Archives for the month of: Februar, 2008

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There’s a new event out there in the blogosphere of cooking:

no croutons

This time hosted by Lisa’s Kitchen. What the event asks me to do is a vegetarian soup, appealing to carnivours as well as vegetarians. The whole concept of making a vegetarian dish to appeal to a meat eater is a bit strange to me. If it is an appealing (vegetarian) dish, well made, whyever should it not appeal to both groups? But maybe I never really faced the dilemma, because I never changed from meat eater to grass eater, rather grew up as a vegetarian. I never felt the need to distinguish myself from other styles of eating. To this day I really can’t stand vegetarian zealots, newly converted and fanatic about being really, really meat-free. I wish they would simply relax and enjoy their food. Another thing I do not really like is being asked if I eat fish. No. As a general rule, vegetarians do not eat fish, because it is produce from a dead animal. People who claim to be vegetarians and still eat fish are non in my eyes.On to a happier topic: good food. I found a nice recipe for an Italian bean and pasta soup, suiting the requirements of this event perfectly:

Minestra die Fagioli e Pasta

serves 4, generously

  • 225g dried white beans, soaked in water over night
  • 110g soup pasta
  • 1 heaped tablespoon of fresh rosemary, finely chopped
  • a bit of olive oil
  • 1 large onion, finely chopped
  • 2 cloves of garlic, crushed
  • 2 1/2 tablespoons tomato puree
  • parmesan to serve

Drain the beans, but reserve 1,75 litres (top up if necessary). Gently fry the onion in olive oil until golden and soft – about ten minutes. Add the garlic and cook for about another minute. No come tomato puree and rosemary – stir for a further minute. Now add beans and their reserved liquid, bring to boil and simmer very gently for about an hour or until the beans are soft. Add salt, pepper and the pasta, cook for as long as needed to get the pasta al dente. Serve in soup bowls with a lot of parmesan.

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Dass ich fan von gratinierten austern bin, hab ich schon gezeigt, als ich diesen beitrag zu gratinierten speckaustern verfasste. Heute kamen wir auf unserer tour de suisse nach Montreux in der brasserie am bärengraben in Bern vorbei, und fanden gratinierte austern mit pastis. Das klang beim lesen erst mal befremdlich, aber der wohldosierte, leicht anisige geschmack fügte sich erstaunlich passend in die komposition ein. Wieder was gelernt.  Anders als bei den speckaustern ist hier wohl nichts anderes als creme fraiche, etwas ei und pastis am start gewesen, schätze ich. 

p1030111.jpg  

Seeehr lecker! 

Die wikipedia lehrt uns, dass die dickflüssigen, mitunter sahnigen fisch- und meeresfrüchtesuppen namens ‘chowder‘ in amerika vermutlich von französischen seeleuten in den nordosten der heutigen USA eingeschleppt wurden, die ebenjene suppen mit gepökeltem schweinespeck und schiffszwieback anreicherten. Das mit dem schwein in der fischsuppe leuchtet mir noch nicht ganz ein, aber selbst gemacht hab ich sie auch noch nie.Kaufen kann man sie aber am fishermans warf  an der san francisco bay und kriegt sie dort auf wunsch in einer ausgehölten brotkugel serviert. Nicht schlecht. Aber auch nicht top, ist nämlich ein touristenloch dort unten am wasser. Egal.  War trotzdem ganz lecker. crab_resto_7.jpgp1020999.jpg 

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Dies ist mein erster Versuch, Orange Marmalade zu kochen. Das kam so: Neulich war ich wieder in England. Es gab Enteneier zum Frühstück – ein seltener Genuss! Dazu selbstgebackenes Brot mit selbstgemachter Marmalade. Ich bat meine Gastgeberin um das Rezept. Sie sagte, dass ich damit nichts anfangen könne, weil man zur Herstellung von Marmalade “Seville Oranges” brauche. Stattdessen gab sie mir ein Glas mit, das aber vom Liebsten schon bis auf traurige Reste dezimiert worden ist. Woher neuen Stoff bekommen? Gekaufte Marmalade ist nur ein trauriger Ersatz für die selbstgekochte. Eine kurze Recherche ergab, dass es sich bei der geheimnisvollen Frucht um Bitterorangen handelt. Und als ich gestern über den St. Pauli Nachtmarkt schlenderte, traute ich meinen Augen kaum: Bitterorangen! Bio!!! Glückes Geschick! Leider musste ich dann bei der Suche nach einem Rezept feststellen, dass die Herstellung von Marmalade eine Wissenschaft für sich ist – zwar enthalten Bitterorangen viel Pektin, aber anscheinend führt das nicht automatisch zu gutem Gelingen, außerdem muss man die Orangen erst einmal lange kochen. Ich habe dann mehrere Internet-Rezepte funsioniert. Da ich allerdings keine Lust auf mehrstündiges Kochen hatte, habe ich den Drucktopf zum Einsatz gebracht. So lautete das Rezept:

  • 1kg Bitterorangen
  • 1l Wasser
  • Saft von 2 Zitronen
  • 2 kg Zucker (sic!)

