Archives for posts with tag: Spinat

oder das vergessene Rezept. Ich habe diese Cannelloni in verschiedenen Iterationen bereits mehrfach gekocht. Ich habe sie Onkel Mattel ans Herz gelegt und er hat sie mehrfach gekocht. Ich dachte, dass ich sie Paprika meets Kardamom ans Herz gelegt hätte, aber zumindest im Blog gibt es dazu keinen Hinweis. Kurz: es ist ein schönes Rezept, solange man nicht dabei verlangt, dass das Ergebnis aus fotogen ist. Wie eigentlich alle Aufläufe: nee, lass ma lieber das Licht aus, Schatz. Der schmeckt, ist nicht kompliziert und dabei noch so nett, sich auch einfrieren zu lassen. Dazu muss hübsch dann nicht auch noch unbedingt sein. Dabei fällt mir ein… könnt ich ja mal wieder machen! Die Bilder sind nämlich nicht die frischesten und stammen noch aus Berlin. Und das, wo doch die Berliner Zweigstelle eigentlich sehr weitgehend geschlossen wurde und dafür die Mannstärke in Zürich sich verdoppelt hat.
Sei’s drum. Hier ist dennoch mal ein Bild:

3-kaese-cannelloni-1

Ok, und ein zweites mit Anschnitt:

3-kaese-cannelloni-2

Hübsch is anders, lecker nicht.

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Neulich hatte ich noch Zeit zwischen regulärem Büro und einem Workshop und wollte diese gern im Café nebenan überbrücken und vielleicht sogar noch ein Croissant zu meinem Kaffee nehmen, damit ich nicht vollkommen ausgehungert im Workshop aufschlage und der Leiterin den Kopf abbeiße ob meiner hungerinduzierten schlechten Laune. Es soll schon Kollateralschäden gegeben haben, wenn mein Glukosespiegel in den Marianengraben gesunken ist. Das war an dem Abend keine Gefahr: ich wurde im Café zum Essen genötigt. ‘Sind da noch Croissants?’ Ja, ich solle soviele Essen, wie ich nur könne. Leider konnte ich nur eines essen, da ich mir dazu noch einen Eimer Milchkaffee bestellt hatte und dabei das erste Mal tatsächlich verstanden habe, wieso das in Ländern wie Frankreich als eigenständige Mahlzeit gilt.
Ein lausiges Croissant hatte ich gegessen. Das konnte so nicht durchgehen. Und nach einigem Hin & Her bekam ich alle restlichen Croissants (es waren derer vier) als Wegzehrung mit nach Hause. Solche Nötigung zum Essen kannte ich bis dahin nur als das Klischee jüdischer Schwiegermütter und ostpreußischer Großmütter. Und so stand ich am nächsten Tag da und hatte leicht altbackene Croissants in meiner Küche. Süß wollte ich nicht – sonst wären arme Ritter gegangen. Dann habe ich mich an die Briten und ihren Hand zum Bread Pudding erinnert und ja, das gibt es auch in herzhaft. Wunderbar. Und schon ist das Essen für mindestens die nächsten 2-3 Mahlzeiten gesichert. Leider habe ich das Rezept während des Kochens nicht genau mitgeschrieben, so dass ich nur ungefähre Angaben dazu machen kann, wie ich bei dieser Variante angelangt bin. Ich erinnere mich noch an

  • Eiermilch
  • Spinat
  • Paprika
  • Parmesan

Sozusagen ein wildes Crossover aus britisch, französisch, italienisch in einer Berliner Küche zusammengeworfen. Ach ja: das ist jetzt nichts für Kalorienfeiglinge.

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aber immer noch ohne Ton. Ich habe mal wieder mein Spinatrisotto gemacht und habe dieses Mal sogar vor dem Essen, was sage ich, dem Versinken in comfort food ein Bild gemacht.

spinatrisotto

Es gibt Menschen, die behaupten ‘ein weicher Reisberg ist ein weicher Reisberg’ und nehmen irgendeinen Reis für das Risotto. Was immer halt gerade in der Küche ist, aber ich denke, dass es da wirklich große Unterschiede im Geschmack gibt. Ich würde immer dafür plädieren richtigen Risottoreis zu nehmen – Arborio, Vialone, Carnaroli. Der Reis sollte zwar Außen schön matschig sein, aber bitte im Inneren noch Biss haben. Sonst kann man gleich Milchreis nehmen. Ich mag meine Risotti eher ein wenig flüssig, sie sollten sehr zäh auf dem Teller verlaufen und nicht als Objektkunst stehen bleiben.

