Archives for category: Basis

Verregnete Wochenenden werden von mir gern genutzt, um ein wenig auf Vorrat für die kommende Woche zu kochen. So auch neulich – ich hatte schon dies & das fertig gekocht und noch Zeit und Zutaten für eine größere Runde an Tomatensauce. Tomatensauce kann man immer mal gebrauchen, sei es in ihrer ursprünglichen Bestimmung als Begleiter zu Nudeln (egal ob Spaghetti oder Lasagne), als Füllung für Pfannekuchen, als Dip für irgendwelche Fritters oder Basis für Suppen. Es gibt immer einen Einsatz. Gesagt, getan. Um des Neuheitsfaktors Willen habe ich mir sogar ein echtes Rezept (im Gegensatz zu dem aus der la main Lameng) ausgesucht. Mit Möhre drin. Das gefällt mir sehr gut, ist aber deutlich gemüsiger, als ich es bis dato von meiner Tomatensauce gewohnt war. Und irgendwie auch ein wenig süßlicher. Passt zu vielem, ist aber das Falsche, wenn man da jetzt viel Chili oder Oliven reinmachen will. Wollt ich dieses Mal aber gar nicht. Irgendwie war die Sauce dann erstaunlich schnell aufgebraucht (ich meine, dass ich einen Nudelauflauf gemacht habe, Pfannekuchen mit Tomatensauce und Cheddar gefüllt habe und sie bei Pellkartoffeln mit Quark habe zu Wort kommen lassen. Und eine Suppe hat auch noch kurz gegrüßt. Mir fällt auf, das ich da überall alte Rezepte genommen habe, die nie ihren Weg ins Blog gefunden haben). Ejal, erstmal das, was gerade da ist fertig machen:

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Von meinem letzten Besuch in Ely (zu dem ich immer noch Bilder vom Cream Tea in der Pipeline habe) habe ich gemälztes, Eichen geräuchertes  Mehl mitgebracht. Es stand ein Weilchen unmotiviert in meiner Küche, weil ich ursprünglich dachte, dass ich damit ein Brot backen will und dann immer wieder feststellen musste, dass mein Brotbackbedürfnis eher eingeschränkt ist. Mein Pizzabedürfnis ist da eindeutig höher. Und wenn ich schon dabei bin, dann könnte man doch den Rauchgeschmack noch dadurch verstärken, dass statt normalem Mozzarella Scamorza nimmt…? Man kann. Passt sehr schön. So habe ich mich dann eines Nachmittags hingestellt und eine mittlere Portion Teig hergestellt, ein wenig Tomatensauce und habe quasi die geräucherte Variante einer Margherita gemacht. Geräuchterter Boden, geräucherter Käse und in die Sauce ein wenig Pimenton dazugegeben. Ein wenig hatte ich befürchtet, dass die Rauchnote dann zu überwältigend würde, aber zum Glück hat sich das nur sanft gegenseitig referenziert und mich nicht mit der Keule erschlagen.
Wenn der Boden dünn genug ist, dann lässt sich auch im gewöhnlichen Haushaltsofen eine sehr okaye Pizza herstellen, auch wenn man keinen richtigen Pizzaofen hat. Ein Luxus, den ich bisher nicht in meiner Küche einziehen sehe.

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Mardi Gras. Faschingsdienstag. Veilchendienstag. Schissmelledienstag. Schübligziischdig. Wie immer ihr es nennt. Es ist heute: der Tag zwischen Rosenmontag und Aschermittwoch. Interessanterweise bedeutet Shrove Tuesday ‘Beichtdienstag’ und scheint eine der wenigen Nischen zu sein, in denen das Wort Shrove überlebt hat. Vor allem ist es auch Pancake Tuesday und in der Form wollte ich mich dem Hingeben, um bei Barbaras Aufruf nach Rezepten für die Karnevalszeit mitzumachen. Ich gehöre zu den Menschen, die in einer Weltgegend groß geworden sind, in der Fasching etwas für Kinder ist und es keine (ok, in seit dem Einfall der Bonner gibt es einen verhungerten) Karnevalsumzüge gibt. Unser Karneval ist ein neues Fest, das im Mai gefeiert wird, wenn es gute Chancen auf anständige Temperaturen gibt, bei denen man auch tatsächlich gern draußen unterwegs sein will: der Karneval der Kulturen. Da ist die halbe Stadt gesperrt, es gibt große Umzüge und tausenden Menschen kommen dazu, um mitzufeiern, lustige Dinge zu essen und einen schönen Tag zu verbringen.

