Archives for category: Süßes

 

Es war das Beitrittswochenende an dem ATB und ich zum GröFaZ gefahren sind. Also schon wieder ein paar Wochen her. Da war in Berlin die Zwetschgenzeit eigentlich schon vorbei, zu meinem großen Bedauern. Aber da es um Zürich ja Berge auch mit ordentlicher Höhe gibt, gibt es auch Bauern, deren Obst später reif wird als hier im Flachland. Sehr praktisch. Und noch praktischer finde ich die allgemeine Art von Hofläden, einfach die Sachen draußen oder in einer allgemein zugänglichen Scheune zu lagern, wo ich nehmen kann, was ich brauche und entsprechend der ausliegenden Preisliste dann Geld in die Kasse werfe, so dass ich immer gut an die schönen Sachen kommen kann. Auf dem Heimweg von der Rigi – Bericht folgt – sind wir an eben diesen Pflaumen vorbeigekommen, die förmlich danach gerufen haben, in einen Kuchen verwandelt zu werden. Sehr anständig von denen. Es war großartiges Wetter (wenn ich mal vom Morgennebel absehe) und noch warm genug, dass wir am Montag mit dem Kuchen auf der Terrasse in der Sonne sitzen konnten. Im T-Shirt. Wunderbar.

Den Rest des Beitrags lesen »

Nachdem ich von mehreren Menschen in der letzten Zeit darauf angesprochen wurde, dass ich deutlich zu wenig blogge (stimmt) und Frau Anikó mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass es unfair ist, wenn ich meine Rezepte für mich behalte, wenn sie auch mal zumindest schauen will, ob sich das Nachbauen lohnt, habe ich nun mal wieder ein Bild meines letzten Werkes gemacht. Ein Butterkuchen. Vor einiger Zeit hatte ich bei Paules Kitchen ein schönes Rezept für Schuedi gelesen und bei mir blieb hängen: Butterkuchen = Hefeteig, dick, fluffig, darauf Butter und Zucker nach gusto verteilen und fertig backen.
Also habe ich mein derzeitiges Lieblingsrezept für Kuchenhefeteig herausgeholt, ein wenig mit den Zutaten gespielt und dann ging es auch schon fast in den Ofen damit. Es hilft auch, dass ich ein wenig mehr Zeit als sonst in dieser Woche hatte, da ich Heimarbeit mit halber Kraft praktiziert habe. Ich habe ein wenig Zeitmangel in den letzten Monaten erlebt – teilweise selbstverordneter Freizeitstress, teilweise sehr viel zu tun im Büro. Nun. Auch das wird sich sicherlich wieder normalisieren (auf beiden Fronten). Der Butterkuchen ist durchaus sehr nett geworden, hat mir aber schon ein paar Seiten gezeigt, auf denen er noch weiter verbessert werden kann bis er DER Butterkuchen ist, an dem niemand mehr was ändern darf.

Den Rest des Beitrags lesen »

Ich dachte ja, dass das vergangene Wochenende ganz ruhig und mal friedlich in Berlin sein würde. Es standen keine Verabredungen an – zumindest nicht bis Freitag. Und dann? Dann war auf einmal das gesamte Wochenende mit selbstgemachtem Freizeitstress gefüllt. Und natürlich sollten es am Sonntag 30° werden, was geradezu danach verlangt hat, dass ich einen Tag am See verbringe. Und das habe ich dann auch gemacht, Little Sister mit Familie war schon am Strandbad Wannsee als die Kleine Prinzessin und ich angekommen sind (schließlich wollte ich noch rasch zum Hüpfen, bevor ich ans Wasser gehe). Tja. Und dann hat natürlich die Picknickfrage ihr Haupt erhoben und hat bedeutungsschwanger in Richtung der Himbeeren geblickt, die ich am Sonnabend vom Markt mitgebracht hatte. Glücklicherweise wollte ich schon länger mal ein Raspberry Bread ausprobieren, nachdem ich es in einem der ubiquitären Coffee Shops gesehen hatte. Wo ich das Rezept her habe weiß ich leider nicht mehr – ich habe lediglich den Rezeptteil vor einer Weile mal kopiert und gleich verändert, um zumindest bei Abmaßen und Temperaturen nicht mit merkwürdigen imperialen Einheiten hantieren zu müssen. Das Himbeerbrot ist sehr gut und vor allem erstaunlich unsüß dafür, dass es ein amerikanisches Rezept ist. Bildqualität bleibt weiterhin schwankend.

Den Rest des Beitrags lesen »

Tüteneinfach, für kochtechnisch herausgeforderte. Man braucht pro Nase:

1-2 Handvoll Amarettini, zerdrückt
150 g Naturjoghurt, evtl. mit 1-2 TL Vanillezucker
1-2 Handvoll Himbeeren

Nacheinander ins Glas schichten. Verteilen, glücklich sein.

