Kochen für Schlampen – Hamburg, Berlin, Zürich

13. Dezember 2009

Blogtreffen Hamburg – Zürich

Einsortiert unter: Ganzes Essen,Uncategorized — zitronencurry @ 22:20
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Der GröFaz ist ja zur Zeit gut unterwegs. Und da er beruflich gerade in der besten aller Hansestädte weilt, haben wir gestern abend mal wieder eine Co-Produktion gemacht und noch ein paar Leute dazu eingeladen. Das Menü sah so aus:

  • Feldsalat mit gedünsteter Birne, Roquefort & Crema die Balsamico
  • Entbeintes Huhn mit Rindfleisch-Parmesan-Füllung, dazu kleine Kartoffel-Gratins
  • Gebackener Sauternes-Pudding

Hauptanlass war der Wunsch des GröFaz, endlich mal einen Vogel zu entbeinen. Irgendwann soll es mal eine Wachtel werden, aber geübt wurde gestern an einem französischen Schwarzfeder-Huhn – ein sehr sportliches Tier, wie sich beim Entbeinen herausstellte, mit kräftigen Knochen, und äußerst schmackhaft. Das Rezept gab es schon einmal hier.

Der Salat ist schnell erzählt: Die Birnenscheiben wurden angedünstet, mit Feldsalat und gekrümelten Roquefort angerichtet und mit Crema di Balsamico beträufelt. Eine sehr gelungene Kombination! Wir hätten uns auch noch gebratene Pancetta vorstellen können, aber so richtig gefehlt hat sie nicht. Der GröFaz hat sich im Nachhinein noch Olivenöl darübergeträufelt, aber mir gefiel es auch ohne gut.

Die kleinen Gratins waren aus fein gewürfelten Kartoffeln und Sahne.

Und der Pudding war ein Rezept von Nigella. Es gibt kein Bild, aber er sah nicht annähernd so spektakulär aus, wie er schmeckte. Wir haben dazu den Rest der Sauternes-Flasche geleert, geiles Zeug!!

22. November 2009

Oeufs en Cocotte – gebackene Eier

Einsortiert unter: Uncategorized — zitronencurry @ 22:46

Wir haben endlich kleine, feuerfeste Förmchen. Irgendwie wollten wir immer mal Creme Brulée machen, zumal wir ja auch über einen Gas-Flammenwerfer verfügen, aber ohne feuerfeste Förmchen geht das schlecht. Neulich stieß ich dann noch auf dieses Rezept und fand, dass es jetzt endgültig die Anschaffung rechfertigt, unsere Küche ist nämlich schon ziemlich voll. Man muss dazu sagen, dass man Oeufs en Cocotte machen kann, wie man will – mit Gemüse, ohne Käse, mit Schnittlauch oben drauf, mit verschiedenen Gewürzen…. das Grundrezept besteht nur aus Ei, Butter und Sahne. So wie hier sind sie in jedem Fall sehr lecker.

Für 4:

  • 4 Eier
  • Butter
  • 4 EL Sahne
  • 1 Lauchzwiebel
  • geriebenen Käse (z.B. mittelalten Gouda)
  • Speck, falls gewünscht
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer

Den Ofen auf 180° vorheizen. Die Förmchen mit Knoblauch ausreiben und großzügig buttern. Ca. 1 EL geriebenen Käse und einen TL Lauchzwiebel unten rein, auch den Speck, falls vorhanden. Ein Ei hineinschlagen, dabei das Eigelb möglichst intakt lassen. Einen EL Sahne dazugeben, wieder Käse, dann pfeffern & salzen. Jetzt kann man die Förmchen in ein Wasserbad stellen, wir haben sie aber einfach gebacken (vermutlich ist es so etwas schwerer, das Eigelb flüssig zu behalten). Sie brauchen in beiden Fällen ca. 15 Minuten.

18. November 2009

Bildungsmaßnahme: Scharfe Messer für Kinder

Einsortiert unter: Zubehör — zitronencurry @ 22:23
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Die kleine Zitrone hatte neulich Geburtstag. Sie ist vier geworden. Schon ganz schön groß! Und da sie gerne backt und kocht, haben wir ihr zum Geburtstag einen Satz Kinderkochmesser geschenkt. Es handelt sich um ein relativ neues Produkt der Firma Chroma, die zwar gute Messer macht, aber die schlechteste Homepage der Welt ihr eigen nennt (die Captain Cook Messer sind nicht einmal drauf). Irgendwie ahnt man, dass es sich um eine deutsche Firma handeln muss, der Firmensitz liegt jedoch in den USA. Strange.

Captain Cook Messer

Foto: kochmesser-shop.de

Eigentlich werden die Captain Cook Messer ab fünf Jahren empfohlen, aber da die kleine Zitrone große Hände und ziemlich geschickte Finger hat, haben wir die Altersangabe großzügig übersehen. Die Messer haben auf Kinderhände abgestimmte, kurze Griffe, die mit Gummieinlagen rutschfest gemacht sind, abgerundete Spitzen und ziemlich scharfe Klingen. Letzteres dient der Sicherheit, denn beim Schneiden sind stumpfe Klingen das Gefährlichste, weil man zuviel Kraft einsetzen muss und leicht abrutscht. Das gilt gerade für Kinder, denn die beherrschen oft die Schneidetechnik nicht optimal und kämpfen noch mit allen möglichen Hürden, zum Beispiel damit, dass das Gemüse in ihren Händen viel größer und der Winkel oft nicht optimal ist.

