Kochen für Schlampen – Hamburg, Berlin, Zürich

7. November 2011

Beitrittswochenende

Einsortiert unter: Ofen,Süßes — kochschlampe @ 08:00
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Es war das Beitrittswochenende an dem ATB und ich zum GröFaZ gefahren sind. Also schon wieder ein paar Wochen her. Da war in Berlin die Zwetschgenzeit eigentlich schon vorbei, zu meinem großen Bedauern. Aber da es um Zürich ja Berge auch mit ordentlicher Höhe gibt, gibt es auch Bauern, deren Obst später reif wird als hier im Flachland. Sehr praktisch. Und noch praktischer finde ich die allgemeine Art von Hofläden, einfach die Sachen draußen oder in einer allgemein zugänglichen Scheune zu lagern, wo ich nehmen kann, was ich brauche und entsprechend der ausliegenden Preisliste dann Geld in die Kasse werfe, so dass ich immer gut an die schönen Sachen kommen kann. Auf dem Heimweg von der Rigi – Bericht folgt – sind wir an eben diesen Pflaumen vorbeigekommen, die förmlich danach gerufen haben, in einen Kuchen verwandelt zu werden. Sehr anständig von denen. Es war großartiges Wetter (wenn ich mal vom Morgennebel absehe) und noch warm genug, dass wir am Montag mit dem Kuchen auf der Terrasse in der Sonne sitzen konnten. Im T-Shirt. Wunderbar.

Pflaumenkuchen mit Zimtstreuseln

20 x 30 cm Form

Teig:

350g Mehl (Type 550, oder italienische 00)
1/2 TL Salz
50g Zucker
1 Tüte Trockenhefe
2 Eier, L
abgeriebene Schale 1/2 Zitrone
125ml lauwarme Milch
50g weiche Butter

Topping:

750 g Pflaumen, entsteint und halbiert

100g weiche Butter
90g Mehl
80g Demerara Zucker
50 g Mandelblättchen
1 TL Zimt

Dem aufmerksamen Leser ist nicht entgangen, dass sich dieses Rezept schon einmal sehr ähnlich in Form eines Rhabarberkuchens hier gefunden hat. Ich mag diesen Hefeteig. Er ist fluffig, hefig, leicht buttrig, verhält sich anständig, ist geradezu gelingsicher und eine willkommene Unterlage für Zwetschgen, Äpfel, Kirschen oder einfach nur Butter und Zucker.
Mehl, Salz, Zucker und Hefe in eine Schüssel geben. Eier und Zitronenschale mit der lauwarmen Milch verrühren. Flüssige mit den trockenen Zutaten mischen. Einen Hefeteig von mittlerer Feuchte herstellen, evtl. noch mehr Mehl dazugeben. Butter dazu und ca. 10 Minuten den Teig kneten. Er sollte weich, elastisch und glänzend sein. In einer abgedeckten Schüssel den Teig gehen lassen, bis sich das Volumen in etwa verdoppelt hat. Das dauert etwa eine Stunde. Alternativ kann man den Teig auch im Kühlschrank über Nacht gehen lassen, er läßt sich dann ein wenig schwieriger verarbeiten, aber es funktioniert. Der Teig lässt sich an dieser Stelle auch 1a einfrieren, wenn man etwa eine doppelte Menge für späteres spontanbacken gemacht hat. Dann den Teig langsam vor dem Weiterverarbeiten auftauen lassen, am besten über Nacht im Kühlschrank.
Teig in eine gefette und gemehlte rechteckige 20x30cm Form geben, alternativ eine 28er runde Springform. Dort noch einmal ca. 20 Minuten zugedeckt gehen lassen. Ofen auf 200° vorheizen.
Aus den Zutaten einen Streuselteig herstellen. Teig noch einmal kneten, in die Form geben und 1/4 Stunde ruhen lassen. Pflaumen auf dem Teig und darauf die Streusel verteilen. Für eine halbe Stunde in den Ofen, aber nach 1/4 h auf 180° herunterschalten.

Wunderbarer Kuchen, am besten noch lauwarm mit viel leicht gesüßter Sahne essen.

Der Kuchen lässt sich auch fertig einfrieren. Dabei vorher in die gewünschte Stückgröße schneiden und einfrieren. Auftauen lasse ich den meist wahlweise auf der Espressomaschine oder im lauwarmen Backofen. Einfach nur, weil mit der Kuchen in leicht warm am besten schmeckt.

 

 

 

4 Kommentare »

  1. Lauwarm und frisch ist das ja ein gebäck, womit andere mädchen ihre sofortige heiratsfähigkeit unter beweis stellen können. Aufgetaut ist es immer noch nett, hat aber dann lange nicht die klasse des frischen kuchens. Also frisch geniessen. (Eigentlich wie Luxemburgerli).

    Kommentar von groefaz de la cuisine — 7. November 2011 @ 10:19 | Antworten

    • A propos: was ist eigentlich aus unseren Luxemburgerli geworden ;-) ?

      Kommentar von sammelhamster — 7. November 2011 @ 14:48 | Antworten

      • Die Luxemburgerli sind bei Sprüngli geblieben: wir hätten sie erst auf dem Weg zu euch gekauft. Die müssen wirklich so frisch wie möglich sein, damit sie so richtig gut sind. :-)

        Kommentar von kochschlampe — 7. November 2011 @ 17:57

  2. Schade…vielleicht beim nächsten Mal!

    Kommentar von noemi — 7. November 2011 @ 20:46 | Antworten


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