Archives for category: Gemüse

Eigentlich ist es ein wenig peinlich wenn man Männer- oder Frauenmagazine liest. Ich verweigere mich da auch immer dem Einkauf. Und dann kommen die Flüge von A nach B und die Fluggesellschaften legen mir lauter Hindernisse in den Weg,  sowas nicht zu lesen. So auf dem Heimweg aus Vietnam, da habe ich mir eine Men’s Health mitgenommen. Ich möchte als Entschuldigung anbringen, dass ich da schon 13 Stunden Nachtflug von Saigon nach Frankfurt hinter mir hatte und mit ein wenig Nerv den Flug nach Berlin so noch bekommen habe. Da wollte ich nichts kompliziertes mehr und war wahrscheinlich brennend daran interessiert, wie ich in 6 Wochen zu meinem Sixpack komme. Oder so. Irgendwann werde ich noch mal das Experiment wagen und so einen komischen Fitnessplan exakt wie aufgemalt nachmachen und schauen, was dabei herauskommt. Son Sixpack ist ja an sich nichts Doofes. Ich befürchte nur immer, dass ich für ein sichtbares Sixpack zu viel Unterhautfettgewebe aufgeben müsste.
Ejal, zurück zum Thema. In der Ausgabe ging es auch um vegetarische Alternativen zum Steak. Wobei die Gemeinsamkeit mit Steak eigentlich nur darin bestand, dass das Gemüse halt auch in größeren Scheiben gebraten wird. Naja. Wennse denn meinen. Eine der vorgeschlagenen Varianten waren mit Misomarinade bestrichene Auberginenscheiben, die ganz interessant aussahen und auch dann sowohl sofort und heiß als auch kalt am nächsten Tag im Sandwich sehr lecker waren. Tüteneinfach, schnell und gut. Das hab ich gern. Selbst wenn es das Rezept aus einer Männerzeitschrift ist.
Ansicht:

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Eine kleine Herausforderung war es ja schon. Das erste Weihnachten ohne die Familie. Aber was tun? ATB und Onkel Mattel weilten in Myanmar, Little Sister mit Familie am Bodensee und da habe ich schon frühzeitig den GröFaZ um weihnachtliches Asyl gebeten und es auch gewährt bekommen. Fremde Traditionen – was essen die an Weihnachten? Ist das festgelegt? Wer kocht denn da? Kann ich mir was aussuchen? Gibt es in der Stadt auch alles, was ich für normal oder unabdingbar für die ausgewählten Rezepte halte?
Ging dann alles. Da niemand Einwände hatte, habe ich mir einfach Rezepte ausgesucht und das meiste ließ sich auch lokal besorgen – bis auf die Kaffirlimettenblätter (Rezept dazu folgt irgendwann die Tage), aber eine Sache lässt sich ja locker mitnehmen. Hier der einfache Teil: eine Wiederholung eines Rezeptes, bei dem ich sicher sein konnte, dass es auch wirklich funktioniert. Rosenkohlgratin mit Rosmarin.

Blanchierter Rosenkohl, fein in einer Schicht in der Form. Schon mit Guss und Nüsschen.

Sorgfältig den restlichen Käse rüberstreuen. Wie man sieht war es trotz eigentlich großer Küche dann doch irgendwann auf allen Arbeitsflächen voll.

Fertiges Gratin mit einem fiesen Rotstich, den ich nicht rausbekomme. Das habe ich davon, dass ich auf dem fertig dekorierten Tisch ohne Blitz und aus der Hand fotografiere…

…. und der Rosenkohl in seinem natürlichen Habitat: auf dem Teller mit den anderen netten Dingen.

Rosenkohlgratin mit Rosmarin

Für 4 Personen

750g Rosenkohl
2 kleine Zwiebeln
6 Zweige Rosmarin
50g Walnüsse
150ml Sahne
125g Parmesan
Salz, Pfeffer

Rosenkohl putzen, halbieren und 5 Minuten in Salzwasser blanchieren. Das Kochwasser aufheben, zumindest 200ml davon.
Den Backofen auf 200° vorheizen. Zwiebel und Rosmarin hacken, Walnüsse in Stücke brechen. Die Drei dann in Olivenöl ca. 2-3 Minuten anbraten und mit dem Rosenkohlsud ablöschen, ein paar Minuten einkochen lassen. Sahne und 100g Käse dazu – der Käse soll schmelzen. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Rosenkohl in einer feuerfesten Form mit der Sauce übergießen, restlichen Käse rauf und ca. 20-25 Minuten backen.