Samstagvormittag. Es regnet. Bindfäden. Und überhaupt, jetzt aus dem Haus gehen? Nee, nee. Unabhängig davon, dass ich eh einen Kuchen backen wollte und mich schon für irgendwas mit Kirschen entschieden hatte, hat mir das Wetter dann Entscheidungshilfe geleistet: der Vormittag wollte in der Küche verbracht werden. Nach ein wenig Gestöber fand ich, dass sich dieses Rezept doch bestimmt ganz wunderbar umsetzen lassen würde. Ich wollte auch nur minimale Änderungen vornehmen, um mit den Sachen hinzukommen, die eh im Hause waren. Um es vorweg zu nehmen: gute Güte, was für ein süßer Kuchen. Die Grundidee gefällt mir – und fotogen ist er auch noch – nur müsste ich bei einem nächsten Mal die Zuckermengen deutlich reduzieren und auf gar keinen Fall noch gesüßte Sahne dazu reichen sondern viel mehr Saure Sahne mit ein wenig abgeriebener Zitronenschale drin. Das sollte die Kirschen schön balancieren. Vielleicht waren es auch einfach zu süße Kirschen? Englische Kirschen haben vielleicht weniger Aroma. Wer weiß das schon so genau.
Während ich kuchentechnisch vor mich hingepuzzelt habe, hat sich der gröfaz Bewährtem hingegeben und eine Runde Pesto für Erwachsene gedreht. Das hat einfach so gepasst. Keine Experimente. Hübsch isser, auch wenn ich keinen Entsteiner hatte und entsprechend mit einem Messer hantiert habe:

Zum Nachmittag hat es dann aufgeklart und mein Bewegungsdrang kam durch. Er endete in einem Ausflug an die Rheinfälle in Schaffhausen, die durch das ganze Regenwasser sehr angenehm beeindruckend waren.

Ich kann nur dringend empfehlen, sich mit dem Bootchen zumindest auf den Felsen da in der Mitte fahren zu lassen, man bekommt viel genauer mit, wie gewaltig die Fälle sind, obwohl sie jetzt keine überragende Höhe haben.

Es ist voll da auf dem Felsen. Wahrscheinlich immer. Man drängelt sich ein wenig so durch die Gegend…

Wie man sieht: es ist wirklich noch sehr hübsch gen Abend geworden.

Und es kommt einfach doch recht viel Wasser runter. Und das ist LAUT. Dröhnt ganz schön im Ohr.

Das Publikum ist auch klar erkannt und marketingtechnisch erfolgreich umgesetzt worden:

Zurück zum Kuchen. Wer wirklich die totale Süße will, der solle ihn so nachbauen, wie hier beschrieben. Andere reduzieren den Zucker und die Marmelade und überhaupt vermeiden allzu süße Zutaten.

Kirsch-Mandel-Kuchen

22er Springform

Teig

200 g Mehl
25 g Polenta (Maisgrieß)
100 g Butter, gewürfelt
1 TL Zucker
1 Ei , verquirlt

Füllung

100 g feinen Rohrohrzucker
50 g gemahlene Mandeln
100 g Marzipanrohmasse
100 g Butter , geschmolzen
1 Ei
1 Eigelb (ja, zusätzlich)
2 TL Kirsch oder Armagnac
500 g Kirschen , entsteint

2 TL Hollerblütengelee

Mehl, Polenta mit der Butter verkrümeln, Zucker und Ei dazu geben und evtl. noch Wasser. Zu einem glatten Teig verkneten und als Scheibe geformt und mit Klarsichtfolie eingewickelt wenigstens 20 Minuten in den Kühlschrank geben.
Für die Füllung Zucker, Mandeln, Marzipanrohmasse, Butter, Ei und Eigelb zu einer cremigen Paste verrühren. Auch wieder mindestens 20 Minuten in den Kühlschrank geben – die Paste wird angenehm fester.
Den Ofen auf 190° vorheizen. Die Springform fetten und mehlen.
Teig so ausrollen, dass man damit leicht die Springform auskleiden kann, Ränder gerade abschneiden. 15 Minuten blind backen (‘Wo sind denn Deine Backperlen?’ ‘Steht vor mir.’ ‘Nein, das Zeug, das ich zum Blindbacken brauche.’ Ich hab dann das Glas mit den schon ein wenig älteren schwarzen Bohnen zu Backerbsen erklärt). Danach noch 5-10 Minuten unabgedeckt weiter backen, bis der Teig golden ist. Mandelpaste darauf streichen und weitere 25 Minuten backen. Wenn der Kuchen aus dem Ofen kommt, die Kirschen in einer Lage darauf verteilen. Das Gelee mit 1 TL Wasser erhitzen und mit einem Pinsel über den Kirschen verteilen.
Abkühlen lassen.

Vermeiden, sich an diesen Comic Strip zu erinnern:



Follow

Get every new post delivered to your Inbox.