Archives for the month of: Juni, 2009

Sonntag kam ich vom Segeln nach Hause: die ganze Wohnung roch süß nach Kuchen. Eine mir fremde Frau begrüßte mich freundlich, während ich Mitbewohnerette 2.2 nirgendwo entdecken konnte. Ich fing an leicht verwirrt zu werden. Hatte ich eine Invasion großer Heinzelmännchen, die mir das Backen eines sonntäglichen Kuchens abnehmen wollten, da ich an dem Wochenende keinen gemacht hatte und Sonntag ohne Kuchen, das ist ja ein wenig wie Schwimmen ohne Sonne: es geht schon, macht aber lange nicht so viel Spaß. Nur war ich mit einem Freund  segeln, der gerade extrem auf das achtet, was er so isst, weil für ihn dieses Jahr wieder ein Marathon ansteht… und das muss ich nicht mit Kuchen torpedieren.
Es stellte sich dann heraus, dass es sich bei der mir fremden Dame um eine Freundin von Mitbewohnerette 2.2 handelte, die die Restaufsicht über die fröhlich vor sich hinbackenden … Franzbrötchen? jedenfalls leckeren finnischen Zimtbrötchen, übernommen hatte, während Mitbwohnerette 2.2 schon einmal nach Konzertkarten unterwegs war. Netterweise haben mir die beiden ein Exemplar ihrer Mühen mit Fahne auf den Tisch gestellt: wunderbar.
Wenn ich google translate glauben kann, dann heißen die Dinger auf Finisch ‘isku’ – die wörtliche Übersetzung des Namens ist ‘Ohrfeige’. Hefegebäck mit viel Zimt.

finnisches_zimtbroetchen

Es gab ja länger keine belegten Brötchen mehr hier zu sehen. Ich mache zugegebenerweise auch nicht jede Woche welche, aber heute, heute gab es wieder welche. Oder zumindest eines. Ich habe wieder eines der sehr schönen Toskanabrötchen vom Bio genommen – was genau daran Toskana ist: keine Ahnung, aber sie sind sehr lecker. Der Belag fand sich so in meinen Vorräten an und passt sehr schön zusammen. Außerdem liebe ich Gorgonzola und will noch ein Rezept für ein Focachia (Schiacciata?) mit Gorgonzola in den nächsten Tagen austesten (dazu einen Rucolasalat? Mal sehen). Das belegte Brötchen ist ein Klassiker des Unterwegsessens und sollte liebevoll gepflegt werden.

gorgonzolaschrippe

Gorgonzolabrötchen

Man nehme pro Nase ein Toskana- oder vergleichbares Brötchen, Butter, Gorgonzola, getrocknete Tomaten (mi-cuit), Frühlingszwiebel und ordentlichen Pfeffer*.
Brötchen teilen, buttern und die untere Hälfte nach Gusto mit Gorgonzola belegen. Pfeffern und mit getrockneten Tomaten belegen, darüber die Frühlingszwiebelringe streuen und mit der oberen Brötchenhälfte abschließen.
Zum Ort des Essens transportieren. Glücklich sein.

*als Ersatz für den madegassischen Wildpfeffer, ich komme selten in Zürich vorbei, habe ich madegassischen Plantagenpfeffer bestellt. Wahrscheinlich nicht ganz so gut, aber ich wollte ihn ausprobieren: er sollte heute mit der Post ankommen.

Dafür, dass ich die meisten eingekochten Sachen so mäßig häufig esse, koche ich eher viel ein. So konnte ich neulich nicht widerstehen, als es auf dem Markt eine Stiege Himbeeren, also ca. 1,5 kg, für einen Euro gab. Ich wusste zwar nicht, wie ich so viele Himbeeren verarbeitet bekommen sollte, zumal für das Wochenende schon ein anderer Kuchen gebacken war,doch war ich voll der Zuversicht, dass sich was finden würde. Und es fand sich auch. knapp die Hälfte habe ich einfach so, bzw. im Frühstücksmüsli aufgegessen und den Rest zu Himbeermarmelade verarbeitet. Und weil meiner Meinung nach Zitrone sehr schön mit Himbeere harmoniert, wurde das Ganze mit abgeriebener Zitronenschale aromatisiert. 
Testesser willkommen!

himbeermarmelade 

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Manchmal, manchmal hilft es, wenn Wünsche nach Rezepten angemeldet werden. In diesem Falle hatte das Rhabarberchutney den Wunsch  nach einem Mangochutney ausgelöst. Also habe ich mich daran gemacht und mir eine bunte Sammlung von Rezepten durchgelesen und eine Mischung aus verschiedenen zusammengestellt. Ob es schmeckt kann ich noch nicht sagen, da das Chutney 2-4 Wochen ruhen soll, bevor es angebraucht wird. Und die Zeit ist noch nicht rum. Aussehen tut es auf jeden Fall schon einmal nicht schlecht.

mangochutney Den Rest des Beitrags lesen »

Es gibt Menschen, die behaupten, dass ich eigentlich die perfekte Hausfrau und Mutter wäre. Das bezweifle ich ein wenig. Aber am Wochenende kam mir durchaus der Gedanke, dass eine mittelgroße Familie manchmal hilfreich sein kann, besonders wenn mich der Backflash packt und ich dringend Brötchen backen muss. Und dann mit einem Korb voll leckerer, wenn auch fehlgeformter Brötchen dastehe und dann doch die Hälfte einfrieren muss, damit sie nicht einfach oll werden.
Ausgesucht hatte ich mir ein Rezept von Eva von Deichrunner für Dinkelweizenbrötchen, die bei ihr zugegebenermaßen deutlich schöner aussehen als bei mir. Ich muss einfach noch ein wenig üben und brauche mehr sich aufopfernde Mitesser.

dinkelbroetchen

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