Archives for category: Zuppa

Eine meiner liebsten Wintersuppen überhaupt. Großartiges Zeug, lässt sich noch dazu halbwegs anständig einfrieren. Zu Beginn des Winters habe ich im Büro-Tiefkühler eine Tupperdose gefunden, die aussah als wäre es eine der meinen. Natürlich unbeschriftet. Da ich keinen besseren Plan für mein Mittagessen hatte, wurde es Überraschungssuppe, die sich als wunderbares Maischowder vom Ende des letzten Winters herausstellte.
Als dann Little Sister kurz vor Weihnachten umgezogen ist und über das Wochenende keine funktionierende Küche – aber eine Mikrowelle – hatte, habe ich einen größeren Container der Suppe gemacht und vorbeigebracht. Selbst der Beste Neffe hat Berichten zufolge die Suppe gern gegessen.
Mir schmeckt die Suppe am besten mit Tiefkühlmais und bedauere es deswegen sehr, dass es seit Jahren den nur noch im Bioladen und nicht mehr in den regulären Supermärkten gibt. Mit Dosenmais geht es natürlich auch, schmeckt aber nicht ganz so gut und ich rate sehr dazu, nach einer Sorte zu suchen, bei der ‘extra knackig’ oder so drauf steht. Sonst schmeckt es rasch arg matschig.

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Eigentlich dachte ich, dass dieses Essen viel zu simpel ist, als dass ich mir die Mühe eins Bildes und Eintrages hier machen müsste. Aber dann: die Suppe ist ein Gedicht! Ich fürchte fast, dass es auch daran liegt, dass ich die Suppe gestern Abend vorgekocht habe und dabei auf dem Herd vergessen habe. Sie hat eine kleine Ewigkeit zart vor sich hingesimmert, während ich mich den Freuden des Bügelberges hingegeben habe. Leicht süßlich, eher zart im Geschmack und doch nicht nur heiß sondern auch auf Zimmertemperatur (wo Blumenkohl ja gern einen unangenehmen Kohlgeruch verbreitet) einfach gut. Eigentlich hatte ich vor, in die Suppe selber Gorgonzola reinzuschmelzen, habe es dann aber nicht über’s Herz gebracht, diese Einfachheit mit Käse zuzukleistern und so gab es zur Suppe einen mit Gorgonzola überbackenen Schusterjungen (für nicht-Berliner: das sind Roggen-Weizenmehlbrötchen, zum Teil auch mit Zwiebeln im Teig).
Heute gab es mit der Suppe eine wundervolle Mittagspause und weil die Sonne so schön schien auch gleich ein Bild für’s Blog mit der gräßlichen Handykamera (TM) geschossen.

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Das Bild wartet jetzt schon ein wenig länger darauf, in ein Posting umgewandelt zu werden. Weil es ein totaler Klassiker in meiner Küche ist, war ich der festen Überzeugung, dass ich das Rezept schon längst ins Blog eingetragen hätte und es daher nur ein In-Erinnerungrufen ist und so keine hohe Priorität hat. Erstaunlicherweise war dem aber nicht so. Von daher kommt die klassische Kartoffelsuppe meiner Küche nun erst her – ich bin nicht mehr ganz sicher, wo ich das Rezept her habe… ich denke, dass ich es einfach mal bei meiner Großmutter abgeschaut habe. Schließlich habe ich mit etwa 15 einen Satz Ferien bei meiner Großmutter verbracht, nur um mir zeigen zu lassen, wie sie einige Klassiker kocht. Das war schon deswegen eine Erfahrung, weil sie ihre Rezepte und Schüsseln so gut kannte, dass sie für die meisten Kuchen keine Küchenwaage oder ähnliches brauchte – sie konnte am Füllstand erkennen, ob die Mengen jeweils so hinkommen. Jedenfalls: wunderbare Alltagsküche, jahrelang bewährt.

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Petra von Chili und Ciabatta hat es vorgemacht, Mestolo hat es nachgemacht und ich wollte es auch machen. Ich hab’s auch fast hinbekommen – nur mit minimalen Abänderungen. So Möhrchensuppe kann man natürlich auch ohne Ingwer machen, aber… muss ja nicht sein, oder? Außerdem passt Ingwer hier auch gut zu den anderen Gewürzen und bringt eine angenehme, leichte Schärfe mit ins Spiel. Perfekte Suppe für eisekaltes Wetter: wunderbar wärmend. Außerdem ist gerade insgesamt Suppenzeit angesagt – schließlich müssen sich wahrscheinlich alle gerade noch ein wenig von den weihnachtlichen Exzessen erholen und als palate cleanser ist die Suppe sicherlich gut geeignet.

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Winterzeit ist Suppenzeit. Außerdem hat mich gerade der Suppenkasper gepackt und ich esse mit Vorliebe Suppen und Eintöpfe. Das wird mir sicher irgendwann auch zu viel werden, aber solange es anhält: immer her damit in bekannt und in neu. Heute in einer bekannten und sehr klassischen Variante: der Linsensuppe an und für sich. Sogar fast ganz ohne SchnickSchnack und nach bewährtem Rezept.

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