Kochen für Schlampen - Hamburg, Berlin, Zürich

5. Oktober 2008

Apfel-Streuselkuchen

Gespeichert unter: Ofen, Süßes — kochschlampe @ 8:30 Uhr nachmittags
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Irgendwie scheine ich gerade eine kleine Apfelkuchenwelle zu haben… außer dem hier habe ich noch einen anderen an diesem Wochenende gemacht - Apfel-Walnuss-Kuchen - den werde ich die Tage noch verbloggen. Hier habe ich wieder einen ganz klassischen Kuchen gemacht: Apfel-Streusel. Mit viel Marzipan in den Streuseln. Das ergibt einen wunderbaren Sonntagskuchen, insbesondere natürlich mit Schlagsahne. Das gehört zu den Sachen, bei denen ich kein wirkliches Rezept mehr benutze, sondern weitgehend frei Schnauze agiere, also die Mengenangaben nicht zu religiös einhalten - eher darauf achten, ob die Konsistenz stimmt.

Apfelkuchen mit Marzipanstreuseln

Teig:

  • 210g Mehl
  • 140g Butter
  • 70g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz

Füllung:

  • 1 kg säuerliche Backäpfel
  • 1 EL Butter
  • 70g Zucker (oder mehr - je nach Säure der Äpfel)
  • 1/2-1 TL gemahlenen Zimt

Streusel:

  • 70g Mehl
  • 70g Butter
  • 125g Marzipan
  • 70g Zucker
  • 2-3 EL gehackte Mandeln

Alle Zutaten für den Teig rasch zu einem glatten Mürbeteig verarbeiten und etwa eine Stunde in Klarsichtfolie gewickelt in den Kühlschrank geben. Währenddessen eine 26er Form fetten und mehlen. Die Äpfel schälen, entkernen und vierteln. In Scheiben schneiden. Die Butter in eine Pfanne geben, den Zucker dazu und ganz leicht karamellisieren lassen. Äpfel und Zimt dazu, andünsten. Den Ofen auf 175° vorheizen.

Den Teig halbieren - eine Hälfte für den Boden verwenden, mit der anderen den Rand formen. Ordentliche Menschen begradigen den Rand mit Hilfe eines Messers. Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen. ca. 10-15 Minuten blind backen und dann noch einmal 5 Minuten weiterbacken. Währenddessen aus den Zutaten Streuseln formen. Die Äpfel auf dem Boden verteilen und mit den Streuseln bedecken.

Den Kuchen für ca. 25-30 Minunten backen. Auskühlen lassen oder lauwarm essen.

Der Sonntag ist gerettet.

15. September 2008

Traditioneller gedeckter Apfelkuchen

Gespeichert unter: Ofen, Süßes — kochschlampe @ 10:50 Uhr vormittags
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Nachdem ich nun seit einer Weile das Gefühl hatte, fast keine traditionellen Kuchen mehr zu machen - die angelsächsischen und neumodischen Kuchen waren einfach viel spannender - wollte ich mal wieder einen ganz klassischen Kuchen machen. Wenn früher Kuchen gekauft wurde, habe ich mir sehr oft gedeckten Apfelkuchen gewünscht. Diesen Blechkuchen, wo Apfelmus mit Rosinen zwischen zwei Teigplatten lagert, die obere davon mit Zuckerguss bedeckt. Genau den wollte ich nachbauen. Praktischerweise war Little Sister samt Gatten in der Stadt, Onkel Mattel aus Kiel angereist und noch Freunde von Little Sister dabei - da hat es sich wenigstens gelohnt, ein ganzes Blech zu machen. Auch ATB hat sich gefreut, sie hat gern die Wohnung voller Menschen zum Essen… ich brauche noch das Rezept für die Kokos-Pilz-Suppe (für Carnivoren kommt da auch noch kleinteiliges Huhn rein)… ich hoffe, das von Onkel Mattel zu bekommen. Die Suppe gab es nämlich zum Abendessen und den Kuchen hinterher als Nachtisch, mit ordentlich Sahne dazu.

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1. September 2008

Die Neunte

Gespeichert unter: Ofen, Süßes — kochschlampe @ 6:47 Uhr nachmittags
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und immer wieder die Neunte des guten alten Ludwig van. Am Sonntag gab es ‘Staatsoper für alle‘ - wunderbares Wetter, bei schönstem Nachmittagssonnenschein haben wir ein mittleres Picknick veranstaltet und dazu der Staatskapelle gelauscht, wie sie die 9. Symphonie von Beethoven wiedergegeben hat. Ja, wir waren eine von diesen größeren Gruppen, die mit fast allem ausgestattet waren. Mehreren Decken, allem für Caffe Bonbon, 2 Kuchen, Quiche, Pizza, Obst, belegte Brote und dazu noch Sekt und Rosé. Als Kuchen habe ich einen Pflaumen-Mandel-Kuchen neu aufgelegt, den ich vor 2 Jahren mal für eine Radtour gemacht und dann zu Unrecht wieder vergessen habe. Der Kuchen ist einfach lecker. Und hat mir einen Heiratsantrag einer mir bis dato unbekannten jungen Dame eingebracht.

