Kochen für Schlampen – Hamburg, Berlin, Zürich

1. Juli 2009

Affogato im Selbstversuch I

Gespeichert unter: Büroquickie, Trinkbares — kochschlampe @ 1:34

Merke: Bilder mit Handykamera ins Gegenlicht werden nicht gut. Und mein Bildbearbeitungs-fu ist nicht stark genug, um das noch wirklich zu retten. Ich bin kein ganz großer Eisfan, doch je wärmer es wird, desto eher habe ich Lust auf Eis. So auch gestern im Büro. Also bin ich schnell rüber gegangen, zu Kunst + Eis, und habe verschiedene Eiskugeln erworben: Mango, Ingwer und Vanille. Vanille war für eine Kollegin, als Ersatz für ein nichtvorhandenes Erdbeermilcheis. Mango habe ich sofort auf dem Weg aufgegessen – sehr lecker – und wollte mit Ingwer ein Affogato machen. Glücklicherweise gibt es in der Büroküche eine recht ordentliche Espressomaschine, die liebenswerte Menschen mit Bio-Bohnen füttern. 
Vielleicht gibt es einen Trick, dass einem das Eis nicht sofort im heißen Espresso schmilzt, wenn ja: bitte verraten. So habe ich einfach einen doppelten Espresso über das Ingwereis gegeben und mich über den guten Geschmack gefreut. Wobei ich in dieser Zusammenstellung nicht mehr viel von dem Ingwer gemerkt habe, muss ich anmerken. Das nächste Mal würde ich eher Schokolade austesten. Oder Vanille. 
1a Sommernachmittagssnack. Optisch noch mit Raum für Optimierung. 

fast_affogato

4. Juni 2009

Die volle Pleite

Gespeichert unter: Trinkbares — kochschlampe @ 11:18
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Anikó hatte sich gewünscht, dass ich das Rezept für die Resteverwertung von Ananasschalen austeste. Das habe ich bei der nächsten Ananas auch gleich getan. Um das Ergebnis vorweg zu nehmen: das war so rein gar nichts. Ich habe, wie es vorgesehen war, die Ananasschalen einer mittleren Ananas in einen Glaskrug gegeben, mit ca. 1 Liter Wasser übergossen und fliegen-, aber nicht luftdicht verschlossen. Sprich, ich habe ein Küchentuch über den Krug gelegt. Sieht bis dahin gar nicht so schlecht aus, oder?

pineapple_cooler1

Den Krug habe ich dann auf meiner Küchenfensterbank für 4 Tage stehen gelassen. Der Ansatz soll 3-4 Tage eine Chance bekommen, vor sich hin zu gären. Ich bin mir nicht sicher, vielleicht hat der Ansatz das gewittrige Wetter nicht vertragen, die Sonne, die er auf der Küchenfensterbank bekommen hat… ich weiß es nicht. Jedenfalls hatte sich nach 4 Tagen zwar wie angekündigt ein leichter Schaum auf der Oberfläche gebildet, aber leider auch weißer Schimmel:

pineapple_cooler2

Den erkennt man zwar nicht so wahnsinnig gut auf dem Bild, aber er war leider in der Realität nicht wegzudiskutieren. Entsprechend habe ich alles entsorgt und kann nicht von wunderbaren Erlebnissen mit einem Pineapple Cooler berichten. Denn eigentlich sollte an dieser Stelle der Pineapple Cooler durch ein Tuch abgeseiht werden, evtl. noch mit ein wenig Zucker versorgt und dann gut gekühlt getrunken werden. Als Sommergetränk. Ähnlich wie Cider.

Ich gebe dem Rezept noch genau eine Chance, bevor ich es endgültig verwerfe.

9. Mai 2009

Ganz milder Tee

Gespeichert unter: Trinkbares — kochschlampe @ 8:54

Mein Magen zickt gerade wieder ein wenig rum.

‘Moist felt the acid rising in his stomach, until he could spit lacework into a sheet of steel.’

Statt mich also an einem Tee aus Hibiskus, Zitronengras und Orangenschale mit einem Hauch von Süßholzwurzel zu erfreuen, musste ich mal wieder schauen, was ich nehmen kann, das meinen Magen beruhigt oder zumindest das saure Milieu ein wenig mildert. Meine Kräutertante (von Kräuter Kühne) hatte mir schon vor einiger Zeit dazu geraten, in solchen Fällen als Nebenhertee Fenchel zu nehmen, weil er basisch ist. Das Problem ist nur, dass ich Fencheltee nicht besonders mag – ich finde ihn ausnehmend langweilig. Dazu muss ich sagen, dass ich bisher immer nur Fencheltee aus einem Beutel getrunken habe. Dieses Mal habe ich brav ganze Fenchelkörner aus dem Kräuterladen des Vertrauens erworben, nach Bastelanleitung zubereitet und siehe da: es schmeckt lecker. Intensiv-fenchelig, nicht im entferntesten langweilig. Jibbet öfter.
fencheltee

