Archives for category: Blätterzeugs

Am ersten März war Saint David’s Day. Passend dazu hat BBC Good Food mich mit Walisischen Rezepten zugeschüttet, von denen ich eines gern austesten wollte. Also nichts wie die Kleine Prinzessin anrufen und ihr mitteilen, dass wir gemeinsam kochen werden. Da mich aber die restlichen Rezepte nicht sooo sehr animiert haben, gab es den Beschluss, das nicht zu einem rein walisischen Essen werden zu lassen, sondern es eher allgemein im Vereinigten Königreich zu belassen. Bei der Suche nach einer vegetarischen Beilage britischer Proveninez hat BBC Good Food mir diesen Möhrchen Salat ausgespuckt. Den als britisch zu beschreiben halte ich eher für kühn, es sei denn die Vergangenheit als Kolonialmacht zählt auch mit dazu. Bisher kannte ich nur ein Rezept, das für Salat vorgekochte Möhrchen verwendet und das ist eine jüdisch-marokkanische Variante. Wenn ich mir den Salat hier anschaue, dann hat er auch etwas entschieden nahöstliches.
Der Salat ist toll. Die Geschmäcker verbinden sich hervorragend, er ist wunderbar ausgewogen und einfach gut. Angesichts der drohenden Warmzeit mit Picknicks, Grillen und Ausflügen: dieser Salat ist 1a zum Mitnehmen geeignet, unter der Voraussetzung, dass der Koriander getrennt mitgenommen wird. Der wird sonst zu schnell auf dem Weg matschig. Eigentlich kann ich Rosinen im herzhaften Essen gar nichts abgewinnen. Hier passen sie wirklich. Rein optisch wären dunkle Rosinen sicherlich besser gewesen, nur waren die gerade nicht im Hause, weil ich mir helle für mein Frühstücksmüsli in den Kopf gesetzt hatte. Das kommt davon, wenn ich im türkischen Supermarkt einkaufen bin: die Auswahl an Rosinen ist auf einmal vernünftig und beschränkt sich nicht auf die hellbraunen Sultaninen, die es sonst standardmäßig gibt.

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Um die letzten halbwegs warmen Tage eines goldenen Oktobers zu nutzen gab es einen sehr nahrhaften und damit auch schon fast Kaltzeit-tauglichen Salat neulich als Mittagessen. Die gute alte Tante BBC macht ja immer wieder Rezepte, die ich gern ausprobiere und meist auch nur erstaunlich wenig abwandele und bin damit glücklich. Meine Liste der Sachen, die ich da nachkochen will ist inzwischen recht lang (und wird immer länger), aber zwischendurch komme ich glücklicherweise immer wieder dazu, das eine oder andere darauf abzuarbeiten.
So gern ich im Sommer streckenweise von Salat alleine lebe, so wenig mag ich das in der kalten Jahreszeit. Eine Ausnahme würde ich wahrscheinlich bei diesem Salat machen, der auch kein Brot dazu braucht und eigentlich auch nicht dazu haben will:

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Am Samstag, zum abendlichen Picknick im Wilden Osten (i.e. Friedrichshain), habe ich einen thailändisch angehauchten, erstaunlich scharfen Salat ausprobiert. Leider hatte ich meine Kamera vergessen, so dass sich der geneigte Leser selber ein Bild wird machen müssen. Wieder frei nach Annabel Langbein – ich will die beiden Bücher, die ich von ihr habe, ein wenig mehr nutzen: Eat Fresh und Easy Cooking. Das hier ist aus Easy Cooking (das im englischen Original Assembling heißt). Wie häufig hatte ich die Bastelanleitung vor dem Einkaufen nicht sehr genau gelesen und nur kurz in den Kühlschrank geschaut und gesehen: jepp, Chilisauce vorhanden. Dass es sich bei mir um scharfe und nicht süße handelt, das habe ich dabei nicht beachtet. So ist der Salat ein wenig schärfer geworden, als wahrscheinlich eigentlich vorgesehen, aber mir gefällt es so besonders gut. Wer da ein wenig cissy ist, der sollte lieber zu süßer Chilisauce greifen.

