Bisher habe ich nicht das Glück gehabt, entspannte Veganer kennenzulernen, die Freude an ihrem Essen haben. Das mag an meinem kleinen Sample liegen, das mag daran liegen, dass es wenige lustorientierte Veganer gibt. Ich weiß es nicht.
Jedenfalls stehe ich, wenn ich denn ab & an gebeten werde vegan zu kochen, immer ein wenig vor der Wand. Ich vermute, dass es mir da so geht, wie dem durchschnittlichen Carnivoren, der einen Vegetarier bekochen soll. Sicher, irgendwie geht es schon, aber als erstes fallen einem lauter Sachen ein, die eigentlich nach Milchprodukten oder Eiern verlangen. So habe ich mir ein Kochbuch ausgeliehen:

Abgesehen davon, dass mir auch hier ein Großteil der Ideologie nicht gefällt, kann ich das Buch nahezu uneingeschränkt empfehlen. Nicht nur für den Fall, dass man einen Veganer/Lactoseintoleranten bekochen muss, sondern weil allgemein sehr nette Rezepte in dem Kochbuch sind. Mich stören natürlich die Ersatzhandlungen, so z.B. eine Aioli auf Tofubasis ist nicht unbedingt meins, aber es gibt ja zum Glück genug anderes, das gut zu werden verspricht. Für mich war es ein schöner Einblick, wie abwechslungsreich und lecker veganes Essen sein kann.
Weniger Wand in Zukunft.

Momentan wird hier hormonell bedingt sehr viel gebacken. Das wird ungefähr Mitte Juni ein jähes Ende nehmen, und da auch die Mini-Zitrone gerne “Battetuchen” macht und der Liebste gerne Süßes ist, macht es in der Zwischenzeit die ganze Familien glücklich. Dieses ist wirklich das einfachste Keksrezept, das mir je untergekommen ist. Es stammt wie so oft von Nigella. Im Original handelt es sich um reine Mandelmakronen, aber da ich nicht genug gemahlene Mandeln hatte, habe ich Haselnüsse dazugenommen. Das Ergebnis war prima! Übriggebliebenes Eiweiß friere ich jetzt immer ein, so dass ich wie eine richtig ordentliche Hausfrau einfach einen Beutel aus unserem mikroskopisch kleinen Gefrierfach ziehe wie ein Zauberer das Kaninchen aus dem Hut.
- 300 g Mandeln + Haselnüsse, je nachdem, wie kräftig man den Geschmack möchte
- 250g Puderzucker
- 3 Eiweiß
- 45g Kakaopulver
Puderzucker und Kakao sieben, mit den Nüssen vermischen und alles mit dem Eiweiß verrühren, so dass eine klebrigen Masse entsteht. Den Ofen auf 200°C vorheizen. Ungefähr walnussgroße Kugeln formen (am besten die Finger ständig mit Wasser anfeuchten) und auf ein Backblech mit Backpapier legen. Ca. 11 Minuten backen. Die Makronen müssen in etwas aussehen wie auf dem Bild und unten noch ein bißchen weich sein, sie härten beim Abkühlen noch etwas nach. Hervorragende Nervennahrung!