Kochen für Schlampen - Hamburg, Berlin, Zürich

23. Juni 2008

Üben für den Hochzeitskuchen II

Gespeichert unter: Ofen, Süßes — kochschlampe @ 8:30 Uhr vormittags
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Hier habe ich ja schon einmal für den Hochzeitskuchen im August geübt, bin aber mit der Zeitplanung ein wenig in Schwierigkeiten geraten und konnte kein Fondant mehr auf die Torte auftragen. Dieses Mal habe ich eine kleine Form gewählt - um die Chancen zu erhöhen, dass der Kuchen auch aufgegessen werden kann und habe so rechtzeitig angefangen, dass auch das Fondant noch verteilt werden konnte. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich dringen so eine Art Glättkelle brauche, damit es keine hässlichen Fingerabdrücke auf der weißen Masse gibt.  Meine erste Anlaufstelle war ein Bastelladen, der das natürlich nicht hatte. Vielleicht sollte ich doch mal in einen Baumarkt gehen… oder schauen, was Tortendekorationshilfsanbieter im Zwischennetz zu bieten haben.

Mir waren die Rezepte, die ich für Fondant bekommen habe, bzw. die in meinen Büchern standen, nicht ganz geheuer. Hier eines von Ulrike von Ostwestwind und hier eines mit Marshmellows von Llynnya empfohlen. Aber es erschien mir einfacher, ein Rezept mit Fett zu nehmen. Einen direkten Vergleich, welche Variante am besten funktioniert, habe ich (noch) nicht, aber Fett geht schön einfach.

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16. Juni 2008

Obst-Streuselkuchen (TM)

Gespeichert unter: Ofen, Süßes — kochschlampe @ 6:18 Uhr nachmittags
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Der wahrscheinlich welteinfachste Kirschkuchen. Im Prinzip nichts anderes, als Streuselteig mit Kirschen. Einmal am Boden fest gedrückt, einmal als Streusel oben drauf. Der Kuchen lässt sich in hunderterlei Varianten herstellen - ganz ähnlich habe ich ihn hier mit Pflaumen gemacht. Er geht aber auch gut mit Äpfeln, Birnen, Aprikosen, Nektarinen…. eigentlich jedem Obst, dass sich halbwegs ordentlich backen lässt. Eventuell sollten dann allerdings die Zuckermengen angepasst werden. 

 

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13. Juni 2008

Kinderkuchen

Gespeichert unter: Ofen, Süßes — zitronencurry @ 3:35 Uhr nachmittags
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Neulich verblüffte mich ein Kollege mit der Aussage, dass Kinder eigentlich keinen Kuchen äßen. Ist nicht ganz falsch, meistens kommen andere Süßigkeiten wesentlich besser an. Da mein Kind aber gerne Kuchen bäckt und sie zu Ostern eine schicke kleine Backform von Omma bekommen hat, haben wir ihrer Freundin Ida zum zweijährigen Geburtstag einen Kuchen gebacken. Grundlage war der von mir sehr geliebte 4-Viertel-Teig, bei dem alle Zutaten zu gleichen Teilen verarbeitet werden, ausgehend vom Gewicht der Eier. Hier waren es zwei Eier, die beste Größe für die Form scheint L zu sein (wir hatten XL, und das war etwas zuviel Teig.) Wichtig ist - man kann es nicht oft genug sagen - dass die Zutaten zimmerwarm sind. Falls Butter und Eier zu kalt sind, stelle ich die Rührschüssel in warmes Wasser. Der Teig emulgiert bei zu kalten Zutaten einfach nicht richtig. Ich mache diesen Teig immer von Hand mit dem Schneebesen, aber so puristisch muss man nicht sein.

Zutaten (für einen Erwachsenenkuchen alles verdoppeln):

  • 2 Eier
  • eischwer Mehl, Zucker, Butter
  • 1/4 TL Weinsteinbackpulver (geht aber auch ohne Backpulver)
  • Prise Salz
  • kl. TL Bittermandelaroma oder wahlweise Zitronensaft und abgeriebene Zitronenschale

Zuerst die Butter mit dem Zucker und dem Salz schaumig rühren, bis die Masse fast weiß ist. Dann die Eier nacheinander (!) unterschlagen, Aroma dazu. Das Mehl mit dem Löffel oder Schneebesen darunterheben (nicht mehr heftig rühren). Der Teig hat jetzt eine wunderbare cremige Konsistenz, ganz anders als der Rührteig meiner Jugend, der mit (kalter) Margarine hergestellt wurde, dann die kalten Eier platsch dazu und alles ordentlich mit dem Mixer durchquirlen… was wusste ich schon von Rührteig?

Den Teig in die geölte und bemehlte Form geben und ca. 35 - 40 min bei 180° C backen, ein hölzerner Schaschlikspieß sollte bei der Probe ohne klebrige Teigreste bleiben.

Guss:

  • 100g Puderzucker, gesiebt
  • 1-2 EL Zitronensaft

Beides verrühren und über den Kuchen pinseln oder gießen. Alle verfügbaren Smarties, Zuckerperlen oder Gummibärchen zusammenkramen und aufpassen, dass mehr davon auf dem Kuchen als im Kind landet. Mit der richtigen Menge Kerzen verzieren. Stolzes Kind über den grünen Klee loben.

Noch ein Wort zum Bittermandelaroma: Ich habe mir ein Fläschchen Bittermandelaroma in einem Bioladen in England besorgt, weil ich hier nicht fündig geworden bin. Es schmeckt unglaublich gut. Die Aromen von Backin habe ich aus meiner Jugend in schlechter Erinnerung (künstliches Rumaroma! bäh!), die kaufe ich nicht. Falls man das doch verwenden möchte, ist ein halber TL sicher zuviel. Das Biozeug muss man nicht allzu vorsichtig dosieren, es schmeckt nach dem Backen eher mild durch.

