Kurzer Spaziergang in der Mittagspause. Ich hatte schon in der letzten Zeit die Ankündigung gesehen, dass in einer der Nebenstraßen ein Tea Room eröffnen würde und den einen Tag saßen auch erstaunlich viele Menschen vor den Räumen und waren glücklich mit ihrem Tee und den dazugehörigen Leckereien beschäftigt.
Heute musste ich mir dann einen Flyer mitnehmen – sie bieten einen High Tea an, der sich sehr gut anhört. Leider kein Cream Tea mit clotted cream, aber man kann ja nicht alles haben.
Jetzt muss ich nur noch Menschen finden, die mit mir dahin gehen wollen, damit ich in angenehmer Begleitung Neues austesten kann.
7. Juli 2009
t room
30. Juni 2009
Überraschung
Sonntag kam ich vom Segeln nach Hause: die ganze Wohnung roch süß nach Kuchen. Eine mir fremde Frau begrüßte mich freundlich, während ich Mitbewohnerette 2.2 nirgendwo entdecken konnte. Ich fing an leicht verwirrt zu werden. Hatte ich eine Invasion großer Heinzelmännchen, die mir das Backen eines sonntäglichen Kuchens abnehmen wollten, da ich an dem Wochenende keinen gemacht hatte und Sonntag ohne Kuchen, das ist ja ein wenig wie Schwimmen ohne Sonne: es geht schon, macht aber lange nicht so viel Spaß. Nur war ich mit einem Freund segeln, der gerade extrem auf das achtet, was er so isst, weil für ihn dieses Jahr wieder ein Marathon ansteht… und das muss ich nicht mit Kuchen torpedieren.
Es stellte sich dann heraus, dass es sich bei der mir fremden Dame um eine Freundin von Mitbewohnerette 2.2 handelte, die die Restaufsicht über die fröhlich vor sich hinbackenden … Franzbrötchen? jedenfalls leckeren finnischen Zimtbrötchen, übernommen hatte, während Mitbwohnerette 2.2 schon einmal nach Konzertkarten unterwegs war. Netterweise haben mir die beiden ein Exemplar ihrer Mühen mit Fahne auf den Tisch gestellt: wunderbar.
Wenn ich google translate glauben kann, dann heißen die Dinger auf Finisch ‘isku’ – die wörtliche Übersetzung des Namens ist ‘Ohrfeige’. Hefegebäck mit viel Zimt.

16. Juni 2009
Vergrillen am Wochenende
Nachdem es in der letzten Woche gar so viel geregnet hatte, wollte ich den Anflug schönen Wetters nutzen. Bis zur Neige ausnutzen und habe mir einen mittleren Sonnenbrand dabei eingefangen, weil ich jeweils den ganzen Tag im Freien verbracht habe. Aber das war’s wert.
Am Samstag habe ich es endlich geschafft, bei Weilands Wellfood in der Bergmannstraße vorbeizugehen. Ich kenne und schätze die schon vom Potsdamer Platz, aber Bergmannstraße ist direkt um die Ecke. Wunderbar. Sonnig, halbwegs windgeschützt, guter Kaffee und sehr leckere Apfeltarte. Die Tarte hatte einen Mürbeteigboden, eine mandelige Zwischenschicht und dann Apfelspalten, mit Aprikosengelee (oder ähnlichem) glasiert. Bio verliert zwar langsam aber sicher das gruselige Image, dass es gesund, wenn auch freudlos ist, doch ich freue mich immer wieder, wenn ich Bio entdecke, dass vollkommen genussorientiert ist. Und das ist es hier netterweise. Fotos habe ich vergessen zu machen – es war zu schön entspannt in der Sonne mit frisch erworbenem Buch.
Normalerweise brunche ich äußerst ungern. Äußerst. Die Vorstellung, das geschützte Heim zu verlassen, bevor ich in aller Ruhe gefrühstückt habe, ist eine gruselige. Dem kommt inzwischen meine präsenile Bettflucht entgegen – ich bin gern schon um 7h ausgeschlafen, so dass ich in aller Ruhe zu Hause frühstücken und mich dann für ein ausgedehntes, faules Mittagessen mit anderen Menschen um 11h treffen könnte. Was ich vom Büffet bei Weilands gesehen habe, wäre das durchaus eine Variante, die ich mal austesten möchte.
Und die anwesenden Kinder waren für jemanden, der die zu größeren Teilen fehlerzogenen Blagen aus Prenzlauer Berg/Mitte gewohnt ist, wohlerzogenen Engel. Mit Eltern, die darauf geachtet haben, dass sich weder die Kinder langweilen noch andere Gäste unter dem Spielen/Schreien der Kinder leiden.
Das lob ich mir.
17. März 2009
Ein Gedächtnis wie ein Sieb
Ob des großartigen Sonnenscheins wollte ich mich soeben in die Sonne setzen und mein Mittagessen im Freien zu mir nehmen. So weit, so gut. Am Teutoburger Platz gab es ein kleines, mir bis dato unbekanntes Café, das Sonnenplätze mit netten Sandwiches und Cornish Pasties verband. Kunst + Eis, so heißt es. Ganz entspannt nehme ich ein Sandwich mit Avocado und getrockneten Tomaten zu mir, will dann zahlen und noch einen Keks mitnehmen.
Leider habe ich mein Portemonnaie zu Hause liegen gelassen. Ich glaube, dass das einer der peinlicheren Momente der letzten sechs Monate gewesen ist, als ich dem jungen Mann erklären musste, dass ich leider erst noch im Büro für Geld sorgen muss, bevor ich die Rechnung begleichen kann. Zum Glück war der die Ruhe selbst. Die Kollegen haben zwar ein wenig geschmunzelt, mich aber netterweise ausgelöst.
Selbst mit Keks.
In den Laden werde ich gen Frühling öfter gehen. Lecker, preiswert und entspannt mit Sonne. Was will ich mehr?
19. August 2008
Homedelivery wie ich es mag
… heisst hier Lily’s Stomach Supply und Home Delivery und macht es richtig. Alles aus der bunten pan-asia-indien rappelkiste, plus säfte, bier, wein, zigaretten und DVDs. Das essen wird in pintos geliefert für die man pfand bezahlt, d.h. bei der nächsten lieferung kann man sie zurückgeben.
Das ist weit entfernt von den zugekniffenen alu-schalen mit alubeschichtetem pappdeckeln in der blass-orangen türkentüten, die ich bis hierhin immer mit grünes-thai-curry-huhn-kommt-nach-hause verband.
Sehr schön.

