Archive für Kategorie: Basis

 

Aus der Kategorie: wennste Fleisch essen willst, dann mach das doch. Will ich aber nicht. Und dass das Rezept eigentlich traditionell mit Schweinebauch? Rindsfilet? gehört, das habe ich erst hinterher erfahren. Können andere auch gern essen, aber ich mag das hier. Das ist ein schönes Essen im eigenen Recht und erstaunlich versatil. Es lässt sich gut roh essen, vor dem Braten (ich habe genascht), direkt heiss aus der Pfanne mit Reis oder Nudeln und auch hinterher kalt als Sandwichbelag – das habe ich ausgetestet indem ich den kalten Bulgogi-Tofu zwischen mit geschmolzenem Raclettekäse belegtes Baguette geschoben habe. Ich kann mir auch vorstellen, dass das gut in einer Bastardversion von Bahn Mi kommt. Ich denke also, dass sich diese Tofuvariante einen festen Platz in meiner Küche verdient hat. Wo doch gerade der Sommer mit grossen Schritten naht und ich immer wieder Essen brauche, dass sich gut auf einen Spaziergang in der Mittagspause mitnehmen lässt. Je schöner das Wetter wird, desto weniger finde ich die Idee attraktiv, die Mittagspause in der Büroküche zu verbringen. Und um so mehr Rezepte brauche ich, die für ein Minipicknick geeignet sind. Eigentlich esse ich lieber 3x am Tag warm, aber der Drang nach Draussen ist grösser als der Drang zum warmen Essen. Opfer müssen gebracht werden.

Tofu Bulgogi - Kochen für Schlampen Den Rest des Beitrags lesen »

Neulich, gut, vor einigen Wochen, war der GröFaz kränkelnd. Gut wie ich bin, habe ich ihm eine Hühnersuppe gekocht, als Krankenkost. Und weil ich so gar keine Ahnung habe, wie das eigentlich geht, habe ich mal die Schritte dokumentiert da es sicher noch andere Menschen gibt, denen es an der Stelle geht wie mir. Ich bin ohne Hühnersuppe gross geworden (überraschend in einem langjährig vegetarischen Haushalt, oder?) und hatte so nicht den Referenzrahmen von ‘das hat Mama immer so gemacht’ und habe einerseits die Bastelanleitung vom GröFaZ genommen und andererseits den Rest dann als best guess. Die Rückmeldung war, dass alles an sich sehr schön gewesen sei, aber das nächste Mal bitte nicht Rosmarin, sondern Thymian. Das kann ich mir merken.

Hühnersuppe | Kochen für Schlampen

So. Ich habe mir ein ausgewachsenes Huhn genommen, ein Suppengrün, ein wenig Rosmarin und Zitronenschale. Das Suppengrün bestand aus Möhre, Knollensellerie, Wirsing, Zwiebel, Lauch und Petersilienwurzel. Alles in Mundgerechte Stücke schnitzen. Nur nicht das Huhn, das bleibt wie es ist.

Hühnersuppe | Kochen für Schlampen

Das Huhn im Suppentopf auf das Gemüsebett legen und mit kaltem Wasser aufsetzen und milde salzen. Das Wasser sollte das Huhn knapp bedecken. Langsam zum Kochen bringen und dann bei geschlossenem Deckel für wenigstens 2 Stunden leise vor sich hin simmern lassen. Nach dem Auskühlen das Huhn in mundgerechten Stücken zerfleddern und zurück in die Suppe geben. Wieder aufkochen und dem kranken Huhn reichen.

Hühnersuppe | Kochen für Schlampen

Das ist natürlich dann eine grössere Runde an Hühnersuppe, wird vom Kranken aber gern in Gänze aufgegessen. Und dann um Nachschub gebeten.

Hühnersuppe | Kochen für Schlampen

Erstaunlicherweise ist Hühnersuppe tatsächlich eine wunderbare Krankennahrung und nicht nur wegen der Tradition. Sie hat eine entzündnungshemmende Wirkung (warum scheint keiner zu wissen), sie wirkt schleimlösend und heizt den temperaturempfindlichen Schnupfenviren so ein, dass sie frühzeitig sterben.

Esst mehr Suppe als Krankenessen!

