Kochen für Schlampen – Hamburg, Berlin, Zürich

11. Juni 2009

Rhabarber auf Vorrat

Gespeichert unter: Basis, Häppchen & Kleinigkeiten — kochschlampe @ 10:03
Tags: Chutney, einkochen, Rhabarber, Rhabarberchutney

Seit einiger Zeit schon hatte ich mir vorgenommen,  mal ein Chutney herzustellen. Eigentlich war die Idee, mit einem Mungochutney anzufangen, aber die Mangos habe ich immer lieber so, wie sie sind oder maximal in mein Frühstücksmüsli geschnitten gegessen. Es muss gerade Mangozeit irgendwo sein: sie schmecken wunderbar und vollaromatisch. Und man bekommt sie hinterhergeworfen.

Das Rezept für das Rhabarberchutney hat sich irgendwann in meinem schwarzen Rezeptbuch eingefunden (Ursprung verschollen) und wurde von mir ein wenig adaptiert. Rosa Pfeffer statt eingelegtem grünen usw. Ich bin nicht ganz sicher, wie lange sich das Chutney hält, aber ich rate in jedem Falle dazu, spätestens nach Anbruch des Glases das Chutney im Kühlschrank aufzubewahren. Und eines ist sicher: mit scharfem, alten Cheddar harmoniert das Chutney sehr schön.

rhabarberchutney

Rhabarberchutney

1 Glas

  • 250 g Rhabarber, geputzt und in Stücken
  • 10 g Ingwer, geschält und fein gewürfelt
  • 50 g Zucker
  • 2-3 EL fruchtig-aromatischen Essig
  • 40 ml Wasser
  • 2 TL rosa Pfefferkörner, leicht angemörsert

Zucker hellbraun karamellisieren. Rhabarber und Ingwer dazugeben, kurz rühren. Restliche Zutaten dazu geben und so lange kochen, bis nahezu alle Flüssigkeit verdunstet ist.

In ein Twist Off-Glas füllen, schließen und mindestens eine Woche stehen lassen, bevor man damit schöne Dinge anstellt. Nach meiner Erfahrung passt das Chutney wunderbar zu kräftigem Cheddar oder auch mildem Ziegenkäse. Andere Menschen finden, dass man damit gegrilltes Fleisch hervorragend aufwerten kann.

Das Chutney ist angenehm würzig und trotzdem noch fruchtig, mit ein ganz wenig Schärfe von Ingwer und rosa Pfeffer.

Oh – das Brot dazu kam übrigens von meinem Lieblingsbäcker. Ich war immer der festen Überzeugung, dass die ‘Prignitzer Landbäcker’ heißen, weil das auf die Tafeln des Marktstandes aufgemalt ist, aber neulich hingen noch Wimpel am Stand und da stand geschrieben ‘Bäckerei Höfler‘. Die machen sehr schönes Brot, das meiste eher ein wenig deftig. Zum Beispiel das Prignitzer Landbrot ist ein großartiges Roggenmischbrot mit scharfer Kruste. Aber auch das Dinkel-Honig-Brot (mit ein paar Sonnenblumenkernen) ist wunderbar. In Berlin allerdings bisher nur auf dem Markt am Maybachufer (Dienstags und Freitags) zu bekommen. Es lohnt sich, mal vorbeizugehen.

7 Kommentare »

  1. Ich liebe Chutneys! Mag sie auch am liebsten zu diversen Käsen :-) Wenn ich nochmal an Rhabarber komme, wird ein Glas fabriziert :) Und Du erinnerst mich dran, dass ich mal wieder Mango essen sollte, hatte ich viel zu lange nicht mehr …

    Kommentar von Anikó — 11. Juni 2009 @ 10:29 | Antworten

  2. Klingt echt verführerisch!! Vielleicht kann mein Rhabarber ja noch die eine oder andere Stange liefern…

    Kommentar von rike — 11. Juni 2009 @ 1:18 | Antworten

  3. hab mich auch gewundert, wie gut die Mango derzeit sind. Drum bleib ich lieber bei diesen als dem Rhabarber.

    Kommentar von lamiacucina — 12. Juni 2009 @ 7:09 | Antworten

  4. Mangoschwemme gibt’s auch hier. Rhabarber ist auch schön, aber ich täte Interesse am Mango-Chutney-Rezept anmelden :)

    Kommentar von Mestolo — 12. Juni 2009 @ 8:00 | Antworten

  5. @ Anikó: Rhabarber müsste es noch bis Johanni geben, oder?

    @ rike: bestimmt, dem muss man nur gut zureden!

    @ lamiacucina: Nu, die Rhabarberzeit ist immer so kurz und ich liebe ihn, so dass ich zusehen muss, dass ich mir kleine Vorräte des Glücks für die lange rhabarberlose Zeit anlege.

    @ Mestolo: dann werde ich mal sehen, was der Markt die Tage an Mango hergibt. Vielleicht nehme ich eine Kiste und dann gibt es auch ein Mango-Chutney.

    Kommentar von kochschlampe — 12. Juni 2009 @ 9:56 | Antworten

  6. [...] manchmal hilft es, wenn Wünsche nach Rezepten angemeldet werden. In diesem Falle hatte das Rhabarberchutney den Wunsch  nach einem Mangochutney ausgelöst. Also habe ich mich daran gemacht und mir eine [...]

    Pingback von Wunschkochen « Kochen für Schlampen – Hamburg, Berlin, Zürich — 24. Juni 2009 @ 3:05 | Antworten

  7. Interessant, Rhabarberchutney. Das ist mir seinerzeit irgendwie entgangen (ich bin über den Link vom Mangochutney hergekommen). Und dann scheint es ja auch noch gut zu Käse zu passen. Klasse. Ist auf jeden Fall zum Nachkochen vorgemerkt.

    Kommentar von mipi — 24. Juni 2009 @ 7:56 | Antworten


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