Eine meiner liebsten Wintersuppen überhaupt. Großartiges Zeug, lässt sich noch dazu halbwegs anständig einfrieren. Zu Beginn des Winters habe ich im Büro-Tiefkühler eine Tupperdose gefunden, die aussah als wäre es eine der meinen. Natürlich unbeschriftet. Da ich keinen besseren Plan für mein Mittagessen hatte, wurde es Überraschungssuppe, die sich als wunderbares Maischowder vom Ende des letzten Winters herausstellte.
Als dann Little Sister kurz vor Weihnachten umgezogen ist und über das Wochenende keine funktionierende Küche – aber eine Mikrowelle – hatte, habe ich einen größeren Container der Suppe gemacht und vorbeigebracht. Selbst der Beste Neffe hat Berichten zufolge die Suppe gern gegessen.
Mir schmeckt die Suppe am besten mit Tiefkühlmais und bedauere es deswegen sehr, dass es seit Jahren den nur noch im Bioladen und nicht mehr in den regulären Supermärkten gibt. Mit Dosenmais geht es natürlich auch, schmeckt aber nicht ganz so gut und ich rate sehr dazu, nach einer Sorte zu suchen, bei der ‘extra knackig’ oder so drauf steht. Sonst schmeckt es rasch arg matschig.

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Eigentlich dachte ich, dass dieses Essen viel zu simpel ist, als dass ich mir die Mühe eins Bildes und Eintrages hier machen müsste. Aber dann: die Suppe ist ein Gedicht! Ich fürchte fast, dass es auch daran liegt, dass ich die Suppe gestern Abend vorgekocht habe und dabei auf dem Herd vergessen habe. Sie hat eine kleine Ewigkeit zart vor sich hingesimmert, während ich mich den Freuden des Bügelberges hingegeben habe. Leicht süßlich, eher zart im Geschmack und doch nicht nur heiß sondern auch auf Zimmertemperatur (wo Blumenkohl ja gern einen unangenehmen Kohlgeruch verbreitet) einfach gut. Eigentlich hatte ich vor, in die Suppe selber Gorgonzola reinzuschmelzen, habe es dann aber nicht über’s Herz gebracht, diese Einfachheit mit Käse zuzukleistern und so gab es zur Suppe einen mit Gorgonzola überbackenen Schusterjungen (für nicht-Berliner: das sind Roggen-Weizenmehlbrötchen, zum Teil auch mit Zwiebeln im Teig).
Heute gab es mit der Suppe eine wundervolle Mittagspause und weil die Sonne so schön schien auch gleich ein Bild für’s Blog mit der gräßlichen Handykamera (TM) geschossen.

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Wenn ich mal vom Urlaub absehe, so ist es diese Woche das erste Mal im aktuellen Sommer, dass ich 3x Schwimmen war: Montag im Tegeler See, Mittwoch in der Krummen Lanke und heute rasch in der Mittagspause im Prinzenbad. Wenn ich es genau time, dann kann ich einen Schwimmbadbesuch in die Mittagspause der Heimarbeit reinquetschen. Zum Glück brauche ich nur 5 Minuten mit dem Rad, um ins Bad zu kommen und gegen halb 1 außerhalb der Schulferien ist da auch keine Schlange. Also rein, umgezogen und ins 50m-Becken gefallen, um eine kleine Runde zu schwimmen. Beim Trocknen auf der Wiese kann man es sich gut gehen lassen in der Sonne und ein mitgebrachtes Mittagessen vernichten, so dass auch der eigentliche Zweck der Pause wahrgenommen wird. Blöd ist nur, dass ich dann gern denke: eigentlich, eigentlich müsste ich doch gar nicht mehr zurück an den Rechner und weiterarbeiten. Es wäre doch viel schöner, wenn ich auf der Wiese bliebe. Ein wenig lesen, ein wenig dösen und dann eine neue Runde schwimmen, bis es irgendwann Abend wird und ich mich auf den Weg zum Konzert mache. Leider ist mein Pflichtbewusstsein stärker und weil ich schon so schön dabei bin, teile ich auch gleich das Rezept für den Kartoffelsalat, der heute mit ins Schwimmbad gehen durfte.

Eine Augenweide ist er in dieser Präsentationsform nicht, aber nu. Schmecken tut er.

Schwimmbadkartoffelsalat

für 1-2 als leichtes Mittagessen

2 großzügige Handvoll neuer Kartoffeln, gekocht, geschält und in Würfeln
1 kleine Zwiebel, in feinen Würfeln
1 Handvoll echten Feta, in Würfeln
1 Handvoll schwarze Oliven, entsteint
1 Handvoll getrocknete Tomaten, gehackt
4 TL Mayonnaise
4 TL Crème fraîche
1 TL Olivenöl
2 EL Petersilie, frisch gehackt
Salz, Pfeffer

Mayo, Öl, Crème fraîche, Petersilie, Salz und Pfeffer zu einer glatten Crème verrühren. Restliche Zutaten zusammen in eine Schüssel geben und mit dem Dressing mischen. Mindestens Stunde, besser über Nacht ziehen lassen. Höchstwahrscheinlich muss noch nachgesalzen werden.

In Tupperschüsseln der Wahl füllen und mit ins Freibad nehmen.

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