Kochen für Schlampen - Hamburg, Berlin, Zürich

23. Juni 2008

Üben für den Hochzeitskuchen II

Gespeichert unter: Ofen, Süßes — kochschlampe @ 8:30 Uhr vormittags
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Hier habe ich ja schon einmal für den Hochzeitskuchen im August geübt, bin aber mit der Zeitplanung ein wenig in Schwierigkeiten geraten und konnte kein Fondant mehr auf die Torte auftragen. Dieses Mal habe ich eine kleine Form gewählt - um die Chancen zu erhöhen, dass der Kuchen auch aufgegessen werden kann und habe so rechtzeitig angefangen, dass auch das Fondant noch verteilt werden konnte. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich dringen so eine Art Glättkelle brauche, damit es keine hässlichen Fingerabdrücke auf der weißen Masse gibt.  Meine erste Anlaufstelle war ein Bastelladen, der das natürlich nicht hatte. Vielleicht sollte ich doch mal in einen Baumarkt gehen… oder schauen, was Tortendekorationshilfsanbieter im Zwischennetz zu bieten haben.

Mir waren die Rezepte, die ich für Fondant bekommen habe, bzw. die in meinen Büchern standen, nicht ganz geheuer. Hier eines von Ulrike von Ostwestwind und hier eines mit Marshmellows von Llynnya empfohlen. Aber es erschien mir einfacher, ein Rezept mit Fett zu nehmen. Einen direkten Vergleich, welche Variante am besten funktioniert, habe ich (noch) nicht, aber Fett geht schön einfach.

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21. Juni 2008

Fisch Biryani

Gespeichert unter: Ganzes Essen, Tier — onkelmattel @ 9:23 Uhr nachmittags
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Dass man auch im beschaulichen, eigentlich provinziellen, Kiel nicht auf gute Küche verzichten muss, sei hier nun bewiesen. Kürzlich entdeckte Onkel Mattel den Supermarkt „Nadi“, wobei ich bislang nicht herausbekommen habe, ob das Geschäft von Türken, Arabern oder Afghanen geführt wird. Ist ja auch eigentlich egal, wichtig ist, dass „Nadi“ mit allem ausgestattet ist, was der orientalische Markt an Gewürzen und Mischungen dem Liebhaber der Küche Asiens bereithält.

Nach meinem jüngsten Einkauf hatte ich alles parat, was für ein gutes Fisch Biryani notwendig ist und das passt alles, bis aus den Fisch, Joghurt und den Reis, in eine kleine Packung. Darin befindet sich eine Mischung, die u.a. aus Paprika, Kurkuma, Pfeffer, Koriandersamen, Kardamom, Muskatnuss, Nelke und griechischem Heublatt besteht. Um zu sehen, was notwendig ist, um dieses leckere, in Indien beheimatete Reisgericht zu zu bereiten, guckt Ihr hier:

750 g Fischfilet in mundgerechte Stücke geschnitten
500 g Basmatireis
3 Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
250 g Naturjoghurt
frischer Dill (eine Hand voll, abgezupft)
frische Korianderblätter (eine Hand voll, fein gehackt)
8-10 Chillies (können natürlich je nach Belieben auch mehr oder weniger sein, jedenfalls längs aufgeschnitten)
1 Packung Fish Biryani Mix

Und so wird’s gemacht:

1.Der Saft von 3 Limetten (Zitronen sind auch o.k.), wird mit 3 zerquetschten Knoblauchzehen und der Würzmischung zu einer pastenähnlichen Substanz verrührt.

2.Nun den Fisch dazu und ca. 1 Stunde marinieren


3.2 halbierte und in dünne Scheiben geschnittene Zwiebeln in Öl andünsten, den marinierten Fisch dazu sowie die Chillies und den Koriander. Ein bisschen anbraten (umrühren nicht vergessen!) und nun den Joghurt unterrühren. Auf kleiner Flamme 2 – 3 Minuten köcheln und beiseite stellen.


4.Dill in etwas Öl andünsten, 1 Liter Wasser, etwas Salz und den Reis dazu. Umrühren und auf kleiner Flamme so lange köcheln, bis der Reis etwa drei Viertel gar ist (muss noch Biss haben). Dann den Reis durch ein Durchschlagsieb abtropfen lassen


5.Rund die Hälfte davon in einen ausreichend großen Topf packen, darauf die Fisch/Joghurt-Mischung und die andere Hälfte des Reises. Deckel drauf und auf kleinster Flamme den Reis gar kochen. Jetzt alles vorsichtig miteinander vermischen.


6.Fertisch!

17. Juni 2008

Sauce Hollandaise für jedermann

Gespeichert unter: Basis — kochschlampe @ 2:35 Uhr nachmittags
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Entsprechend vielleicht nicht ganz orthodox, dafür aber mit der Geling-Garantie. Hier gibt es eine schöne Beschreibung, was denn bei der richtigen Hollandaise chemisch so passiert, auch wenn ich gegen die Verwendung von Stärke bin. Stärke in der Holländischen Soße ist ein wenig wie Stützräder beim Radfahren. Natürlich geht es erst einmal einfacher, aber dafür hat man hinterher Schwierigkeiten, ohne Hilfe zurecht zu kommen. Also lieber gleich richtig lernen. Oder diese Schummelvariante benutzen. Hier findet sich sonst auch noch eine Bare Bones Anleitung für eine fast richtige Hollandaise. Was zum eigentlichen Klassiker fehlt ist die Reduktion.

Ich habe einen Vorschlag aus Nigella Lawsons ‘How to Eat’ aufgegriffen und kann nur sagen, dass das wirklich die einfachste Art zu sein scheint, mit der man eine halbwegs richtige Sauce hinbekommen kann.

