Kochen für Schlampen – Hamburg, Berlin, Zürich

3. Februar 2008

Apfel-Cranberry-Kuchen

Einsortiert unter: Basis,Ofen,Süßes — kochschlampe @ 23:06
Tags: Apfelkuchen, Backen, Hefeteig einfrieren

Little Sister hatte sich einen Obstkuchen gewünscht. Bei Obstkuchen im Winter bin ich meistens ein wenig minderkreativ, aber ich habe zum Glück zu Weihnachten ein neues Backbuch geschenkt bekommen:

Aus dem hatte ich bis dahin noch nichts ausprobiert – die amerikanische Unart, alles in Tassen anzugeben hat mich ein wenig vom experimentieren abgehalten. Da ich aber Dank dem GröFaZ stolze Besitzerin eines Pyrex-Meßbechers mit Cup-Angaben bin, ließ sich auch dieses Hindernis überwinden. Bei der Gelegenheit bin ich dem Rat der Autorin gefolgt und habe den Teig in der doppelten benötigten Menge hergestellt. Ich war mir zwar nicht ganz sicher, ob die zweite Teighälfte es gut überstehen würde, tiefgefroren zu werden…. aber es klappt hervorragend. Zwei Wochen später habe ich den Teig aufgetaut und einen weiteren Kuchen hergestellt. Völlig streßfrei und gut.

Apfel-Cranberry-Kuchen

Teig:
  • 4 EL Zucker
  • 1/4 Tasse lauwarmes Wasser
  • 1 Tüte Trockenhefe
  • 3 Becher Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 3/4 Tasse Butter
  • 2 Eier (Größe L)
  • 1/2 Tasse Saure Sahne (sour cream)
  • 1 TL Vanilleextrakt (oder das Innere einer Vanilleschote)
Füllung:
  • 2 EL Butter
  • 500g Backäpfel
  • 1/4 Tasse getrocknete Cranberries
  • 3 EL Zucker
  • 1/2 TL gemahlenen Zimt
  • 1 Prise Piment
  • (ich habe die letzten beiden Zutaten durch 3/4 TL Mixed Spice ersetzt)
  • 2 TL Zitronensaft
  • 1/4 Tasse Aprikosen- oder Pfirsichmarmelade
  • 2 TL Wasser

Aus den angegebenen Zutaten einen glatten Hefeteig herstellen. Er sollte schon mindestens 5 Minuten geknetet werden. Ich bitte zu beachten, dass es sich um einen weichen Hefeteig handelt, also nicht zu viel Mehl hinterherkippen, sonst schmeckt es nicht mehr. Den Hefeteig in einem geschlossenen Behälter entweder an einem warmen Ort ca. eine 3/4 Stunde oder im Kühlschrank über Nacht gehen lassen. Wenn man den Teig im Kühlschrank hat gehen lassen, vor der Weiterverarbeitung 1-1 1/2h auf Zimmertemperatur kommen lassen.

Die Äpfel schälen, entkernen und in Scheiben schneiden. Die Butter schmelzen lassen, Äpfel, Cranberries und Gewürze dazu geben. Solange köcheln lassen, bis die Äpfel weich, durchscheinend und karamellisiert sind. Zitronensaft hinzufügen und komplett abkühlen lassen.

Eine 24er Springform fetten und mehlen. Den Ofen auf 190° vorheizen. Die Hälfte des Teiges zum Einfrieren bei Seite legen. Den restlichen Teig durchkneten und ungefähr in die Größe der Springform bringen. In die Springform geben und mit den Händen in die richtige Größe pressen, einen kleinen Rand formen. Den Teig mit einer Gabel ein paar Mal einstechen. Mit einem Küchentuch abdecken und ca. 10 Minuten gehen lassen. Die Füllung sorgfältig auf dem Teig verteilen, evtl. den Boden der Form mit Alufolie abdichten, wenn man Angst hat sich den Ofen einzusauen. Den Kuchen aber auf jeden Fall lose mit Alufolie abdecken und 10 Minuten backen. Ofen auf 175° herunterschalten, Alufolie entfernen und in weiteren 30-40 Minuten fertig backen. Der Kuchen ist fertig, wenn der Rand gold-braun ist und sich von der Form zu lösen beginnt. Während der Kuchen bäckt, die Glasur fertig machen: Marmelade durch ein Sieb passieren oder mit dem Zauberstab sehr fein pürieren. Mit dem Wasser mischen und zum Kochen bringen. Den noch warmen Kuchen mit der Glasur bestreichen.

Schmeckt lauwarm und kalt.

Apfel-Cranberry-Kuchen

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7 Kommentare »

  1. superschöner kuchen und er schmeckt bestimmt genau so gut!!!

    Kommentar von nysa — 4. Februar 2008 @ 02:01 | Antworten

  2. Wiedr mal typisch – kaum hab ich die letzten Cranberrys aufgebraucht, kommt so ein feines Rezept …

    Kommentar von Hedonistin — 4. Februar 2008 @ 11:44 | Antworten

  3. ;-)

    Es gibt doch immer neue Cranberries. (Außer bei mir, aber ich habe auch gerade erst ein Kilo gekauft….)

    Kommentar von kochschlampe — 4. Februar 2008 @ 12:48 | Antworten

  4. Klasse Kombination – ich habe noch Cranberries zu verwerten, noch viel besser! Und sieht so lecker aus! Danke!

    Kommentar von Petra — 5. Februar 2008 @ 20:04 | Antworten

  5. [...] Ich habe sogar ein kleines Stück probiert – sehr lecker. Und weil ich die Cup-Angaben von Carole Walters überhaupt nicht leiden kann, habe ich ein paar offizielle Umrechentabellen zu Hilfe genommen und [...]

    Pingback von — 16. März 2009 @ 10:04 | Antworten

  6. [...] sei und habe parallel dazu einen Hefekuchen angesetzt. Nach dem inzwischen schon bewährten Rezept mit Sour Cream (hier in Form von Créme fraîche vertreten). Nur um dann nach dem Backen beider Kuchen zu [...]

    Pingback von Nochn Kuchen « Kochen für Schlampen – Hamburg, Berlin, Zürich — 24. Mai 2009 @ 22:15 | Antworten

  7. [...] ist ein Kuchen, dem es gut tut, wenn er 2-3 Tage durchziehen kann, bevor man ihn anschneidet. Aus Great Coffee Cakes. Kommentar [...]

    Pingback von Aufarbeiten des Backlogs « Kochen für Schlampen – Hamburg, Berlin, Zürich — 1. Januar 2010 @ 21:17 | Antworten


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