Kochen für Schlampen – Hamburg, Berlin, Zürich

29. März 2009

Resteverwertung, total nachhaltig

Einsortiert unter: Basis,Ganzes Essen,Gemüse — kochschlampe @ 13:17

Nachdem ich schon hier und hier Möhrchen mit Kartoffelbrei gepostet hatte, dachte ich, ich müsse ja der Welt nicht noch eine Variante schenken und habe kein Bilddokument gemacht. Hätt ich aber sollen. War eine Variante, die so lecker ist, dass sie die Wiederholung wirklich lohnt. Ich habe eigentlich nichts außergewöhnliches gemacht: die Möhrchen in Butter angebraten, ein wenig Zucker dazugegeben, mit Portwein abgelöscht und dann mit ein wenig Meersalz und Thymianblättchen gedünstet, bis die Möhrchen den richtigen Gargrad erreicht haben, dann mit einem Löffelchen Crème Fraîche abgebunden. Dazu Kartoffelbrei mit Parmesan und schwarzen Oliven. Großartig. Kann ich zum Nachbauen nur empfehlen.

Meistens mache ich in voller Absicht zu viel Kartoffelbrei – ich nehme den gern für Aufläufe, Herzoginkartoffeln oder Bratlinge in der Zweitverwertung. Hier habe ich wieder Bratlinge gemacht:

kartoffelbratling_salat

Pro Nase braucht man etwa ein Bund Rucola, eine halbe Paprika, ein wenig Zwiebel (beides in kleinen Würfeln) und Vinaigrette für den Salat.

Für 4 Bratlinge braucht man eine Doppelhandvoll Kartoffelbrei der Wahl, 1 Ei und soviel Mehl, dass ein halbwegs glatter Teig entsteht. Dann noch ein wenig Butter zum Ausbraten und fertig. Die Bratlinge bei mittlerer bis hoher Hitze auf jeder Seite etwa 4 Minuten braten oder bis die sich gold-braun verfärben.

Pro Nase für eine vollständige Mahlzeit sollte man 2-3 Bratlinge zu dem Salat rechnen.

Salat auf Teller, Bratlinge rauf. Glücklich sein.

Oh – ich darf mehr oder weniger wieder alles essen, was ich will. Zum Glück.

27. März 2009

Statt Schäfchen zählen

Einsortiert unter: Randbemerkung — kochschlampe @ 17:12

Neulich konnte ich ewig nicht ewig nicht einschlafen. Ich habe immer noch nicht gelernt, dass ich zwar gefahrlos auch zu später Stunde noch Kaffee trinken kann, nicht aber grünen Tee. Der Beste Schwager hatte mir schon im letzen Sommer eine Iwachu-Teekanne direkt aus Japan importiert, in der ich seitdem ausschließlich meinen grünen Tee herstelle.

teekanne

Merke: nicht nach acht am Abend noch zwei Kannen davon trinken. Da ich nun aber nicht schlafen konnte, was tun? 

Ein Bekannter hatte neulich gefragt, ob er mich als Köchin/für’s Catering buchen könne – er hatte eine kleinere Abendgesellschaft zusammengestellt, kann aber nicht wirklich kochen und hatte trotzdem kühnerweise ein Abendessen versprochen. Ich hatte keine Zeit, an dem Tag kommt dontblog aus dem Urlaub zurück und wir wollten uns ein wenig zusammensetzen und wilde Pläne schmieden. Oder auch einfach nur überhaupt welche.

Aber als ich so nicht einschlafen konnte, habe ich überlegt, was ich an seiner Stelle an Essen gemacht hätte.

Die tüteneinfache Variante:

  • Pizza Margherita
  • Rucolasalat mit Paprikawürfeln und fruchtiger Vinaigrette
  • Erdbeeren mit Schlagsahne und überstreut mit Amarettibröseln

Oder man könnte ein Thema durchziehen:

  • Karottenessenz mit Ziegenkäsecrostini
  • Salat mit Dressing aus geschmolzenem Ziegencamembert
  • Ratatouille-Quiche überbacken mit Ziegenkäse, dazu Thymianschmand
  • Pflaumenkompott mit Ziegenkäsenockerln

Alternativ mit Convenienceprodukten:

  • Hummus mit Crudités
  • Gnocchi mit grünem Gemüse
  • Apfelgalette mit Vanilleeis

Saisonal:

  • Frühlingszwiebelsuppe
  • Linguine mit Bärlauchpesto
  • herzhafter Fetakäsekuchen mit Frühlingskräutern
  • Rhabarbersorbet

Dann konnte ich endlich einschlafen. Spät genug war es auch.

3. Oktober 2008

Man sollte verarbeiten, was man geschenkt bekommt

Einsortiert unter: Ganzes Essen,Gemüse — kochschlampe @ 18:21
Tags: kochen, Fresspaket, vegetarischer Labskaus

Und so habe ich mir die Bastelanleitung und die Zutaten aus meinem Fresspaket genommen und mein Abendessen hergestellt.  Brav habe ich als erstes die Gurke geschält, der Länge nach  halbiert, entkernt und  gewürfelt. Mit  der  mitgelieferten Vinaigrette übergossen und  beiseite gestellt. Eine gute handvoll der Sojaschnitzel habe ich mit ca. 250 ml kochender Brühe übergossen und auch ersteinmal ruhen lassen. Die Kartoffeln und die rote Beete getrennt zu kochen war mir zu stressig, zumal man  so die Kartoffeln in der Schale lassen kann. Also beide Gemüse in einen Topf gegeben und mit Wasser  bedeckt zum Kochen gebracht – nach ca. 20 Minuten waren die Kartoffeln gar. Kurz abgeschreckt und dann gepellt, um einen Kartoffelbrei zu beginnen. Die Beete köchelt währenddessen weiter.  Die Sojaschnipsel ausgedrückt und in einer fettfreien Pfanne  dunkel geröstet.

