Schon vor einiger Zeit wollte ich ja melanzane di parmigiana machen… Und jetzt bin ich endlich dazu gekommen. Meine Variante schien mir deutlich weniger schwer zu sein als das, was ich so aus Restaurants kenne und auch deutlich fruchtiger in der Gesamtanmutung. Vielleicht ist die parmigiana so nicht ganz orthodox, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Ich hatte zu viel Zeug vorbereitet, als dass alles in die kleine Auflaufform gepasst hätte… aber so gab es am nächsten Tag (mal wieder) ein schönes Resteessen: getoastetes Pide mit gebratenen Auberginenstreifen, Tomatensauce und Mozzarellawürfeln. Und weil ich zu fauol zum Fotografieren war, stellt sich der geneigte Leser bitte selber vor, wie ein Auberginensandwich aussieht.
Meine melanzane di parmigiana gibt es hier in der Ansicht:

melanzane di parmigiana
für 2
- 2 Auberginen, längs in dünne Scheiben geschnitten
- Mehl zum Bestäuben
- viel Olivenöl (und konsequenterweise auch Küchenkrepp)
- 1 große Dose pomodori pelati, gewürfelt
- Meersalz
- 1 große Handvoll frisches Basilikum, gezupft
- 200 g Mozzarella, in Würfeln
- 150 g Parmesan, frisch gerieben
Die Auberginenscheiben mit Mehl bestäuben und in heißem Olivenöl braten, bis sie auf beiden Seiten gold-braun sind. Auf Küchenkrepp das überschüssige fett abtropfen lassen. Währenddessen in ein wenig Olivenöl die gehackten Tomaten mit Meersalz würzen und auf etwa die Hälfte einkochen lassen. Währenddessen den ofen auf 180° vorheizen.
In einer Auflaufform Aubergine, Tomaten, Basilikum, Mozzarella und Parmesan abwechselnd schichten. Mit Parmesan als letzter Schicht abschließen und für 15-20 Minuten im Ofen verschwinden lassen.
Vor dem Essen ein klein wenig abkühlen lassen, damit man sich nicht den Mund verbrennt.
Fruchtig-frischer Sommerauflauf. Erstaunlicherweise.
…ich glaube das werde ich einfach mal nachmachen, da ich ich ein Liebhaber von Aufläufen & Gratins bin.
Werde dann berichten ob dieser so “Gut” war wie er hier aussieht.
LG Andy
Herrlich! Einer meiner Lieblingsaufläufe. So schmeckt der Sommer.
Sieht gut aus und hört sich noch besser an! Wird nachgebacken! Ha! Ich weiß auch schon wann und für wen nächste Woche
Sieht super aus und mipi hat absolut recht: “so schmeckt der Sommer”
Das sieht köstlich aus! Genau das richtige für den hier anstehenden Wochenendbesuch, schließlich will ich derweil nicht lange am Herd stehen müssen.
hab noch nie eine gemacht aber dein Rezept wird mich dazu verleiten.
Meine melanzane di parmigiana ist immer ziemlich schwer. Ich werde mal deine ausprobieren. Ein bisschen Knoblauch muss ich einbauen, aber davon dürfte sie ja nicht viel schwerer werden. Schaut wirkich sehr lecker aus.
Ich bin auf die Ergebnisse und Kommentare gespannt, wenn diese Form der melanzane di parmigiana nachgebaut wird. Verbesserungsvorschläge nehme ich gern an, auch wenn ich glaube, dass Knoblauch hier vielleicht nicht sooo gut harmoniert. Er würde das Ganze natürlich nicht schwerer machen, nur würde das fruchtige Element vielleicht nicht mehr ganz so schön durchkommen.
…. nachgebaut und eine handvoll angeröstete Pinienkerne addiert! Kein Knoblauch!
Bleibt fruchtig und hat ein weiteres nettes Aroma.
Onkel Mattel hat die Melanzane di Parmigiana nicht nachgebaut, weil er sie vor 30 Jahren schon vorgebaut hat. Das Rezept konnte man ganz ähnlich in Barbara Rüttings Kochbuch finden. Der entscheidende Unterschied bestand allerdings darin, dass die Rütting-Version fast vollkommen ohne Öl auskam, denn die Auberginen wurden nicht angebraten (wg des Öl-Aufsaug-Effekts), sondern einfach in Salzwasser gekocht. Stellt geschmacklich so gut wie keinen Unterschied dar, ist aber vor allem (fast) ölfrei. Variieren kann man natürlich nach Lust & Laune bzw. Geschmacksinteresse, z.B. beim beim Schichten kleingeschnitte Merguez untermischen. Die Kombi von fruchtig und scharf ist nicht uninteressant. Guten Appetit.
Naja, Aubergine schmeckt schon deutlich unterschiedlich, je nachdem ob man sie koct oder brät… Ich kann mich nicht erinnern, das mal mit gekochter Aubergine gegessen zu haben – ist das nicht ein wenig wässrig?
… da drängt sich mir die Frage auf: warum ölfrei?
@kochschlampe: na, da hat Dich eben die Erinnerung verlassen. Diesen Auflauf [mit gekochter Aubergine] hast Du garantiert mehrmals gegessen. O.k., ist schon lange her, aber war so. Isch schwör! Und wässerig schmecken die Auberginen wirklich nicht. Wegtupfen – in diesem Fall eben das Wasser – kannst Du ja immer noch.
@Leo Cernitori: ölfrei muss ja nicht unbedingt sein, ist eben nur eine Alternative. Auberginen saugen nun mal das Öl wie einen Schwamm auf, da kannste hinterher soviel Du willst mit Küchenrollenpapier wegtupfen.
@ Onkel Mattel: das war/ist mir tatsächlich völlig entfallen.
Nachgekocht gestern Abend für Gäste und es war göttlich! Danke für die Inspiration!