Nach einer halben Ewigkeit will ich mich auch mal wieder melden. In der Zwischenzeit habe ich natürlich weiter gekocht, gegessen und teilweise sogar fotografiert, aber das mit dem Zeitmanagement habe ich noch nicht so ganz im Griff. Mit anderen Worten, ich bin die totale Memme. Kaum muss ich mal nicht nur Vollzeit arbeiten, sondern sogar noch Überstunden machen und mal hier oder dorthin fahren, mache dazu noch ein wenig Sport und versuche, ein Sozialleben aufrecht zu erhalten, schon fällt der Punkt mit dem Bloggen auf der Prioritätenliste weiter nach hinten und hier passiert ewig nichts.
Von daher wollte ich die Gelegenheit nutzen, dass ich heute vor dem Frühstücken die schon fleißig nachgebackenen Kakaoschnecken von Aniko auch nachgemacht habe und überraschend noch ein wenig Zeit über ist (ok, eigentlich nur deswegen, weil mir eine Freundin die Verabredung gerade abgesagt hat, aber immerhinque, wie wir Griechen sagen). Vorgesehen sind die kleinen Teile für den sonntäglichen Familienkaffee nachher. Eine Probeecke musste ich schon kosten: sehr gut, aber ich denke, dass sie noch gewinnen, wenn ich eine kleine Schokoladensauce dazu bastele. Mit Zimt. Die Schnecken rufen förmlich nach einer kleinen Zimtzugabe, finde ich.
Kakaoschnecken
Für den Teig:
500 g Mehl
50 g weiche Butter
1 Päckchen Trockenhefe
300 ml Milch, lauwarm
1 Eigelb
4 TL Zucker
1 Prise Salz
Für die Füllung:
Zimtzucker
Kakaopulver
Zum Fertig-Backen:
150 ml Milch
50 g Butter
Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Kuhle machen. Da die lauwarme Milch hineingeben, Hefe drüber streuen und den Zucker dazu geben. Auf den Mehlrand das Salz geben. 5 Minuten ruhen lassen. Eigelb dazu und zu einem glatten, eher feuchten, glänzenden Teig kneten. Mit den Händen dauert das etwa 5-10 Minuten. Man merkt an der Haptik, wann der Teig soweit ist – er bekommt eine seidige Qualität. Teig wahlweise an einem warmen, zugfreien Ort 1 Stunde ruhen lassen oder im Kühlschrank (jeweils zugedeckt) über Nacht gehen lassen.
Den Ofen auf 180° vorheizen. Ein halbes Backblech (ca. 25 x 40 cm) mit Backpapier auslegen.
Den Teig zu einem gleichmäßigen Rechteckt ausrollen, der Teig sollte ca. 1 cm dick sein. Großzügig mit Zimtzucker und Kakaopulver bestreuen, von der langen Seite her aufrollen. Ich hatte schon ein scharfes Messer in der Hand, um die ~ 2,5 cm dicken Scheiben abzuschneiden, als mir der Hinweis der Kaltmamsell zu ihren Zimtschnecken wieder eingefallen ist und habe lieber das Brotmesser in die Hand genommen. Und siehe da: perfekte Schnecken haben sich gezeigt.
Schnecken eher dicht gedrängelt in die Form legen und 15 Minuten backen. Währenddessen die Milch erwärmen und darin die Butter schmelzen lassen. Die Schnecken damit begießen und für weitere 15 Minuten backen.
Schokoladensauce kontemplieren.
Glücklich sein.

Auch das Foto ist was für uns Griechen, so schön mäandrierend!
Kommentar von kaltmamsell — 7. März 2010 @ 14:45 |
Sehen toll aus!
Was Deine Pause betrifft: habe neulich die Freundin eines Freundes kennen gelernt, sind essen gegangen (echtes Leben), sie hat entweder gegessen oder getwittert. Also lieber bewußt im hier und jetzt, das Virtuelle (auch der Blog) kommt später! Dennoch wünsche ich Dir nicht zu viel Streß!