Jetzt war auch die rote Beete gar und wurde nach dem Abschrecken geschält und gewürfelt. Zum Kartoffelbrei und ordentlich mit Salz und Pfeffer würzen. Sojaschnipsel dazu, alles gut vermischen.

Auf einem Tellerchen mit dem Gurkensalat arrangieren und zufrieden sein.

Die Fleischersatzschnipsel waren darin gar nicht schlecht – die erste Reaktion bei allen Bekannten war: Igitt?! Labskaus. Ich muss sagen, mir hat es eigentlich sehr gut geschmeckt. Vielleicht würde ich bim nächsten Mal ein wenig mehr rote Beete nehmen und ein wenig Senfpulver direkt dazu geben – die Schärfe von Senf scheint sich hier mit dem Rest sehr gut zu vertragen.

Gurkensalat mit Vinaigrette war auch etwas Neues für mich – ich ertränke Gurkensalat meist in Schmand und Dill – und ich muss sagen, dass es hier sehr gut so gepasst hat.

9. Juli 2008

Yoga hat Vor- und Nachteile

Einsortiert unter: Basis,Ganzes Essen — kochschlampe @ 07:56
Tags: ashtanga yoga, Linsensalat, sommerfest, vegetarisch kochen

Ich bin seit einer Weile mit Ashtanga Vinyasa Yoga zugange. Einerseits weil es mir einfach Spaß macht und mich entspannt, andererseits hatte ich die leise Hoffnung, dass ich endlich die bis dahin immer noch angepeilten 2 Kilo endlich zunehmen würde. Ist nicht. Es gibt keine dicken Ashtanga Yogis. Wer das länger macht, ist in der Regel athletisch-schlank – daher auch meine Hoffnung, wenn ich schon kein Fett ansammle, ob ich das Gewicht einfach über ein wenig Muskulatur hochschummeln kann. Und siehe da: ich habe tatsächlich deutlich an Muskeln zugelegt. Nur leider habe ich gleichzeitig einiges an Fett verbrannt, so dass ich von meinem Zielgewicht inzwischen 3 Kilo entfernt bin. *seufz*

Ich habe in mehreren Teillektionen erfahren dürfen, warum es sinnvoll ist, morgens zu üben. Wenn  ich morgens übe, bin ich hinterher den ganzen Tag wach, fit und energetisiert. Leider bin ich das auch, wenn ich abends übe. Ich gehe fast gar nicht mehr abends zum Training, aber wollte neulich zu einer geführten Klasse, die es nur abends gibt. Ich, die ich normalerweise immer früh schlafen gehe, konnte bis etwa um 2h nicht einschlafen. Ein deutlicher Nachteil.

Ein deutlicher Vorteil hingegen ist die Futterversorgung bei einem Sommerfest in meiner Yogaschule:
man kann davon ausgehen, dass gefühlte 80% der anwesenden Vegetarier sind und alle zumindest von bio-Futter angehaucht sind. Der einzige Salat, indem Speckstückchen enthalten waren, wurde deutlich separat gestellt… auf den Grill durfte nur Produkt von der toten Pflanze und insgesamt kann ich nur sagen, dass ich selten bei einem Gartenfest gewesen bin, bei dem es so durchgängig gutes Essen gab. Meinen Beitrag (ein Rosmarin-Marzipan-Kuchen und ein Roter Linsen Salat mit Ziegenkäse) habe ich zwar vergessen zu fotografieren, aber zumindest das Salatrezept wollte ich verteilen:

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29. April 2008

3-Euro-Kochen

Wir haben eine neue Runde beim 3-Euro-Kochen gewagt. Wir waren ein paar mehr, als beim letzten Mal – Herr E, der junge Herr E, dontblog mit dem besten aller verlobten, equalizer, Die Kleine Prinzessin, Fräulein H und natürlich ich. Entsprechend gab es erstaunlich viele mitgebrachte Sachen:

  • Tofu
  • Bambussprossen
  • Blumenkohl
  • Broccoli
  • Kartoffeln
  • Dosenpfirsich
  • Mie-Nudeln
  • Senfsprossen
  • Petersilie
  • Aubergine
  • Birne
  • Orange
  • Pilze
  • fertige Putenbruststreifen
  • Feldsalat
  • Rucola
  • Datteltomaten
  • Dosenmango
  • Crème Double
  • Pastinaken
  • Süßkartoffel
  • handgesammelte Eier aus MeckPom
  • Marzipan
  • Russisch Brot
  • Hirse
  • Chili

So, und daraus war nun ein Abendessen für neun Personen zu gestalten. Das sollte ja nicht so schwer sein…

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