Archives for the month of: November, 2009

Am Nikolauswochenende werden wir eine mittlere Kocharie veranstalten, da der GröFaZ de la cuisine Berlin mit einem Besuch beehrt. Das mehr oder wenig fertig geplante Menü wurde mir zugespielt und das einzige, wo  ich tatsächlich noch Einfluss nehmen kann und soll ist der Nachtisch. Es gab den Wunsch nach Schokolade und/oder Lavendel. Und so sitze ich nun  gerade mit ein, zwei Kochbüchern da und überlege, was es denn schönes geben könnte. Um das Ganze ein wenig schwieriger zu gestalten gibt es noch die Restriktionen kein Kaffee und kein Alkohol, da auch Anikó mit von der Partie sein wird und der Nachtisch für alle geeignet sein soll.
Bisher schweben von meiner Seite her im Raume

  1. Lavendel-Schokotörtchen
  2. Lavendeleis mit Schokoladensauce
  3. Schokoladentarte mit Lavendel-Granité
  4. Schokoladensoufflé mit Lavendelsauce
  5. Schokoladencrème mit Lavendel

Gibt es Gegenvorschläge? Meinungen, was ich stattdessen noch lieber machen sollte? Und wenn ich mich zwischen zwei Sachen am Ende so gar nicht entscheiden kann, werde ich einfach beides machen. Schließlich ist an dem Wochenende auch noch der Geburtstag einer Freundin, wo mir noch ein Essensmitbringsel fehlt.

Ich fand, mal so ganz ohne Lavendel, nämlich auch die Idee eines Birnen-Ingwer-Strudels mit Schokoladensauce ziemlich verführerisch. Aber für den brauche ich idealerweise die Kleine Prinzessin als Mittäterin. Mit der zusammen kann ich 1a Strudel bauen. Und für dieses Jahr steht eigentlich noch einer an (Wink mit dem Bauzaun).

Gestern Abend sind die Kleine Prinzessin und ich spontan zum Konzert des Ukulele Orchestras of Great Britain gegangen. Ganz großes Hallentennis. Wir sind auf gut Glück hin, in der Hoffnung an der Abendkasse noch Karten zu bekommen. Obwohl wir mit nicht so wahnsinnig viel Vorlauf da gewesen sind, haben wir noch Karten bekommen und TROTZ freier Platzwahl auch noch in der ersten Reihe. Das Tipi war fast ausverkauft, zu recht. Es ist einfach eine wunderbare Unterhaltung. Ich bin immer fasziniert, dass die alle nicht nur toll Ukulele spielen sondern auch noch singen können! Musikalisches Herumclownen ist deutlich schwieriger, als einfach nur ein Programm brav und strikt abzuspulen. Es ist natürlich auch deutlich unterhaltsamer. Beispielkonzert:

Um jetzt mal einen deutlichen Hinweis auf mein Alter dazulassen: besonders amüsiert habe ich mich unter anderem als sie Psycho Killer von den Talking Heads gespielt haben. Ich bin sehr schlecht darin, mir Liedtexte zu merken. Aber bei den Talking Heads kann ich immer noch mehrere Lieder mitsingen (nicht dass das eine schöne Erfahrung für eventuelle Zuhörer wäre. Ich singe primär schief.), das ist frühkindliche Prägung. Onkel Mattel hat die immer gern gehört und entsprechend viel wurde ich denen ausgesetzt.

Wie auch immer: wer noch keine gute Idee hat, was er seinen Mitmenschen zu Weihnachten schenken soll – eine alljährlich auftretende und meist gefürchtete Aufgabe – Konzertkarten oder CDs für das Ukulele Orchestra of Great Britain sind sicher keine falsche Idee.

