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Eine kleine Herausforderung war es ja schon. Das erste Weihnachten ohne die Familie. Aber was tun? ATB und Onkel Mattel weilten in Myanmar, Little Sister mit Familie am Bodensee und da habe ich schon frühzeitig den GröFaZ um weihnachtliches Asyl gebeten und es auch gewährt bekommen. Fremde Traditionen – was essen die an Weihnachten? Ist das festgelegt? Wer kocht denn da? Kann ich mir was aussuchen? Gibt es in der Stadt auch alles, was ich für normal oder unabdingbar für die ausgewählten Rezepte halte?
Ging dann alles. Da niemand Einwände hatte, habe ich mir einfach Rezepte ausgesucht und das meiste ließ sich auch lokal besorgen – bis auf die Kaffirlimettenblätter (Rezept dazu folgt irgendwann die Tage), aber eine Sache lässt sich ja locker mitnehmen. Hier der einfache Teil: eine Wiederholung eines Rezeptes, bei dem ich sicher sein konnte, dass es auch wirklich funktioniert. Rosenkohlgratin mit Rosmarin.

Blanchierter Rosenkohl, fein in einer Schicht in der Form. Schon mit Guss und Nüsschen.

Sorgfältig den restlichen Käse rüberstreuen. Wie man sieht war es trotz eigentlich großer Küche dann doch irgendwann auf allen Arbeitsflächen voll.

Fertiges Gratin mit einem fiesen Rotstich, den ich nicht rausbekomme. Das habe ich davon, dass ich auf dem fertig dekorierten Tisch ohne Blitz und aus der Hand fotografiere…

…. und der Rosenkohl in seinem natürlichen Habitat: auf dem Teller mit den anderen netten Dingen.

Rosenkohlgratin mit Rosmarin

Für 4 Personen

750g Rosenkohl
2 kleine Zwiebeln
6 Zweige Rosmarin
50g Walnüsse
150ml Sahne
125g Parmesan
Salz, Pfeffer

Rosenkohl putzen, halbieren und 5 Minuten in Salzwasser blanchieren. Das Kochwasser aufheben, zumindest 200ml davon.
Den Backofen auf 200° vorheizen. Zwiebel und Rosmarin hacken, Walnüsse in Stücke brechen. Die Drei dann in Olivenöl ca. 2-3 Minuten anbraten und mit dem Rosenkohlsud ablöschen, ein paar Minuten einkochen lassen. Sahne und 100g Käse dazu – der Käse soll schmelzen. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Rosenkohl in einer feuerfesten Form mit der Sauce übergießen, restlichen Käse rauf und ca. 20-25 Minuten backen.

Neulich war ich bei ATB und es gab: Fenchelgratin mit Tomatensalat. Das ist für mich eines der absolut klassischen Kinderessen. Ich liebe es. Es ist vollkommen mild und lecker und überhaupt. Abgesehen von allem anderen ist es auch noch ganz einfach zu kochen, allerdings weniger geeignet, wenn man sofort essen möchte. Hier muss man wahlweise ein wenig planen oder etwas Geduld mitbringen. Ich habe mich für eine Mischung aus beidem entschieden. Mit anderen Worten: ich habe Resteverwertung betrieben und die restlichen Kartoffeln, die ich so großzügig gekocht hatte alle einer zweiten Bestimmung zugeführt. Außerdem kann man sich damit schmücken, ein saisonales Essen zu kochen, zumindest, wenn man einen eventuellen Tomatensalat nicht erwähnt. Fenchel gehört zu den Gemüsen, bei denen ich eher minderkreativ bin. Fenchelgratin? Ja.
Fenchelsuppe? So als Ausnahme mal.
Fenchel gestippt in gesalzenes Olivenöl als Antipasto? Ja.
Danach verlässt es mich allerdings dann schon weitgehend. Man kann sicher noch ganz viele andere Sachen damit machen, aber was genau… entzieht sich meinem Kochalltag.

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Ich kann sehr unkreativ sein, was das Kochen meines Abendessens angeht, insbesondere dann, wenn ich schon hungrig/müde/entnervt bin. Dann darf nichts mehr fehlen oder kompliziert werden. Schnell ist dann zwar ein Bonus, aber wenn ich dafür zu viel klein schneiden muss, scheidet es auch wieder aus. Während Dinge aus dem Ofen dann fast immer gut sind, weil ich nur wenige Zutaten zurechtschnitzen muss um sie dann für eine ganze Weile im Ofen zu vergessen. Das können Aufläufe sein, Gratins, Ofemgemüse… egal, Hauptsache, ich muss mich um nicht mehr viel kümmern, während es friedlich vor sich hin gart. So auch an besagtem Abend: ich wollte dringend ein sinnvolles Abendessen, aber bitte nichts, bei dem ich aktiv denken oder gar viel vorbereiten muss. Und es musste in die Zutatenrestriktionen passen, die meine Vorräte vorgaben. Es ergab sich ein Kartoffel-Karotten-Gratin, zu der sich eine halbe Tüte fertig gemischten Salates mit Vinaigrette gesellte. Comfort food und noch dazu stressfrei. Sehr angenehm. Und basiert auf dem Rezept des klassischen Kartoffelgratins.

kartoffel-moehren-gratin

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Einfaches Essen mit Vorräten aus dem Kühlschrank – es kommt bei mir immer wieder vor, dass ich nicht von der Vorstellung begeistert bin, am Abend noch langwierige und vor allem komplizierte Gerichte zu kochen.Glücklicherweise muss ein Gericht ja nicht kompliziert, um gut zu sein. So haben hier Spinat, Eier, Sahne und Käse ihre letzte Ruhestätte gefunden.

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Eigentlich ist ein Zucchini-Tomatengratin ein richtiges Sommeressen. Aber. Alle Zutaten waren gerade da und ich wollte dann gern das Gratin herstellen. Ein wenig Sommer in den grauen Herbst bringen. Und wie soll ich sagen? Es ist ein sehr leckeres Gratin, tüteneinfach. So wirklich als Kochen würde ich das nicht bezeichnen, aber um so besser ist es geeignet, wenn man schnell abends nach der Arbeit noch ein warmes Essen herstellen will. Ein wenig schnibbeln, ab in den Ofen und schon fast fertig.

Zucchini-Tomatengratin

Pur reicht es für 2 als Abendessen, mit Baguette oder so dann eher für 3-4

  • 600g Zucchini in feinen Scheiben
  • 500g Tomate in feinen Scheiben
  • 1 große Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 EL frisch gehacktes Basilikum
  • 1 EL frisch gehackte Thymianblätter
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 150g Schafskäse

Als erstes: die Mengenangaben sind nur so ungefähr und passen gut in meine Auflaufform.

Den Ofen auf 200° vorheizen. Eine Auflaufform einölen und dann dachziegelartig die Gemüsescheiben einsortieren. Mit Knoblauch, Kräutern, Salz, Pfeffer bestreuen, ca. 2 EL Olivenöl darüber träufeln. Den Schafskäse über das Gemüse krümeln. Für 20 Minuten im Ofen backen. Nach dieser Zeit hat das Gemüse noch ein wenig Biss. Wer es gern weicher mag, lässt es entsprechend länger im Ofen, dann aber evtl. mit Alufolie abdecken, damit der Käse nicht vergrillt.

Essen kommen.

Zucchini-Tomatengratin

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