Kochen für Schlampen – Hamburg, Berlin, Zürich

14. Oktober 2009

Produktentdeckung: Vietnamesischer Kaffee

Abgelegt unter: Beschaffung, Uncategorized — zitronencurry @ 8:16 pm
Tags:

Eigentlich müsste diesen Artikel die Kochschlampe schreiben, denn die hat mich überhaupt mit der Tatsache vertraut gemacht, dass in Vietnam Kaffee angebaut wird. Vielleicht möchte sie diesen Artikel noch ergänzen, wenn sie wieder aus dem Urlaub zurück ist.

vietnam_kaffee

vietnam_kaffee

Dafür, dass Vietnam einer der größten Kaffeeproduzenten der Welt ist, hört man hierzulande nicht viel davon, wenn man keine Kochschlampe kennt. Das ist schade, denn der vietnamesische Kaffee schmeckt tatsächlich anders als alles, was man hierzulande so trinkt – irgendwie nach Kakao, obwohl keiner drin ist, ein bißchen süßlich, aber trotzdem würzig. Er geht nicht auf den Magen und macht ordentlich wach. Ich mag ihn mittlerweile so gerne, dass ich muffelig werde, wenn keiner im Haus ist, und ich habe auch schon einige andere Leute auf den Geschmack gebracht. Leider kenne ich in Hamburg nur einen Asialaden (einen – surprise! – vietnamesischen), der welchen verkauft, aber das mag in Berlin etwas besser sein. Als Filterkaffeehasser kochen wir auch diesen Kaffee in der italienischen Mocca, was gut funktioniert. Eigentlich ist es aber Filterkaffee. Neulich habe ich in einem vietnamesischen Restaurant auf Nachfrage auch die kalte Variante bekommen: Eine individuelle Portion Filterkaffee mit gezuckerter Kondensmilch auf Eis. Ein bißchen wie Baileys auf Eis, der statt betrunken schön wach macht.

Was ich nicht weiß: Was die eigentlich mit dem Kaffee anstellen, damit er so schmeckt. Onkel Mattel??

6 Kommentare »

  1. Ich hatte den Kaffee von Kochschlampe bei einem DFssgF bekommen: http://www.b-a-l-u.de/blog/archives/72-Kaffee-aus-Vietnam.html und ein wenig geforscht.

    Inzwischen habe ich rausgefunden, dass es wohl zum einen an der Sorte liegt (Robusta), zum anderen aber an der langen Reifezeit liegt. Die Bohnen werden bis zu 100 Tage lang in der Sonne getrocknet.

    Der Kaffee hat auch 40-50 % mehr Koffein als bei uns übliche Arabica-Sorten.

    Ich bin eigentlich kein Kafeetrinker, aber das Aroma hat es auch mir angetan. Nur habe ich ihn bisher in keinem Laden hier finden können und für eine Internet-Bestellung war ich bisher zu faul ;) .

    Kommentar von Balu — 15. Oktober 2009 @ 9:49 am | Antworten

  2. Ich würde mich dann mal auf ein Tässchen einladen :)

    Kommentar von nina — 15. Oktober 2009 @ 8:27 pm | Antworten

  3. @Balu: Ah, dann hat die Kochschlampe noch andere infiziert! Robusta ist hier übrigens auch sehr üblich, zumindest Espresso besteht oft aus Robusta, aber gerade die kräftigere Variante, der vietnamesische schmeckt überhaupt nicht nach dem Robusta, den ich kenne. Und ja, der hat richtig Koffein! Falls Du mal in Hamburg sein solltest: Vinh Loi am Hauptbahnhof hat die Sorten 1, 3 und 5 (ich mag 3 am liebsten).

    Kommentar von zitronencurry — 15. Oktober 2009 @ 10:04 pm | Antworten

  4. ich war heuer im sommer fünf wochen in vietnam und liebe seither das land und den vietnamesischen kaffee.

    natürlich habe ich eine packung mitgebracht (trung nguyen gourmet blend) und festgestellt, dass ein unterschied darin besteht, dass schon etwas zucker beim kaffeepulver mit drin ist…

    lg!

    Kommentar von mani — 23. Oktober 2009 @ 1:31 pm | Antworten

  5. @mani: Bist Du sicher? Auf meiner Packung Trung Nguyen Nr. 3 ist kein Zucker als Inhaltsstoff deklariert, und was auf den ersten Blick im Pulver wie ein Zuckerkristall aussieht, schmeckt gar nicht süß. Tatsächlich ist der Kaffee süßlich, und er enthält in den Nährwertangaben auch nicht wenig Zucker (11%), aber ich bin bislang davon ausgegangen, dass das Zucker ist, der natürlich beim Rösten entsteht, wie Malzzucker.

    Kommentar von zitronencurry — 23. Oktober 2009 @ 4:16 pm | Antworten

  6. [...] schön kalt war. Auch nicht falsch, aber nicht ganz das, was mir vorgeschwebt hatte. Dazu gab es vietnamesischen Kaffee und Wibele. Vietnamesischer Kaffe ist merkwürdig gemahlen und verstopft einem grundsätzlich [...]

    Pingback von Zweiter Feiertag – mal wieder « Kochen für Schlampen – Hamburg, Berlin, Zürich — 7. Januar 2010 @ 5:06 pm | Antworten


RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI

Einen Kommentar hinterlassen

Bloggen Sie auf WordPress.com.