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Wenn es kalt wird, esse ich viele Suppen: wärmend und einfach und lecker. Noch dazu gern saisonal angemessen, weil sich aus Wintergemüse gut Suppen herstellen lassen. Hier hatte ich Rote Bete im Hause. Ich liebe Rote Bete oder wie Dr K gern sagt: Rote Bete ist eines der am meisten unterschätzten Gemüse. Viele scheinen sie nur sauer eingelegt aus dem Glas zu kennen und finden sie deswegen gruselig. Kein Wunder. Sauer eingelegte Rote Bete ist, zumindest in der gekauften Variante, auch einfach schrecklich. Nach und nach haben das Wurzelgemüse und ich uns dennoch angefreundet und heute möchte ich sie nicht mehr missen. Für mich kommt als Pluspunkt dazu, dass Rote Bete basisch und leicht verdaulich ist. Mein Magen übersäuert ja gern und häufig und dann ist so eine Suppe wie diese hier genau das richtige:

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Neulich hat sich wieder einmal die Frage gestellt: was mache ich mit dem Grün der Roten Bete? Als asiatisierte Nudeln wollte ich sie nicht wieder haben und beschloss so zu tun, als wäre es Spinat. Abgesehen davon, ist es inzwischen wieder kalt genug geworden, dass ich mit Freuden dicke Suppen und Eintöpfe esse – beides sind für mich klassische Winteressen (auch wenn ich den Beitrag gerade im Garten in der Sonne schreibe: ich muss eine dicke Fleece-Jacke dabei tragen. Eindeutig die kalte Jahreszeit). Nach ein wenig hin & her habe ich beschlossen, mich an eine Suppe aus der Essen & Trinken zu wagen: Gemüse-Nudel-Suppe mit Räuchertofu. Das klang gut und ich hatte noch dazu fast alles im Haus. Ich gehe ungern kurz vor dem Essen  noch schnell alles einkaufen, was eigentlich noch ins Rezept gehört: dafür bin ich nicht geduldig genug, was die Befriedung meines Hungers angeht. Lieber koche ich dann was anderes oder ersetze alle verlangten Zutaten durch das, was meine Küche gerade hergibt und lebe damit, dass die Ergebnisse manchmal ein wenig anders sind, als es im Rezept vorher klang. Oder wie es in einem Tweet von davidlebovitz hieß: ‘If You Substitute Other Ingredients, Do Not Expect Similar Results’. Mach ich dann auch nicht oder zumindest nicht für lange. Hier wurden natürlich auch Zutaten ausgetauscht und das Ergebnis war eine sehr leckere, handfeste Suppe.

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So, dann nutze ich mal eben die Zeit zwischen Arbeiten und Essen, um noch einen Beitrag fertig zu machen, bevor ich mich nicht mehr erinnern kann, was genau ich da eigentlich gemacht habe. Für mich hat schon die Suppen- und Eintopfzeit angefangen. Anikó hat eine deutliche Vorliebe für stückige Suppen, während ich normalerweise die glattpürierten bevorzuge… es sei denn, ich mache Nüdelchen oder ähnliches rein. Dann nicht. Und hier sind, auch wenn man es kaum sieht, kleine Suppenmaccaroni drin.
Und natürlich ist es wieder eine der sehr milden Suppen – ich wollte Wohlverhaltenspunkte sammeln, damit ich heute Abend die Essensempfehlungen ein wenig außer Acht lassen kann. Hoffen wir, dass alles gut geht.

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wurde schon am Freitag ein wenig vorbereitet, home office sei Dank. Im chinesischen Supermarkt Kant/Kaiser-Friedrich gab es Trockengemüsemischungen, die als Basis für Brühe dienen sollen. Zwei davon (Gemüse-Pilze und Kohl-Mandel) musste ich mitnehmen und eine habe ich jetzt ausgetestet:

Bestehend aus:

  • Kohl
  • Datteln
  • Pilzen
  • Karotten
  • Orangenschale

Die Mischung sollte mit 7-8 ‘Schalen’ Wasser angesetzt werden… ich habe das mal für amerikanische Cups gehalten und noch einen Schluck neutrales Öl und Salz dazu spendiert. Das dann aufkochen und bei geschlossenem Deckel ca. 2-3 Stunden leise vor sich hin simmern lassen. Abgießen, abkühlen lassen und bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Mir war nicht ganz klar, was ich damit würde machen wollen, habe mich dann aber dazu entschieden, eine Pilz-Nudelsuppe daraus zu kochen. Glücklicherweise hat der Bio eigentlich immer Shiitake und Austernpilze da, so dass dem Plan nichts im Wege stand. Und weil es eigentlich tüteneinfach ist, habe ich alles mit ins Büro genommen und zu einem Mittagessen zusammengeworfen:

Ein wenig frittierter Tofu, eine Handvoll Shiitake Pilze (in Streifen), eine Packung vorgekochter Udon-Nudeln, ein paar zerkleinerte Austernpilze. Dazu ein halber Liter der obigen Brühe und go. Brühe zum Kochen bringen, Pilze und Tofu dazu, ca. 5 Minuten köcheln lassen. Nudeln rein und weitere 3 Minuten köcheln lassen. Salzgehalt prüfen. Fertig.

Beim nächsten Mal würde ich allerdings den Tofu wahrscheinlich vorher noch ein wenig geschmacklich behandeln… vielleicht wie bei der Kitsune-Udon-Suppe. Es schmeckt auch so hervorragend pilzig, aber die Tofuwürfel wollen gemeinsam mit der Brühe gegessen werden, da sie sonst arg neutral sind.

Monochrom und gut.

Gestern Abend hatte ich noch ein wenig Zeit und vor allem noch das Kilo gelber Zucchini vom samstäglichen Marktbesuch. Es gab drei Sorten Zucchini: die klassischen dunkelgrünen, hellgrüne und eine sattgelbe Variante. Der junge Mann neben mir wollte erstmal wissen, was das denn für ein merkwürdiges gelbes Gemüse ist und war erstaunt, dass es auch Zucchini sind. Er hat der fremden Farbe nicht getraut und die für ihn deutlich gewohntere hellgrüne Variante gewählt – auch dunkelgrün war ihm zu exotisch bzw. einfach aus seiner Kindheit nicht vertraut.
Ich kann keinen nennenswerten Unterschied zwischen den dunkelgrünen und gelben Zucchini erkennen – angeblich ist gelb zarter und weniger lang haltbar, aber ich fürchte, dass meine Geschmackspapillen nicht verfeinert genug sind, um den Unterschied zu erschmecken. Aber ich mag den Farbeffekt. Ich habe eine klassische Zucchinisuppe hergestellt und  mich für die faule Variante bei den Bruschetten entschieden:

So habe ich gestern zwar nichts von der Suppe gegessen, aber heute ein sehr schönes und durch die Vorbereitung auch sehr schnelles Mittagessen gehabt. Den Rest werde ich aller Voraussicht nach für schlechte Zeiten einfrieren.

Achtung: das Brot verbrennt unheimlich schnell und sollte während des Röstens auf keinen Fall aus den Augen gelassen werden. Ich hatte zwar nur kleine schwarze Ecken, aber auch die sollte man eher vermeiden soweit es halt geht.

Guten Appetit.

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