;-)

Vor Ort:

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30. August 2008

Finale Hochzeitstorte

Gespeichert unter: Ofen, Süßes — kochschlampe @ 10:00 Uhr vormittags
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Nach den Probedurchläufen 1 und 2 habe ich noch einen dritten, unverbloggten Probelauf gemacht, der zeitlich schon mit den Vorbereitungen für das eigentliche gute Stück zusammenfiel. Den habe ich dann ins Büro zur allgemeinen Vernichtung mitgenommen - auch wenn er lange nicht so gut war wie die Endversion, so wurde er doch von den Teilnehmern goutiert. Und ich konnte Little Sister mit Bestimmtheit sagen, dass aus den drei Kuchen ganz sicher mindestens 60 Stücke herauszuholen sind.

Das Fondant hat mir ja noch ziemlichen Ärger bereitet. Erst hatte ich eine Version mit Fett ausprobiert - im Endeffekt kann ich nur davon abraten. Das Ergebnis ist nicht besonders schön und nur unter großen Schwierigkeiten glatt zu bekommen. Und ist mir beim Probelauf natürlich völlig misslungen, so dass ich in mittlerer Panik dann ein anderes Rezept ausprobiert habe. Nur braucht man für das eigentlich Glucosesirup - den ich nicht im Haus hatte. Für den Probelauf habe ich dann Rum genommen, in einer Art rollbarem Zuckerguss. Wird aber auf eine merkwürdige Art zu süß und ist nicht wirklich empfehlenswert. Empfehlenswert ist ein Fondant aus Puderzucker, Glucosesirup, Fett und ein wenig Gelatine (bzw. vegetarischem Äquivalent).

Für den Glucosesirup bin ich hilflos durch die Stadt geirrt und bin schlussendlich nicht fündig geworden. Genommen habe ich dann Fructosesirup aus dem Bioladen. Von dem hatte ich das Gefühl, dass ich ein wenig mehr brauche, als von dem angesagten Glucosesirup, aber dafür ist das Fondant sehr schön geworden. Knet- und ausrollbar, sehr gut glatt zu bekommen und superfest, wenn das einmal getrocknet ist.

Bei der Marzipandecke bin ich ein wenig zu faul gewesen und habe fertige Marzipandecken erworben. Fazit: wenn sie schön frisch sind, dann sind sie eine kleine Arbeitserleichterung. Wenn sie zu alt sind, sind sie ihr Geld schlicht nicht wert, weil sie bei dem Versuch sie schön um den Kuchen zu legen einfach reißen.

Tendenziell würde ich dazu raten, wenn man eine dreistöckige Torte plant, wie ich das getan habe, einen Kuchen mehr zu backen. Es kann immer mal sein, dass ein Kuchen auf einmal in der Mitte hohl ist und den dann irgendwie wieder zu retten ist schwierig - also: Backup gleich mit einplanen. Das spart Stress. (mehr…)

29. August 2008

Bündner Nusstorte 2.0

Gespeichert unter: Ofen, Süßes — groefaz de la cuisine @ 9:46 Uhr vormittags

(Folgender textbeitrag ist vom märz 2006, die bilder vom oktober 2007 und der zusammenschnitt von heute)

Eigentlich kommt dieses kuchenrezept ja von der schnellsten frau europas auf dem hobie 16 die einen teil ihrer kindheit in graubünden vertat. Ihren aufschrieb dazu hab ich irgendwo auf nem zettel vom anfang der 90ger. Besonders schön ist jetzt der rezept-erklärende mitschnitt eines tastaturgesprächs von freitagmorgen zwischen mir und der kochschlampe zum thema. Hach, zwischennetz. Wie schön!

5:15
ja, selber guten morgen

Kochschlampe
09:16

ich bin gerade heilfroh, dass ich ohne rad unterwegs bin.

aber dann bin ich versucht, irgendeinen tief-winter-kuchen nachher zu machen

GroeFaZ de la cuisine
09:17

mal eben zum mitmeisseln:

17:08
350 gr mehl

17:13
120 g zucker

17:17
150 gr butter

17:20
1 ei

17:25
1 eigelb

17:29
prise salz

17:42
1/2 zitrone (unbehandelte schale raspeln)

18:05
alles in einen teig kneten

19:34
davon 2/3 in eine 20-26er form auslegen (mit rand hoch), boden einpieksen

20:00
für die füllung 220g zucker hellblond karamelisieren

20:15
150ml sahne dazu und aufkochen

20:21
1-2 EL leckeren honig dazu

20:30
220gr walnüsse darunterziehen

21:05
die füllung leicht auskühlen lassen und lauwarm auf dem teig in der form verteilen.

21:23
Aus dem restlichen teig einen deckel basteln, drauflegen und verschliessen

21:58
mit eigelb bestreichen und bei 200 grad etwa 25′ backen

22:08
nach dem backen MINDESTENS einen tag stehen lassen

22:31
so, das kannst du jetz ausschneiden und posten. Ich muss arbeiten

22:33
schöss

—–

(Nachtrag) Netzt auch die fotoserie zum chatmitschnitt von damals zur nusstorte für immer:

Zwischen diesem und dem nächsten bild liegen der aufenthalt im ofen und danach wenigstens ein ganzer tag.

Yummy!

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