Rezepte für die tollen Tage
Pancake Tuesday hat sich wahrscheinlich entwickelt, um kurz vor Beginn der Fastenzeit noch schnell die reichhaltigen Lebensmittel aufzubrauchen, bevor es nicht mehr erlaubt ist, die zu essen. Dazu gehören Fett (insbesondere Butter), Milch, Eier und Zucker. Pfannekuchen sind dankbare Resteverwerter, da man sie mit eigentlich allem füllen kann, was die Küche gerade so hergibt. Egal, ob man noch ein wenig Tomatensauce und einen Rest Käse hat oder ein wenig Restapfelmus, bei dem man nicht so genau weiß, was man damit eigentlich noch machen soll oder Gemüse-/Fleischreste, die alle in zarte Pfannekuchenhüllen gesteckt und dann mit Genuss gegessen werden können. Noch dazu ist es eines der am einfachsten zu kochenden Gerichte überhaupt und wahrscheinlich nach Grießbrei oder Milchreis das erste, was die meisten lernen zu machen. Es gibt hunderterlei Varianten die Pfannekuchen herzustellen. Ich habe mich hier für eine sehr einfache, neutrale Variante entschieden. Das Rezept ergibt bei mir einen kleinen Stapel von 10 Pfannekuchen:

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Eigentlich dachte ich, dass dieses Essen viel zu simpel ist, als dass ich mir die Mühe eins Bildes und Eintrages hier machen müsste. Aber dann: die Suppe ist ein Gedicht! Ich fürchte fast, dass es auch daran liegt, dass ich die Suppe gestern Abend vorgekocht habe und dabei auf dem Herd vergessen habe. Sie hat eine kleine Ewigkeit zart vor sich hingesimmert, während ich mich den Freuden des Bügelberges hingegeben habe. Leicht süßlich, eher zart im Geschmack und doch nicht nur heiß sondern auch auf Zimmertemperatur (wo Blumenkohl ja gern einen unangenehmen Kohlgeruch verbreitet) einfach gut. Eigentlich hatte ich vor, in die Suppe selber Gorgonzola reinzuschmelzen, habe es dann aber nicht über’s Herz gebracht, diese Einfachheit mit Käse zuzukleistern und so gab es zur Suppe einen mit Gorgonzola überbackenen Schusterjungen (für nicht-Berliner: das sind Roggen-Weizenmehlbrötchen, zum Teil auch mit Zwiebeln im Teig).
Heute gab es mit der Suppe eine wundervolle Mittagspause und weil die Sonne so schön schien auch gleich ein Bild für’s Blog mit der gräßlichen Handykamera (TM) geschossen.

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Die Woche vom 21. Februar ist in Großbritannien National Chip Week, eine Festwoche die wir dem Potato Council verdanken. Das Ziel dieser Festwoche ist es, den Konsum von Fritten zu steigern. Hat bei mir auch funktioniert, nachdem bbcgoodfood mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass wir Frittenfestwoche haben, habe ich mich gleich den einen Abend hingestellt und habe Süßkartoffelchips im Ofen gebacken. Lecker, kann ich dazu nur sagen.
Für interessierte an dem aktuellen Stand der britischen Frittenproduktion und welche Kartoffelsorten zu welcher Jahreszeit zur Chips-Herstellung am besten geeignet sind, dem sei die Folge ‘Chips‘ des Food Progammes von Radio 4 ans Herz gelegt. Normale Fritten wollte ich nicht machen, aber da ich eh noch eine Süßkartoffel rumliegen hatte, bot es sich an, Ofenfritten damit zu machen (ich habe eine irrationale Abneigung gegen das Frittieren am heimischen Herd). Und dazu wollte ich Limetten-Mayo. Gab’s dann auch. Dazu einfach normale Mayo machen, aber natürlich mit Limettensaft statt Essig und mit der abgeriebenen Schale einer halben bio-Limette drin.

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