Ich erinnere mich mit Schrecken an eine Gelegenheit vor ein paar Jahren, bei der ich im Ciao ein Risotto mit Pfifferlingen (oder waren es Steinpilze? Jedenfalls mit Pilzen) bestellt habe und einen Teller mit halbgarem Langkornreis bekam. Das war nicht ganz das, was ich mir vorgestellt hatte. Wobei ich vom Ciao eigentlich immer slightly underwhelmed war. Ich weiß nicht, ob sich die Renovierung der Räumlichkeiten auch auf die Küche ausgewirkt hat – ich bin schon länger nicht mehr hingegangen. Aber so wie ich es in Erinnerung habe, ist es kein Restaurant, das man dringend besucht haben sollte. Die melanzane di parmigiana war immer gut. Aber sonst? Nee. Lieber selber kochen.

Ich hatte Lust, mal wieder ein wenig indisch zu essen. Indisch ohne Chili ist ein wenig wie Backen ohne Mehl. Es geht schon irgendwie, aber das Ergebnis ist nicht ganz das, was man normalerweise erwarten würde. Ich habe alles frei aus dem Handgelenk gemacht, also entspricht es maximal meiner Vorstellung von indisch und nicht der irgendwelcher Einheimischen, die mit dieser Küche groß geworden sind. Meine Wahl fiel auf ein mildes Blumenkohlcurry und auf Palak Paneer. Solange man den Paneer fertig im Kühlschrank hat, ist das auch wieder ein Essen, was schnell gemacht ist. Leider war mein Panir schon deswegen zu nass, weil Mitbewohnerette 2.2 nicht realisiert hat, dass der Käse zum Abtropfen in der Spüle steht und kurz vor Ende der eigentlichen Abtropfzeit volle Kanne Wasser hat drüber laufen lassen. (‘Ich dachte, das wäre dreckiges Geschirr.’ Nein, wirklich, das ist Essen. Und jetzt kann ich es nur noch mit mäßigem Erfolg einsetzen. Bitte denk ein wenig nach. Warum sollte in der Spüle in angeblich dreckigem Geschirr ein Handtuch liegen, das mit einem Glas Himalayasalzsole beschwert ist, hmmm…?).

Es war immer noch alles halbwegs zu retten, aber nicht ganz so schön, wie es hätte sein können. Indisiertes Essen ist geradezu prädestiniert dafür, das man es im Tiffin durch die Gegend trägt und da ich eh zu viel gemacht hatte, konnte ich am nächsten Tag ein gutes Mittagessen ins Büro tragen. Auf dem Heimweg vom Büro habe ich, mit Tiffin an der Hand, noch Schuhe abgeholt. Der Schuster, gefühlter Iraner, fühlte sich an sein heimatliches Dorf erinnert, wo wohl alle Schulkinder ihr Essen in so einem Henkelmann mitgegeben bekommen haben. Die Kinder, die sich mal schnell unterwegs was zu essen kaufen musste, wurden als arme Würstchen ohne treusorgende Familie betrachtet. So gern ich mir auch mein Essen selber mache und hin und wieder durch die Gegend trage: so viel Sozialkontrolle hätte ich dann doch nicht so gern. Immerhin konnte ich dem guten Mann den deutschen Namen für die Stahlbehälter nennen – er hat sich über die Erweiterung des Wortschatzes gefreut und fand es gleichzeitig kurios und lobenswert, dass ich mir mein eigenes Essen mitbringe.

indisch_mild

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Es kommt immer wieder vor, dass ich einfach nur ein schnelles Essen haben möchte. Weder habe ich dann den Nerv elaboriert zu kochen, noch mir erst was auszudenken und dafür auch noch einkaufen zu gehen. Dankbar bin ich dann für simples, schnelles Essen aus Vorräten. In diesem Fall traf es sich, dass ich frische Gnocchi vom Lieblingsitaliener und ordentlichen Mozzarella da hatte. Und Tiefkühlspinat: das reicht doch, für eine schnelle Mahlzeit. Und schnell ist das wirklich.

spinat_fastfood

Gnocchi mit Spinatsauce

für 1

  • 250-300 g frische Gnocchi
  • 3-4 handvoll TK-Spinat, gehackt
  • 1 kleine Knoblauchzehe, gequetscht
  • 1/2 ordentlichen Mozzarella, gewürfelt
  • Salz, Pfeffer
  • wenn’s gerade da ist: eine Frühlingszwiebel in Ringen

Während das Wasser für die Gnocchi zum Kochen aufgesetzt wurde, den Spinat auftauen. Würzen und den Käse reinschmelzen. In der Zeit sollte das Gnocchiwasser gekocht haben und die Gnocchi an die Oberfläche geschwommen sein.

Auf einem Teller zusammenführen und sich freuen.

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