Für 4:

  • 4 Eigelb
  • 250g Butter, in 1 cm³ Würfeln
  • Zitronen- oder Limettensaft (ca. Äquivalent zu einer halben Zitrone)
  • Salz, Pfeffer (idealerweise frisch gemahlenen weißen)

Die Eigelb in eine feuerfeste Schüssel - ich nehme da eigentlich immer Edelstahl - geben und auf einen kleineren Topf geben, in dem kaltes Wasser etwa 2cm hoch steht. Das Wasser zum Kochen bringen und sogleich zu einem leichten Simmern runterschalten. Die Schüssel soll das Wasser NICHT berühren. Nun nach und nach die Butter würfelweise dazu geben und die ganze Zeit fleißig rühren, damit sie sich in den warmen Eigelb schön auflöst. Das dauert eine Weile. Wenn sich alle Butter darin aufgelöst hat und eine sämige Sauce entstanden ist, Zitrone, Salz und Pfeffer nach Geschmack dazu geben. Wahrscheinlich gelingt es manchen Menschen auch hier, ein buttriges Rührei aus der Angelegenheit herzustellen, aber einigen kann man einfach nicht helfen.

Die Sauce lässt sich über dem Wasserdampf auch eine Weile warm halten.

16. Juni 2008

Obst-Streuselkuchen (TM)

Gespeichert unter: Ofen, Süßes — kochschlampe @ 6:18 Uhr nachmittags
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Der wahrscheinlich welteinfachste Kirschkuchen. Im Prinzip nichts anderes, als Streuselteig mit Kirschen. Einmal am Boden fest gedrückt, einmal als Streusel oben drauf. Der Kuchen lässt sich in hunderterlei Varianten herstellen - ganz ähnlich habe ich ihn hier mit Pflaumen gemacht. Er geht aber auch gut mit Äpfeln, Birnen, Aprikosen, Nektarinen…. eigentlich jedem Obst, dass sich halbwegs ordentlich backen lässt. Eventuell sollten dann allerdings die Zuckermengen angepasst werden. 

 

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13. Juni 2008

Kinderkuchen

Gespeichert unter: Ofen, Süßes — zitronencurry @ 3:35 Uhr nachmittags
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Neulich verblüffte mich ein Kollege mit der Aussage, dass Kinder eigentlich keinen Kuchen äßen. Ist nicht ganz falsch, meistens kommen andere Süßigkeiten wesentlich besser an. Da mein Kind aber gerne Kuchen bäckt und sie zu Ostern eine schicke kleine Backform von Omma bekommen hat, haben wir ihrer Freundin Ida zum zweijährigen Geburtstag einen Kuchen gebacken. Grundlage war der von mir sehr geliebte 4-Viertel-Teig, bei dem alle Zutaten zu gleichen Teilen verarbeitet werden, ausgehend vom Gewicht der Eier. Hier waren es zwei Eier, die beste Größe für die Form scheint L zu sein (wir hatten XL, und das war etwas zuviel Teig.) Wichtig ist - man kann es nicht oft genug sagen - dass die Zutaten zimmerwarm sind. Falls Butter und Eier zu kalt sind, stelle ich die Rührschüssel in warmes Wasser. Der Teig emulgiert bei zu kalten Zutaten einfach nicht richtig. Ich mache diesen Teig immer von Hand mit dem Schneebesen, aber so puristisch muss man nicht sein.

Zutaten (für einen Erwachsenenkuchen alles verdoppeln):

  • 2 Eier
  • eischwer Mehl, Zucker, Butter
  • 1/4 TL Weinsteinbackpulver (geht aber auch ohne Backpulver)
  • Prise Salz
  • kl. TL Bittermandelaroma oder wahlweise Zitronensaft und abgeriebene Zitronenschale

Zuerst die Butter mit dem Zucker und dem Salz schaumig rühren, bis die Masse fast weiß ist. Dann die Eier nacheinander (!) unterschlagen, Aroma dazu. Das Mehl mit dem Löffel oder Schneebesen darunterheben (nicht mehr heftig rühren). Der Teig hat jetzt eine wunderbare cremige Konsistenz, ganz anders als der Rührteig meiner Jugend, der mit (kalter) Margarine hergestellt wurde, dann die kalten Eier platsch dazu und alles ordentlich mit dem Mixer durchquirlen… was wusste ich schon von Rührteig?

Den Teig in die geölte und bemehlte Form geben und ca. 35 - 40 min bei 180° C backen, ein hölzerner Schaschlikspieß sollte bei der Probe ohne klebrige Teigreste bleiben.

Guss:

  • 100g Puderzucker, gesiebt
  • 1-2 EL Zitronensaft

Beides verrühren und über den Kuchen pinseln oder gießen. Alle verfügbaren Smarties, Zuckerperlen oder Gummibärchen zusammenkramen und aufpassen, dass mehr davon auf dem Kuchen als im Kind landet. Mit der richtigen Menge Kerzen verzieren. Stolzes Kind über den grünen Klee loben.

Noch ein Wort zum Bittermandelaroma: Ich habe mir ein Fläschchen Bittermandelaroma in einem Bioladen in England besorgt, weil ich hier nicht fündig geworden bin. Es schmeckt unglaublich gut. Die Aromen von Backin habe ich aus meiner Jugend in schlechter Erinnerung (künstliches Rumaroma! bäh!), die kaufe ich nicht. Falls man das doch verwenden möchte, ist ein halber TL sicher zuviel. Das Biozeug muss man nicht allzu vorsichtig dosieren, es schmeckt nach dem Backen eher mild durch.

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