 

Mandelmus ist eine der Sachen, mit denen ich am Frühstückstisch gross geworden bin. Es gab häufig Nussmuss, Mandelmus, Mischmus oder den heiligen Gral: Cashewmus. An den heiligen Gral habe ich mich dieses Mal nicht gemacht, aber an das zweitbeste: Mandelmus. Ich hatte es vor einer Weile schon einmal probiert und da ist es vor allem eines geworden – viel zu süss.
Als ich mich daran gemacht habe, dachte ich, dass das nie was werden kann. Aus ganzen Mandeln soll ein Mus werden ohne Zusatz von Öl oder sonst etwas, um das ganze schmanderig zu machen. Wundersamerweise geht es doch, es braucht nur eine ganze Menge Geduld. Und es hilft, wenn man einen ordentlichen Blender hat. Neu für mich war das hinzufügen von Zimt – gar  nicht doof, muss ich sagen. Neben dem Brötchen ist auch ein Apfelschnetz eine dankbare Unterlage für das Zimt-Mandelmus. Es geht sicherlich auch als Füllung für Hefekränze. Zu meinem grossen Bedauern habe ich immer noch keine zuverlässige Quelle für Fremdkuchen in Zürich gefunden. Neulich habe ich mich hierhin begeben: Conditorei Stocker. Pf. Ich habe eine Wähe probiert (Rhabarber) und ich bin der festen Überzeugung, dass in dem ganzen Kuchen kein einziger Esslöffel Zucker drin war. Und damit war der schon eher pointless. Beim nächsten Besuch habe ich eine Schnecke probiert, die sich als zuckerarm (nicht frei) herausgestellt hat und leider nicht mit saftigen Rosinen sondern einer merkwürdigen Nussmischung gefüllt und zu allem Überfluss auch noch staubtrocken war. Wenn man aber einen schönen saftigen Hefeteig macht, dann kann ich mir dieses Mus oder eines seiner Cousinen gut in der Füllung vorstellen.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Den Rest des Beitrags lesen »

Jedenfalls, unter Brötchens. Für normale Menschen ist das immer noch langwierig und mit Planung und nachdenken. Oder ich bin einfach zu schnellebig. Das kann natürlich auch immer sein. Jedenfalls war es ein Sonntag im Januar (ich bin recht stark mit den Postings hinterher). Ich war aufgestanden, gefrühstückt und hatte am Abend vorher noch Mandelmus gemacht (Rezept folgt. Irgendwann sicher). Nur… ich wollte doch auch gern ein wenig von dem Mandelmus essen. Brot: alle. Toast: alle. Bäcker: eh, jetzt 10 Minuten Berg hoch und runterlaufen? Bin ich zu faul zu. Ich bin selektiv faul. Denn um selber Brötchen zu backen, das widerum war gar kein Problem. Also frisch ans Internet, irgendwo hatte ich doch was von Sauerrahmwecken gelesen. Sauerrahm habe ich zwar eigentlich nie im Hause, aber Crème fraîche ist fast doch fast das gleiche. So oder so ähnlich ging meine Logik. Und ja, da steht zwar was von langsamer Gare im Kühlschrank über Nacht, aber sooo wichtig ist das doch sicher auch nicht. Bei Hefeteig für Kuchen geht auch beides! Brot/Brötchenbacken und ich sehen da nicht so ganz Aug in Auge. Ich fürchte, ich bin da einfach nicht geduldig und präzise genug für. Doch, wie soll ich sagen? Es wurden gar schöne und güldene Sonntagsbrötchen. Geschmacklich und von der Konsistenz mehr als auf halbem Wege zwischen einem Milchbrötchen und einer ordentlichen Schrippe. Trotz Abkürzungen und Abwandlungen. Ich war nur unsicher, weil keine Backzeit genannt wurde und habe mich dann willkürlich für 20 Minuten entschieden zum Nachschauen. Nach 25 Minuten habe ich sie dann für fertig erklärt. Mit 1-2 Minuten weniger wären sie sicher auch gut geworden. Ach ja. Die falsche Mehlsorte hatte ich auch noch.

Sauerrahmwecken I Kochen für Schlampen

Den Rest des Beitrags lesen »

Manchmal, manchmal ist der Sommer nicht ganz richtig. Nicht so warm oder trocken, wie ich ihn gern hätte. Im Sommer sollte es meiner Meinung nach regnen, wenn ich entweder schlafe oder im Büro bin. Nicht wenn ich Freizeit habe. Dann soll es warm und trocken, im Idealfall sogar noch sonnig sein. Schwül ist nicht so toll, nehme ich aber in Kauf, wenn dafür die anderen Punkte stimmen. Nundenn. An einem der nicht-idealen Sommertage wollte ich Kartoffelbrei. Aber bitte in einer sommerlichen Variante. Ein wenig Trostessen dafür, dass ich nicht meinen Wunschsommertag hatte. So ein weicher Kohlehydratberg ist schon was schönes. Hier mit kleinen frittierten Zucchiniwürfeln, getrockneten Tomaten, Knoblauch und Parmesan. Das rettet den Tag mit einer weichen Landung, nimmt alle eventuellen harschen Ecken und wickelt einen in Comfort Food ein. Das ist wie an einem kalten Tage, sich in die Lieblingsdecke auf der Couch zu wickeln, nur mit Essen.

Den Rest des Beitrags lesen »

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Schließe dich 185 Followern an