Fencheltee

1 Liter

  • 2 EL Fenchelsaat in Arzneimittelqualität
  • 1 Prise Süßholzwurzel
  • 1 l kochendes Wasser

Die Fenchelsaat ordentlich in einem Mörser anquetschen, um die Aromen freizusetzen. Fenchel und Süßholz mit dem kochenden Wasser überbrühen und zugedeckt 15 Minuten ziehen lassen. Das ist kein Tee für Hektiker. Über den Tag verteilt immer mal wieder eine Tasse trinken.

So schmeckt Fencheltee.

17. April 2009

Ingwer-Limetten Limonade

Gespeichert unter: Trinkbares — kochschlampe @ 8:56
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Unter anderem Anikó von Paprika meets Kardamom hatte um das Rezept für die hier erwähnte Ingwer-Limetten-Limonade gebeten. Die Kleine Prinzessin war so freundlich und hat es mir in Skype stichpunktartig gestern Abend diktiert. Ich hoffe, dass ich alles richtig mitgeschnitten habe, aber irgendwie klang das Rezept nicht so wahnsinnig kompliziert, so dass wir es alle schön nachbauen können sollten.

ingwer_limetten_limonade

Ingwer-Limetten-Limonade

Limonadensirup für 3-4 Liter Mineralwasser

  • 4 saftige Bio-Limetten
  • 1 walnussgroßes Stück Ingwer (größer, wer lieber einen intensiveren Ingwergeschmack haben will)
  • 250 g Zucker
  • 250 ml Wasser

Die Zesten der Limetten abreiben, dabei darauf achten, dass das Weiße nicht mit abgerieben wird. Das ist nämlich bitter. Die Limetten auspressen. Den Ingwer schälen und entweder auch reiben oder in feine Würfel schneiden.

Limettenschale mit Zucker und Ingwer im Wasser aufkochen. Abkühlen lassen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Durch ein Sieb gießen um Ingwer und Schale zu entfernen, den Limettensaft dazu geben.

Je nach gusto etwa einen kleinen Fingerbreit Limonade ins Glas geben und mit Mineralwasser auffüllen. Wer mag gibt Eiswürfel dazu.

Das Sommeräquivalent zum Ingwer-Zitronentee im Winter.

3. März 2009

Variation des aktuellen Frühstücks

Gespeichert unter: Basis, Trinkbares — kochschlampe @ 11:38
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Wie bereits erwähnt, habe ich langsam das Gefühl jeden Bio und wasweißich Laden in meinem Umfeld zu kennen. Ich wollte Buchweizengrütze erwerben – ich war ziemlich sicher, dass ich die in beim Bio bekommen würde. Frischgwagt zu Alnatura, weil es eh gerade auf dem Weg lag. Gesehen habe ich nur ganzen Buchweizen. Auf Nachfrage hat mir der junge Mann erklärt, dass Buchweizengrütze bei keinem Bio in gesamt Deutschland zu haben sei. Ein zu exotisches Produkt, gäbe es auch gar keine Nachfrage etcpp. Ach was!? In einem meiner eher mainstreamigen Kochbücher gibt es ein Rezept, das nach Kasha verlangt. Was nichts anderes als Buchweizengrütze ist. Mir scheint, der junge Mann hatte schlicht keine Ahnung. Was an sich nicht weiter schlimm wäre, wenn er nicht so einen Blödsinn daher geredet hätte. Selbst Seeberger hat Buchweizengrütze im Angebot. Schlußendlich gekauft habe ich das Zeug dann im Reformhaus, im ersten Laden, in dem ich sie gesehen habe. Seither konnte ich feststellen, dass auch diverse andere Läden das Zeug führen. Es ist nicht halb so exotisch, wie mir glauben gemacht werden sollte. ATB ist der Meinung, dass Buchweizen zu erdig ist. Sie hat nicht ganz Unrecht, Buchweizen schmeckt sehr erdig. Aber auf eine gute Art und Weise. Und es ist der erste meiner Getreidebreie, der tatsächlich besser mit gehackter Feige schmeckt als mit Rosinen. Und gewürfelte Honigmelone macht sich hier auch ganz wunderbar. Ich habe übrigens einen Saft gefunden, den ich wahrscheinlich erstmal statt Orangensaft zum Frühstück trinken werde: Traube-Mango. Ein wenig süß für meinen Geschmack, aber durchaus nicht falsch. Dazu gibt es inzwischen standardmäßig einen magenberuhigenden Tee aus Kamille, Pfefferminze und Süßholzwurzel.

buchweizengruetze

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