Die Messer sind noch nicht sehr oft zum Einsatz gekommen, aber folgendes ist unsere Erfahrung: Die Messer liegen gut in der Hand (beim Kind, für Erwachsene sind die Griffe zu kurz), die abgerundete Spitze ist super – sie stört nicht, da die Messer ordentlich scharf sind, erhöht aber die Sicherheit bei Gefuchtel und wenn sie mal fallen sollten.

Man muss so ein kleines Kind beim Schneiden gut überwachen und es immer wieder darauf hinweisen, wie es das Schneidgut halten sollen, so dass kein Finger im Weg ist (Chroma empfiehlt den „Krallengriff“, und das geht in den meisten Fällen gut).  Dann ist das Kind aber stolz wie Bolle, wenn es das Gemüse selbst geschnitten hat und deutlich bereiter, das selbst geschnittene Gemüse auch zu essen.

Das Set enthält ein kleines Schälmesser, ein Kochmesser und ein Tranchiermesser. Letzteres braucht man, zumindest für ein Kindergartenkind eher nicht – es ist zu lang, und welches kleinere Kind tranchiert tatsächlich Fleisch? Wenn man nur eins kaufen möchte, würde ich das Kochmesser empfehlen, denn es schneidet viel besser als die herrkömmlichen kleinen Schälmesser, die man Kindern sonst in die Hand drückt, und auch als – zierlicher – Erwachsener kann man es noch einigermaßen benutzen, wenn man z.B. mit Gästen kocht und nicht genug Messer hat.

2. November 2009

Werbung: europäischer Keks-Geiselaustausch

Einsortiert unter: Uncategorized — kochschlampe @ 22:01
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Anikó organisiert dankenswerterweise einen europäischen Keks-Geiselaustausch. Also: seiet fleißig und spielet mit!

keksgeiselaustausch01

16. Oktober 2009

Im Nachbau I: Ca Ri Ga – Vietnamesischer Hühnchencurry

Einsortiert unter: Ganzes Essen,Tier,Uncategorized — zitronencurry @ 12:07

Dieses Gericht habe ich gelernt, weil ein Freund von mir es als Lieblingsgericht immer beim Vietnamesen bestellt. Leider war ich noch nie in Vietnam, aber ich möchte gerne hin – vietnamesisches Essen ist der Wahnsinn!! Jedenfalls, meinem Freund habe ich versprochen, sein Lieblingsessen mal nachzubauen. Mittlerweile ist es ein Standardessen bei uns zu Hause, weil es auch die Kinder gerne mögen.

Ca Ri Ga

Das Interessante an dem Rezept ist, dass es mit indischem Currypulver zubereitet wird – es ist sozusagen indisch inspiriert. Beim Vietnamesen habe ich es mit größeren Hühnchenteilen gegessen – ganze Brüste und Beine. Die Kochzeit ist ein wenig länger.  Für den Hausgebrauch koche ich deshalb eine schnellere Variante mit Hühnerbrustfilets, die vermutlich vom Originalrezept etwas abweicht. Als Beilage kann man Reis nehmen, es wird in Vietnam aber auch mit Baguette gegessen, so habe ich gelesen, und konnte es mir erst nicht vorstellen. Aber funktioniert hervorragend mit Baguette, denn es hat eine eher suppige Konsistenz.

Für 4 – 5

  • 400g Hühnerbrustfilet, in dünne Scheiben geschnitten
  • 2 mittelgroße Süßkartoffeln, gewürfelt (Kartoffeln und Möhren passen auch)
  • 1 Gemüsezwiebel oder eine Handvoll Schalotten, in Scheiben
  • 1 Stück Ingwer, gerieben
  • 1 Zehe Knoblauch, gequetscht
  • 2 EL Madras-Currypulver
  • 1 Stange Zitronengras, gequetscht
  • 1 Tasse Hühnerbrühe (geht auch Brühwürfel)
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 1 – 2 EL Fischsauce
  • 1 EL Zucker

Falls die Beilage Reis sein soll, diesen ruhig erst aufsetzen.

Die Zwiebeln anbraten. Ingwer-Knoblauch-Paste dazu und kurz mitbraten. Currypulver dazu und ebenfalls kurz mitbraten. Mit der Hühnerbrühe aufgießen und den größten Teil der Kokosmilch dazu. Süßkartoffeln, Zitronengras, Fischsauce und Zucker hineingeben und das Ganze köcheln lassen, bis die Süßkartoffeln weich sind (ca. 10 Minuten). Das Huhn hineingeben und garziehen lassen. Den Rest Kokosmilch hinein und kräftig nachsalzen – das ist wichtig, denn wenn Salz fehlt, schmeckt dieses Gericht nur halb so gut! In eine Schüssel füllen und mit Reis oder Baguette servieren.

Ach so, und für die Vegetarier: Ich habs auch schonmal ohne Huhn gemacht, und das ging gut. Allerdings war Fischsauce drin und Hühnerbrühe – das sind halt die Geschmacksverstärker. Weiß nicht, ob das nur mit Gemüsebrühe und ohne Fischsauce so funzt…

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