Ich wurde von der Buntköchin ja geordert, meine heimlich erstellten ersten Weihnachtskekse vorzustellen. Schon vor etwa 10 Tagen haben die kleine Prinzessin und ich mit der Weihnachtsbäckerei angefangen. Voller Enthusiasmus haben wir uns verschiedenste Rezept angesehen und uns für’s Erste auf vier Sorten geeinigt, die wir an dem Nachmittag gebacken haben: Mandel-Orangen-Taler, Marzipanmonde (ok, bei uns Blumen aus einer vergangenen Brigitteweihnachtskekssaison), Chocolate Crinkles und Cranberry-Mandel-Sterne. Seitdem habe ich am vergangenen Wochenende noch zwei Sorten gebacken und werde mich heute habe mich gestern Abend mit Dr C an die nächste Runde gewagt. Oh, und natürlich habe ich mich auch mit der Kleinen Prinzessin schon auf die nächsten beiden Sorten geeinigt.
Glücklicherweise habe ich genügend Mitesser für die ganzen Kekse. Es fügte sich nämlich gar wunderbar, dass am ersten Weihnachtskekswochenende Little Sister endgültig nach Berlin gezogen ist und wir einen wieder größeren Familienkaffee in einer Aufbaupause hatten, wo der Großteil der Kekse gleich wieder aufgegessen worden ist.
Die Kleine Prinzessin hatte sich als Backhintergrundmusik amerikanische Weihnachtslieder der 40er und 50er Jahre gewünscht. Brav wie ich bin habe ich solche auch angemacht, nur damit sie selber schon mitten im ersten Lied festgestellt hat, dass es noch wirklich, wirklich zu früh für Weihnachtslieder war.
Hier sind die Kekse: an der Optik sollten wir bis Weihnachten noch ein wenig arbeiten, aber der Geschmack war schon wunderbar!

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Auberginen sind für mich kein Gemüse, das ich mit Cremesuppen in Verbindung bringe und schon gar nicht, wenn nichteinmal Tomate mit im Spiel ist. Gerne werde ich die Vielseitigkeit der Aubergine loben, was man alles mit ihr machen kann. Nur Cremesuppe, das wäre nicht mit auf der Liste der Großartigkeiten, die sich mit der Eierfrucht herstellen lassen. Nun kam es aber, dass noch Aubergine in meinem Kühlschrank ihr Dasein fristete und ich trotz der vielen Möglichkeiten nicht so recht wusste, was ich damit anfangen soll. Ein Gefühl, als wäre alles damit schon zu oft gekocht worden. Ein halbherziger Blick in die Kochbücher brachte auch keine Inspiration.  Als quasi letzten Versuch, noch etwas spannendes zu finden bin ich dann auf die Rezeptsuche bei Essen & Trinken gegangen. Und siehe da, die Lösung! Auberginencremesuppe mit Rosmarinpilzen, das klang doch vernünftig. Und neu. Und lecker. Und es könnte ja noch Winter kommen, der tatsächlich kalt ist und wärmende Suppen braucht. (Ich habe die Hoffnung immer noch voll auf den Dezember gesetzt)

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Wir haben endlich kleine, feuerfeste Förmchen. Irgendwie wollten wir immer mal Creme Brulée machen, zumal wir ja auch über einen Gas-Flammenwerfer verfügen, aber ohne feuerfeste Förmchen geht das schlecht. Neulich stieß ich dann noch auf dieses Rezept und fand, dass es jetzt endgültig die Anschaffung rechfertigt, unsere Küche ist nämlich schon ziemlich voll. Man muss dazu sagen, dass man Oeufs en Cocotte machen kann, wie man will – mit Gemüse, ohne Käse, mit Schnittlauch oben drauf, mit verschiedenen Gewürzen…. das Grundrezept besteht nur aus Ei, Butter und Sahne. So wie hier sind sie in jedem Fall sehr lecker.

Für 4:

  • 4 Eier
  • Butter
  • 4 EL Sahne
  • 1 Lauchzwiebel
  • geriebenen Käse (z.B. mittelalten Gouda)
  • Speck, falls gewünscht
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer

Den Ofen auf 180° vorheizen. Die Förmchen mit Knoblauch ausreiben und großzügig buttern. Ca. 1 EL geriebenen Käse und einen TL Lauchzwiebel unten rein, auch den Speck, falls vorhanden. Ein Ei hineinschlagen, dabei das Eigelb möglichst intakt lassen. Einen EL Sahne dazugeben, wieder Käse, dann pfeffern & salzen. Jetzt kann man die Förmchen in ein Wasserbad stellen, wir haben sie aber einfach gebacken (vermutlich ist es so etwas schwerer, das Eigelb flüssig zu behalten). Sie brauchen in beiden Fällen ca. 15 Minuten.

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