das Öl sonst in Deutschland über Manufactum vertrieben.

Das Kloster Agia Triada

Im Kloster gab es, wie fast überall, halbwilde Katzen. Und weil ich mein eigenes Fusselvieh irgendwann doch vermisst habe, musste ich die Biester zumindest fotografieren. Die meisten sind eher scheu was Menschen angeht, höchstwahrscheinlich zu recht.

Katzenmethadon

Chania ist interessant, aber schon in der Vorsaison eher anstrengend, was das Touristenaufkommen angeht und vor allem sind mir die ganzen Anquatscher der Restaurants und Geschäfte auf den Keks gegangen. Wunderbarer Mix aus griechisch-orthodox, venezianische und ottomanisch – die Janitscharenmoschee steht noch im Hafen, auch wenn sie mittlerweile entweiht ist.

Venezianischer Hafen in Chania

Mit TK, das habe ich gelernt, kann ich zwar wunderbar Erholungs- oder Sporturlaub machen, aber bitte keinen Kultururlaub. Denn beim Besuch des Palastes von Festos (und später auch Knossos) gab es doch gar deutliches Gegrummel, warum denn jetzt die alten Steine und Trümmer bestaunt werden müssten. Ich fand es sehr interessant und würde da gern noch einmal hin und jemanden verurteilen, mir das im Detail zu erklären.

Pythoi in Festos

Großer Fehler: Besuch in Matala. Das mag ja in den 60er Jahren eine Hippie-Siedlung in total romantischen Höhlen gewesen sein, aber jetzt ist es ein fürchterlicher, billiger, von Pauschaltouristen hochfrequentierter Ort. Die Höhlen sind noch halbwegs erträglich, aber die hat man ehrlich gesagt in 10 Minuten auch fertig angeschaut. Das hat für mich einfach nicht die historische Relevanz oder auch nur das historische Interesse, wie die Höhlenstädte in Kappadokien. Ich würde eher dazu raten, den Ort komplett bei einem Kreta-Besuch Links liegen zu lassen. Da hat man woanders schöneres zu begutachten.

Matala

Kein Kreta-Besuch ohne das bronzezeitliche Disneyland: Knossos. Evans hat nach dem Ausbuddeln ja einiges wieder so aufgebaut, wie er denkt, dass es vor knapp 4.000 Jahren mal ausgesehen haben mag. Das hilft zwar, wenn man sich sowas sonst gar nicht vorstellen kann, aber wirkt ein wenig falsch und ja, disneyartig. Der Thronsaal war wohl allerdings weitgehend erhalten – also, zumindest der Thron und die Fresken, über den Rest wollen wir lieber schweigen.

Thronsaal in Knossos

Kreta ist toll, das mit dem Essen üben wir noch ein wenig und ich will wieder hin. Kultur, Yoga, Wandern, Schwimmen… alles steht auf dem Plan. Vor allem hat dieses Mal die Zeit nicht für einen Ausflug in die Samaria-Schlucht gereicht, zu meinem großen Bedauern. Die möchte ich auf jeden Fall noch ein wenig durchwandern, bei einem zukünftigen Besuch.

Und Rezepte gibt es die Tage auch mal wieder. Wirklich.

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