15. Mai 2008

Geburtstagsevent

Gespeichert unter: Ofen, Süßes, Uncategorized — kochschlampe @ 7:47 Uhr vormittags
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Cake

Das wunderbare monatliche Kochevent wird drei Jahre alt. Das muss gefeiert werden, in diesem Fall mit Kuchen. Und zwar soll es Kuchen sein, der unter den englischen Begriff “Cake” fällt. Das sind i.d.R. Kuchen ohne Füllung oder Belag, die als Dekoration maximal ein wenig Puderzucker oder Guss haben. Es gibt sie zwar auch in herzhaft, aber meist handelt es sich um süße Kuchen. Ein großer Teil der Rührkuchen fällt darunter, so auch der sehr klassische Marmorkuchen. Ich habe mich mal wieder an mein weihnachtliches Backbuch gewagt, dass in den schrecklichen amerikanischen Tasseneinheiten angegeben ist. Ich bin der Meinung, dass die US-Amerikaner sich endlich dem Rest der Welt anschließen und SI-Einheiten benutzen sollten. Selbst die Briten haben sich inzwischen daran gewöhnt und haben ihre traditionellen imperialen Einheiten eingemottet. Zurück zum Kuchen. Ich hatte nicht mehr so wahnsinnig viel Butter im Haus und war mal wieder ein wenig spät dran für das Kochevent. Als Ausweichmöglichkeit bot sich dieser wunderbare butterfreie Kuchen an:

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24. April 2008

Üben für den Hochzeitskuchen

Gespeichert unter: Ofen, Süßes — kochschlampe @ 7:06 Uhr vormittags
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Little Sister wird diesen Sommer heiraten. Ich wurde gebeten, einen Hochzeitskuchen herzustellen. Ein dreistöckiges Ungeheuer, innen schokoladig, außen weiß und mit echten Blumen, wahrscheinlich den gleichen, die im Brautstrauß sein werden, dekoriert. Nun habe ich in meinem Leben noch keinen Kuchen gebaut, den man so sorgfältig bearbeiten muss, damit er auch wirklich vollkommen glatt und weiß werden kann. Ich werde mich über die nächsten Wochen und Monate so nach und nach an das Endprodukt heranrobben. Die erste wichtige Lektion ist: nimm Dir drei bis vier Tage Zeit, wenn Du den Kuchen mit Fondantmasse überziehen willst.

  1. Tag: Kuchen backen
  2. Tag: Kuchen mit Marzipan überziehen
  3. Tag: Kuchen mit Fondant überziehen
  4. Tag: Kuchen essen

Das habe ich natürlich vorher nicht beachtet und bin im ersten Anlauf nur bis zu dem Punkt: mit Marzipan überziehen gekommen. Immerhin, die grobe geschmackliche Richtung wurde schoneinmal abgenickt. Und eine zweite Lektion gelernt: man braucht nicht sehr viel Kuchen, weil der so satt macht, dass normale Menschen davon nur ganz kleine Stücke essen können.

Schokoladenkuchen mit Marzipandecke

26er Form

  • 250g Butter
  • 250g Zartbitterschokolade
  • 8 TL Instant-Espresso
  • 180 ml Wasser
  • 300g Mehl
  • 3TL Backpulver
  • 60g Kakaopulver
  • 1/2 TL Natron
  • 550g feiner Zucker
  • 4 Eier
  • 8 TL neutrales Pflanzenöl
  • 125 ml Buttermilch
  • 5 EL Rum
  • 6 EL Kirschmarmelade
  • 500g Marzipanrohmasse

Backofen auf 160° vorheizen. Die Form einfetten und mit Backpapier so auskleiden, dass das Papier am Rand ca. 2 cm übersteht. Butter, Schokolade, Espressopulver und Wasser vorsichtig erhitzen, bis alles aufgelöst ist. Mehl, Backpulver, Natron und Zucker mischen, eine Mulde in die Mitte drücken. Öl, Buttermilch, Eier und Schokoladenmischung verquirlen und mit den trockenen Zutaten verrühren. In die Form füllen und 1 Stunde 50 Minuten backen - bei mir war der Kuchen aber 20 Minuten vorher fertig. In der Form auskühlen lassen.

Den Kuchen oben begradigen - ich mache das mit der Fadentechnik. Das sieht dann so aus:

Dann den Kuchen in der Mitte teilen (Fadentechnik). 4 EL Marmelade mit 3 EL Rum mischen und auf der unteren Kuchenhälfte verteilen.

Die Marzipanrohmasse verkneten und so ausrollen, dass sich eine ca. 7,5 cm größere Fläche als den Durchmesser des Kuchens ergibt. Auf ein Nudelholz aufrollen. Den Kuchen wieder zusammensetzen und die restliche Marmelade mit dem restlichen Rum gemeinsam erhitzen und den Kuchen flächig damit einpinseln - das ist wichtig, damit die Marzipandecke gut haften kann. Das Marzipan über dem Kuchen vom Nudelholz abrollen, fest andrücken (eventuelle Blasen aufstechen und das Marzipan glatt streichen), überschüssiges Marzipan mit einem scharfen Messer wegschneiden.

Merke: wenn die Marzipandecke zu dick ist, bilden sich kleine Risse an den Kanten. Und etwas Glycerin im Marzipan hilft deutlich bei der Geschmeidigkeit.

So, das ist, wie weit ich dieses Mal gekommen bin. Nächste Runde dann mit Fondant. Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig, ob ich das kaufen oder selber machen soll…. wir werden sehen.

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