Kommentar von rike — 7. März 2010 @ 19:28 |
Der GroeFaz & ich haben es nicht einmal geschafft, unser Treffen vor zwei Wochen irgendwie sinnvoll zu verbloggen. Dabei wurden z.B. Brioches, Polentakuchen und Hühnchen in Weißwein hergestellt, aber davon gibt es nicht einmal Fotos. Trauriger Laden!
Kommentar von zitronencurry — 7. März 2010 @ 22:45 |
Zimt muss da rein!
Und extra Schokosauce ist eine guuuuute Idee
Kommentar von sammelhamster — 8. März 2010 @ 08:52 |
@ Kaltmamsell: daran habe ich noch gar nicht gedacht, aber ja: passt.
@ rike: Solange ich Sachen weglassen kann, ist es nicht per se stressig. Ich bin da halt wirklich eher eine Memme. Oder ich muss lernen noch mehr zu delegieren.
@ zitronencurry: ach, ich hab noch die Bilder von Nikolaus auf dem Rechner, immer noch unbearbeitet. Die rufen schon lange nach einem Posting , werden aber immer vertröstet.
@ sammelhamster: zimtige Schokoladensauce war genau das passende dazu. Auch wenn sich Onkel Mattel leise beschwert hat, dass ihm das Ganze nicht süße genug sei. Ich sollte beim nächsten Mal noch mehr Zucker in die Schnecken geben.
Kommentar von kochschlampe — 8. März 2010 @ 09:15 |
Habe mir schon ernstlich Sorgen gemacht!
Erfroren, verhungert?
Aber jetzt, mit diesen wunderbaren Schnecken, die durch Zimt und extra Soße gewinnen werden, obwohl ich ja eher Mohn favorisiere, da ist alles wieder gut.
Kommentar von nina — 8. März 2010 @ 13:27 |
Wenn wir den Mohn selber quetschen und mit Zitrone versetzen, bin ich durchaus auch dafür zu haben. Fertige Mohnfülle hingegen läuft unter i-bah. Oder lieber nur den Teig zitronig machen…? Ginge wahrscheinlich auch gut.
Kommentar von kochschlampe — 8. März 2010 @ 13:54 |
Ich liebe das Rezept die letzten wochen habe ich es bestimt 3-4 mal zubereitet.
Habe mir dafür sorga extra einen Ofen.
Kommentar von Praktikant — 8. März 2010 @ 14:51 |
Das fällt mir jetzt erst ein, die sind fast so wie mein Lieblingskuchen, Rosenkuchen.Ich suche das Rezept mal.
Nicht lachen, sonst backt meine Schwägerin den für mich, bin etwas verwöhnt
Kommentar von nina — 8. März 2010 @ 15:36 |
Hat der Kakaoschneckenvirus Dich auch erreicht?
) Die Teile sind wirklich toll.
Kommentar von Mestolo — 8. März 2010 @ 17:50 |
[...] machen gerade wie wild ihre Runde durch die Food-Blogs: Anikós Kakaoschnecken. Da ich im Moment in der Arbeit [...]
Pingback von Hefe und mehr » Blog Archive » Kakaoschnecken – Kakaós csigák — 12. März 2010 @ 15:06 |
HURRA HURRA
)
)
die kochschlampe ist wieder da!!!
ich hab mir schon Sorgen gemacht und Euch vermisst – Euer Blog ist super
@rike: ich gebe Dir vollkommen recht – dass wahre Leben geht vor
Kommentar von nixe — 12. März 2010 @ 20:17 |
[...] Spielwiese Hedonistin von Low Budget Cooking Kaoskoch Kochfrosch Kochschlampe Nata von Pastasciutta Sammelhamster Mestolo Petra von Ostwestwind Schnick Schnack Schnuck Shermin [...]
Pingback von Kakaoschnecken-Rattenschwanz « Paprika meets Kardamom — 28. März 2010 @ 21:02 |