Archives for category: Gemüse

Seit ich auf Pinterest rumhänge, habe ich viel mehr Rezeptideen, die in komischen amerikanischen Einheiten sind auf meiner ‘ach, das könnte ich doch auch mal kochen’-Liste. So auch das hier – Pasta mit einer Alfredo aus gerösteter Paprika und Ziegenkäse. Klang gut und ist gut. Und wenn man, wie ich, bereit ist die Paprika bis nahezu zur Unkenntlichkeit vergrillen zu lassen, dann lässt sich die Paprika auch sehr einfach häuten. Wichtig ist dabei: niemals auf die Idee kommen, das man das mit grüner Paprika machen könnte. Vergiss es. Das endet nur in Tränen. Gelbe, orangene und rote Paprika sind die einzigen, bei denen man über ein Häuten nachdenken sollte. Irgendwann habe ich mal gelernt, dass bei vielen Menschen, die sagen, dass sie keine Paprika mögen, der Grund ist, dass sie die Haut nicht gut vertragen. Zu schwer verdaulich oder komische Textur oder so. Für solche Menschen ist dieses Rezept ein hervorragender Einstieg in eine lebenslange, na Liebe wäre wahrscheinlich zu viel verlangt, aber dann doch Toleranz mit Paprika als gekochtem Gemüse. Das ist wie Menschen, die sagen, dass sie keine Rote Bete mögen und damit meinen, dass sie schlechten Essig nicht leiden können. Paprika ist lecker. Vor allem in dieser Form:

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Verregnete Wochenenden werden von mir gern genutzt, um ein wenig auf Vorrat für die kommende Woche zu kochen. So auch neulich – ich hatte schon dies & das fertig gekocht und noch Zeit und Zutaten für eine größere Runde an Tomatensauce. Tomatensauce kann man immer mal gebrauchen, sei es in ihrer ursprünglichen Bestimmung als Begleiter zu Nudeln (egal ob Spaghetti oder Lasagne), als Füllung für Pfannekuchen, als Dip für irgendwelche Fritters oder Basis für Suppen. Es gibt immer einen Einsatz. Gesagt, getan. Um des Neuheitsfaktors Willen habe ich mir sogar ein echtes Rezept (im Gegensatz zu dem aus der la main Lameng) ausgesucht. Mit Möhre drin. Das gefällt mir sehr gut, ist aber deutlich gemüsiger, als ich es bis dato von meiner Tomatensauce gewohnt war. Und irgendwie auch ein wenig süßlicher. Passt zu vielem, ist aber das Falsche, wenn man da jetzt viel Chili oder Oliven reinmachen will. Wollt ich dieses Mal aber gar nicht. Irgendwie war die Sauce dann erstaunlich schnell aufgebraucht (ich meine, dass ich einen Nudelauflauf gemacht habe, Pfannekuchen mit Tomatensauce und Cheddar gefüllt habe und sie bei Pellkartoffeln mit Quark habe zu Wort kommen lassen. Und eine Suppe hat auch noch kurz gegrüßt. Mir fällt auf, das ich da überall alte Rezepte genommen habe, die nie ihren Weg ins Blog gefunden haben). Ejal, erstmal das, was gerade da ist fertig machen:

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Wunderbares Essen für einen kühlen Frühlingstag: Kohlrabi-Petersiliensuppe. Neulich ausgetestet und definitiv für gut befunden.Die Suppe ist denkbar einfach und in unter einer halben Stunde fertig auf dem Tisch und soll deswegen auch mein Aprilbeitrag zu Cucina Rapida werden.
Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

Ich esse Kohlrabi sehr gern und bin ein wenig gefürchtet, weil ich fast alle Suppen püriere, bis sie fast vollständig glatt sind. Ich mag das. Stückige Eintöpfe haben auch ihren Platz, aber Süppchen lieber in glatt. Klare Suppen mit Einlage mache ich fast nie. Frühlingskochen ist gern ein wenig schwierig: ich mag die Wintergemüse nicht mehr sehen aber so richtig viel an neuen Sachen gibt es noch nicht, schon gar nicht zu Frühlingsbeginn, wenn wir mal von Bärlauch absehen. Aber Kohlrabi ist für mich nicht eindeutig Winter und gewinnt durch die Zitronenschale und die Petersilie die ersten Frühlingsanklänge. Man kann sicherlich auch irgendeine Form von Brot zu dem Süppchen nehmen, mich würde es aber schon fast bei der Zartheit stören, da noch mehr Geschmacksebenen reinzubringen.

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Irgendwann, es muss rund um den St. Patrick’s Day gewesen sein, bin ich über dieses Rezept gestolpert: ein vegetarisches Guinness Stew. Es klang einfach und nett und ansprechend, so dass ich es gleich machen wollte. Auf dem Heimweg von der Arbeit wollte ich noch rasch die fehlenden Zutaten einholen – insbesondere natürlich das Guinness. In meiner Wohnung wohnt in den allermeisten Fällen kein Bier. Ich trinke nicht gern welches und Gäste dürfen sich wahlweise eigenes mitbringen oder sich mir bei Wein/Cocktail/Tee/Wasser anschließen. Entsprechend war ich dann ein wenig überrascht als ich beim Supermarkt am Wegesrand kein Guinness bekommen habe. Das gibt es nicht überall? Da schau mal einer guck. Ich war weder gewillt noch einen Umweg zu fahren noch meine Pläne für den Abend so wirklich abzuändern. Ergo der Beschluss: Alkohol ist Alkohol. Wenn ich kein Guinness bekomme, dann nehme ich halt einen kräftigen französischen Landwein. Das konterkariert zwar den Namen des Stews, aber nun. Man kann nicht alles haben.
Ich habe experimentell ein wenig frisch gehackte Petersilie unter ein Schüsselchen des Stews gegeben und kann nur sagen: nein, nicht machen. Das macht es leider nicht besser, sondern schlechter. Also, bis auf die Optik. Die war mit Petersilie besser. Besonders schick sind die unglaublich süßen Möhrchen, das muss einfach mal gesagt sein.

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Eigentlich war es ein Rezept, um Möhrchen für Kinder zu verstecken. Ich habe zwar bisher nie ganz verstanden, warum man Gemüse vor Kindern im Essen verstecken muss – was sicherlich daran liegt, dass meine Erfahrung mit kleinen Kindern eingeschränkt ist und ich meist gute Esser kennengelernt habe – doch diese Suppe werden auch Erwachsene sehr gern essen, weil sie einfach total lecker ist. So richtig lecker, zum Reinlegen gut.
Mir wurde schon leicht vorwurfsvoll erklärt ‘Schatzi, Du isst einfach gern Butter’. Das ist richtig. Das gilt auch für Käse, insbesondere in geschmolzener From. Noch dazu mag ich tot pürierte Suppen und vor allem Möhrensuppen in verschiedenen Wärmestufen und Geschmacksrichtungen. Möhren sind dankbar zu verarbeiten: billig, saisonal gefühlt immer angemessen (wahlweise junge Frühjahrsmöhrchen oder gut gelagerte große Wintersorten), gut zu vertragen und total gesund mit Betakarotin, das, happy coincidence, Fett braucht, um vom Körper gut aufgenommen und verarbeitet werden zu können.
Mir sind die ganzen Gründe ehrlich gesagt total egal. Ich esse sie einfach wirklich gern. Besonders in Form dieser Suppe.

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