Kochen für Schlampen – Hamburg, Berlin, Zürich

4. August 2009

Kartoffelsalat, gab’s ja länger nicht

Gespeichert unter: Basis, Ganzes Essen — kochschlampe @ 10:05
Tags: Kartoffelsalat, Pfifferlinge, Picknick, vegetarisch kochen

Ein wenig habe ich den Hang zum Kartoffelsalatexperiment – ich habe bei schnellem Zählen allein sieben verbloggte Varianten gefunden – und neulich war es wieder soweit. Ein entspanntes Picknick am Teehaus im Englischen Garten war angesagt, dort finden nämlich dankenswerterweise im Sommer immer schöne Jazzkonzerte statt, getreu dem alten Motto: umsonst und draußen.
Die Kleine Prinzessin und ich wollten hingehen und ein entspanntes Picknick in den Abend hinein bei angenehmer Musik haben. Und das ist uns auch gelungen. Es gab einen Kartoffelsalat mit Pfifferlingen, Obstsalat (ganz wunderbar mit Mango und mehreren Melonensorten, abgerundet durch Ahornsirup und Zitronensaft) und zum Knabbern noch Oliven und getrocknete Tomaten mit ein wenig Weißbrot. Wenn man bedenkt, wer die Beteiligten sind, kann man nur sagen, dass wir uns zurückgehalten haben und nur soviel mitgebracht haben, wie wir auch tatsächlich im Laufe des Abends essen konnten & wollten. Den Kartoffelsalat habe ich leider nicht fotografisch festgehalten (er ist auch eher weniger fotogen), aber einen kleinen Eindruck der Heerscharen, die die gleiche Idee wie wir hatten:

teehaus_englischer_garten

Kartoffelsalat mit Pfifferlingen

für 3

  • 500 g festkochende Kartoffeln (ich bevorzuge Bio-Linda)
  • 500 ml Shiitake Brühe
  • 1 TL Senf
  • 5 EL Rotweinessig
  • 1 EL Butterschmalz
  • 1 rote Zwiebel, gewürfelt
  • 250 g Pfifferlinge, in mundgerechten Stücken
  • 1 großzügiger Schuss Rotwein
  • 2-3 EL Crème fraîche
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Handvoll Petersilie, Blättchen abgezupft und gehackt

Kartoffeln in der Schale gar kochen, abgießen, abschrecken und abkühlen lassen. Die Kartoffeln pellen und in Scheiben schneiden. Die Kartoffeln erst wenn sie vollständig abgekühlt sind in Scheiben schneiden, sonst zerbröseln die leider. Die heiße Shiitakebrühe mit Senf und Essig mischen und über die Kartoffelscheiben gießen, eine Stunde durchziehen lassen und dann abgießen, dabei ein wenig von der Marinade auffangen.
Das Schmalz in einer Pfanne schmelzen und die Zwiebel darin glasieren. Die Pfifferlinge dazugeben, anbraten und mit Rotwein ablöschen. 10-15 Minuten (abhängig von der Stückgröße) schmurgeln lassen, der Rotwein sollte nahezu vollständig reduziert werden. Mit Crème fraîche binden, dann salzen und pfeffern. Wenn die Pfifferlinge ein wenig überwürzt sind schadet es gar nicht,weil die Kartoffeln sehr viel Salz vertragen.
Pfifferlinge und Kartoffeln mischen und am besten über Nacht ziehen lassen. Wahrscheinlich wird der Kartoffelsalat dadurch ein wenig zu trocken: wahlweise mit ein wenig Marinade oder Crème fraîche versorgen, abschmecken und Petersilie runtermischen.

Wundebares Picknickessen.

8 Kommentare »

  1. Auch ohne Foto: Ein sehr interessaner Kartoffelsalat. Innovative Kombination.

    Kommentar von mipi — 4. August 2009 @ 5:42 | Antworten

  2. Hört sich toll an der Kartoffelsalat. Ich glaube, der ist genau mein Fall. Werde ich auch mal ausprobieren.

    Kommentar von Buntköchin — 4. August 2009 @ 5:54 | Antworten

  3. Mir kommt das weiße Haus im Hintergrund doch sehr bekannt vor ;-) Ich bin leider viel zu wenig innovativ bei Kartoffelsalaten, dabei sind die Kartoffeln im Kleinstgarten gerade reif. Werde ich mal nachbaasteln und mich auf die Suche nach neuen Rezepten machen. Bohnen, Rote Bete und Monsterzucchini wollen verbraucht werden …

    Kommentar von Anikó — 4. August 2009 @ 6:53 | Antworten

  4. @ mipi: Danke Dir

    @ Buntköchin: Oh, dann bin ich gespannt, ob die Bastelanleitung genau genug zum Nachbauen ist!

    @ Anikó: Kooomisch…. wir sind ja nur auch ein wenig da gewesen… Kartoffelsalat mit Roter Bete ist auch schön (eine einfachste Variante habe ich mal verbloggt; http://kochschlampe.com/2006/12/28/erster-feiertag ). Bei Bohnen (insbesondere grünen) bin ich immer ein wenig ratlos, muss ich gestehen.

    Kommentar von kochschlampe — 4. August 2009 @ 8:44 | Antworten

  5. Hmm, irgendwie komm ich bei dem angegebenen Link auf Nudeln mit mediterranem Gemüse vom 29.4. *grübel* Die Bohnen sind gelb von außen, aber wie grüne Bohnen zu behandeln, denk ich. Am liebsten mag ich ja Butterbohnen, also einfach gekocht, Stück Butter drüber, glücklich sein. Aber das kommt nicht gut für Foodblogger ;-) Mir ist als gäbe es einen Russischen Salat aus Spanien, der mit Kartoffeln und auch grünen Bohnen ist … Ich werde recherchieren :-)

    Kommentar von Anikó — 4. August 2009 @ 9:31 | Antworten

  6. @ Anikó: müsste jetzt gehen… die eine Klammer scheint verwirrt zu haben. Ich habe neulich einen Kartoffelsalat gemacht, der mit grünen Bohnen war… aber natürlich nicht verbloggt und sofort wieder vergessen, was genau ich da gemacht habe.
    Ansonsten gehen natürlich auch Linguine mit grünen (oder gelben) Bohnen und Pesto. Oder Penne mit Pfifferlingen und Bohnen.

    Kommentar von kochschlampe — 4. August 2009 @ 9:44 | Antworten

  7. Picknicken mit Musik wäre mal erstrebenswerter, als unser naheliegender Blick vom Altonaer Balkon auf den Hamburger Hafen – mit rauschenden Autokolonnen im Rücken. Grüne Bohnen lassen sich lecker hiermit versalaten: http://schnickschnackschnuck.blogsport.de/2008/12/07/wiener-schnitzel-mit-kartoffelsalat/

    Kommentar von Schnick Schnack Schnuck — 5. August 2009 @ 8:33 | Antworten

  8. Warum läßt Du die Kartoffeln erst abkühlen und pellst sie dann? Das geht doch viel einfacher, wenn sie noch warm sind?

    Kommentar von der Nerd am Herd — 6. August 2009 @ 9:22 | Antworten


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