Thai-Salat

für 6 als Beilage

Dressing

  • 4 EL scharfe Chilisauce
  • 2 EL Limetten- oder Zitronensaft
  • 2 EL Fischsauce
  • abgeriebene Schale einer Limette oder Zitrone

Salat

  • 1,5 Salatgurken, in feinen Stiften
  • 1 rote Zwiebel, in feinen Halbringen
  • 2 Handvoll Kirschtomaten, halbiert
  • 4-5 EL Minze, frisch gehackt
  • 4-5 EL Koriander, frisch gehackt

Alle Zutaten für das Dressing in ein Schraubglas geben und gut schütteln.
Alle Salatzutaten miteinander mischen und erst kurz vor dem Servieren mit dem Dressing mischen. Das ist ernst gemeint. Ich dachte, dass bei primär Gurke und Tomate doch nicht viel schief gehen könne, aber ja. Das kann erstaunlich matschig werden. Der Salat schmeckt dann immer noch lecker, aber sieht ein wenig traurig aus. Also: learn from my fail und lieber das Dressing in seinem Schraubglas mit zum Picknick nehmen.

Entspannt in den Abend picknicken.

Auch im Winter kann einen hin & wieder das Bedürfnis nach Salat überkommen. Das ist bei mir durchaus deutlich seltener als im Sommer, aber wenn, dann bitte was halbwegs saisonales. Hier gefunden mit Spitzkohl und Granatapfel. Natürlich ist das eher eine Beilage als ein ganzes Essen – kaltes Hauptessen ist im Winter nicht so ganz meines. Besonders dann nicht, wenn ich Schlittenfahren war. Ach, Schlittenfahren. Wieso haben alle anderen einen wehen Hintern, wenn sie vereiste, buckelige Strecken mit Vollkaracho runterfahren, während ich blaue Flecken auf der Innenseite meiner Knie finde?! Apropos Strecken. Ich bin gestern das erste Mal die Strecke am Insulaner runtergefahren: großartig. Die Abfahrt ist zwar nicht so lang wie am Teufelsberg, aber dafür hat man einen guten Überblick über die Strecke und selbst delusionale Eltern kommen nicht auf die Idee, ihre Kleinstkinder die letzten 30 Meter einer insgesamt 300 meterlangen Strecke alleine fahren zu lassen. So gesehen am Teufelsberg. Völlig meschuggen. Das schreit doch danach, dass irgendjemand um die Kurve kachelt, die lieben Kleinen dann zu spät sieht und hineinsemmelt. Und dann ist das Geschrei groß.
Liebe Eltern von Kindern, die zu klein sind, als dass sie die große Strecke alleine fahren könnten: bitte lasst sie nicht die letzten 30 m fahren. Wirklich.
Zum Salat:

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Ich wollte mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben. Auch wenn ich es nicht gewohnt bin, so wenig Zeit zu meiner freien Verfügung zu haben, habe ich mich dennoch hin und wieder der Nahrungszubereitung und -aufnahme hingegeben. So auch neulich, als ich eines der Nigella Lawson Rezepte aus’ How To Eat‘ fast so nachgekocht habe, wie es im Buche stand. Aber da es aus ihrer Reihe für Diätfutter stammt, musste ich es so abwandeln, dass ein wenig mehr Kalorien dabei sind. Abgesehen davon fand ich den Geschmack mit ein wenig Fett einfach runder, angenehmer. Und die Sesamsaat passt einfach zu schön zu Roter Bete (egal ob nur das Grün oder die Knolle) als dass ich das weglassen wollte. Das war überhaupt der Aufhänger: das Grün der Roten Bete zu verarbeiten. Ich hatte auf dem Markt ein schönes Bund Roter Bete samt herrlich frischem Grün erstanden und das will schließlich alles verarbeitet werden. Mit dem Grün hatte ich bisher noch eher wenig Berührungspunkte, aber was soll ich sagen? Es ist keine gemüsetechnische Offenbarung, aber eine sehr schöne Ergänzung zu den vorhandenen Sorten.

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