Ich habe die Orangen mit dem Wasser in den Drucktopf gepackt und ca. 40 min lang unter Druck gekocht (ohne Drucktopf 2 Stunden). Sie sollten weich werden. Nachdem sie etwas abgekühlt waren, habe ich die Kerne und das Fruchtfleisch herausgekratzt, die Schale in feine Streifen geschnitten und zurück in den Topf geworfen. Fruchtfleisch und Kerne habe ich mit etwas Wasser noch ca. 5 Minuten köcheln lassen und dann durch ein Sieb passiert und ebenfalls in den Topf gelöffelt. Dann noch Zitronensaft und unglaubliche Mengen Zucker dazu. Ich hatte natürlich nicht genug, also musste ich alles, was an Zucker im Haushalt war (Puderzucker, Vollrohrzucker) zusammenkratzen und kam trotzdem zunächst nur auf 1900 g. Das Ganze wurde zum Kochen gebracht und ungefähr 15 min gekocht. Gelierprobe war negativ. Nochmal 10 min gekocht. Half nix. Das Fruchtfleisch noch besser passiert. Immer noch flüssig. Das Eingeständnis der Niederlage: Ich habe ca. 100g Gelierzucker 1:2 dazugegeben (mit “Pektin aus Zitrusfrüchten”, knurr!). Nochmal gekocht, insgesamt etwa eine Stunde. Dann habe ich aufgegeben und den Schlonz in Gläser abgefüllt. Und siehe da, es wurde nachträglich noch fest! Der Geschmack ist unglaublich intensiv und sehr bitter, die Farbe wunderschön dunkel wegen des Vollrohrzuckers – perfekte Marmalade! Was ich nächstes Mal anders mache: ich werde Fruchtfleisch und Kerne im Kochwasser kochen und kein extra Wasser nehmen und dann das ganze mit einem Mulltuch ausquetschen. Außerdem kann man die Zitronen noch am Anfang mitkochen und die Schalen wegwerfen, das sollte auch noch helfen.

Einer der lieben Kollegen, einer mit temporärer Natur, scheint ein wenig ein eingeschränktes Verhältnis zu den vielfältigen kulinarischen Möglichkeiten zu haben, die die Welt einem so bietet. Gestern hatte ich mir einen (inzwischen) klassischen Couscous-Salat gemacht, mit ein wenig Paprika und Petersilie. Eventuell gab es einen Hauch Knoblauch und Zwiebel. Da gab es schon ein wenig Gewürge. Wie ich das denn nur essen könne. Wurde meinerseits durchaus ignoriert.

Heute gab es auch eher wenig außergewöhnlich Mikrowellenkartoffel mit Paprikaquark.

Ignorant: “Du isst aber ganz schön exotisch. Gestern dieses Zeug und heute auch wieder….”

Nein, ich esse ganz normal, wenn man sich nicht von Fertigfutter ernähren will.

Ignorant “Alles, was ich nicht auch esse, ist exotisch”

Juhu. Es lebe die Vielfältigkeit der Kochkultur. Ich glaube, dass ich nicht unglücklich bin, wenn der junge Mann nicht mehr dabei sein wird. Update: der junge Mann ist nach der Mittagspause gegangen worden. Er glaubt auch fest daran, dass Frauen die Kaffee-Feen eines Büros sind und das keine Männeraufgabe sein kann. (“Frauen haben Kaffee im Blut”) Was die entsprechende Kaffee-Fee ein wenig annervt, mich aber schon völlig auf die Palme bringt.

Zurück zu den Mikrowellenkartoffeln:

Mikrowellenkartoffeln

Mikrowellenkartoffeln stellt man her, indem man die Kartoffeln rundherum ein wenig mit einer Gabel einpiekt und dann ohne Abdeckung insgesamt 6 Minuten in die Mikrowelle gibt. Erst 3 Minuten auf der einen, dann 3 Minuten auf der anderen Seite. Schmeckt auf diese Art sehr ähnlich wie Backkartoffeln. Wer mehr auf Pellkartoffel steht, der sollte ein fest schließendes Mikrowellengeschirr nehmen, die Kartoffeln einpieken und zu 2/3 mit Wasser füllen. Das restliche Prozedere bleibt gleich. Dazu ein wenig selbstgebauten oder selbstgekauften Quark – der Frühlingsquark von Butter Lindner ist sehr zu empfehlen – und fertig ist ein schnelles, leichtes Mittagessen.

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