Auch wenn es hier ein wenig ruhig gewesen ist in den letzten Tagen, so habe ich weder aufgehört zu backen noch zu kochen. Im Gegenteil: Keks- und Essensproduktionsausst0ß war eher hoch. Außerdem hatte ich über das Wochenende lieben Besuch da und da waren andere Dinge als bloggen wichtiger. Auch wenn es ironischerweise eine Bloggerin war, die mein Heim mit ihrer Anwesenheit verschönt hat. M.a.W. Anikó war bei mir und der GröFaZ war in der Stadt. Das sich ergebende Essen unter Anleitung bewährter Mittäter wird demnächst noch ein wenig ausführlicher berichtet. Schon vor dem Besuch hatte ich mich an ein älteres Brigitterezept gemacht und Bretonische Vanillekekse hergestellt. Es sind leckere Kekse, allerdings finde ich sie nicht besonders lagerfähig. Sie werden vom Lagern nicht in dem Sinne schlechter, aber vor allem werden sie nicht besser. Die Heidesand oder die Mürbchen gewinnen ja durchaus, wenn sie ein paar Wochen in der Keksdose lagern, aber diese hier sind hervorragend für den sofortigen Verzehr geeignet. Sie sind nicht ausgesprochen weihnachtlich – sie passen das ganze Jahr über gut an eine Kaffeetafel. Was ich besonders daran mag, ist, dass sie ganz leicht salzig sind, obwohl es süße Kekse sind. Hier passend auf einem der trashigen Teller präsentiert, die ich gerade zu sammeln scheine. Eigentlich wollte ich nur ein paar Teetassen kaufen und bin mit einer bunten Kollektion an Sammeltassen geendet – jeweils mit dem dazu passenden Kuchentellerchen. Auch wenn ich gern mehr davon hätte, habe ich beschlossen, dass ich erst neue kaufen darf, wenn ich wahlweise alte zerdeppert habe oder mir eine größere Küche zugelegt habe.
Bretonische Vanillekekse
- 1 Vanilleschote, Mark herausgekratzt
- 3 Eigelb
- 90 g Zucker
- 125 g weiche, salzige bretonische Butter (alternativ ungesalzene Butter und 1/2 TL Meersalz)
- 200 g Mehl
- 1 TL Backpulver
- 1 Ei, leicht verquirlt mit 1 EL Wasser
- Hagelzucker zum Bestreuen
Vanillemark, Eigelb und Zucker in ca. 5 Minuten zu einer weiß-schaumigen Masse schlagen (Handrührgerät o.ä.). Weiche Butter nach & nach unterrühren. Mehl und Backpulver unterrühren, hier sind evtl. die Knethaken erforderlich. Zu einem glatten Teig kneten und in Klarsichtfolie gewickelt ca. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Ofen auf 180° vorheizen. Bleche mit Backpapier auslegen.
Kleine Kugeln (~ Haselnuss) mit ein wenig Abstand auf dem Blech verteilen. Mit einer Gabel zu einem Taler drücken. Mit Ei bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. Für etwa 12 Minuten in den Ofen geben. Die Kekse sollten hübsch golden werden.
Schnell aufessen.
Die über gebliebene Vanilleschote wahlweise zur Eigenproduktion von Vanillezucker benutzen oder bei für einen leichten Vanillegeschmack bei Kompott oder Möhrchen mitkochen.

Also, muss ja gestehen, so arg kitschig fand ich das Geschirr nicht, an persisches Geschirr kommt es nicht ran
Und den Teller find ich eigentlich ganz hübsch oder hat sich unter den Keksen ein total fieses Motiv versteckt?
Die Plätzchen sind allerdings sehr lecker, mag die salzig-süß Kombi auch sehr gerne
Bretagne und Vanille kann nur gut sein. Die gefallen mir auch gut.
In meiner Küche ist noch Platz, nicht nur für Kekse
@Anikó: ich habe persisches Geschirr, das ist gaaaanz schön!
Ich steh auf Salz in Keksen, liebe bretonische gesalzene Butter, liebe überhaupt die Bretagne
@ Anikó: Unter den Keksen verbergen sich pastellige Blumen. Aber Du hast recht – persisches Geschirr schlägt dieses hier um Längen. But where to buy?
@ Buntköchin: We aim to please.
@ Jutta: Du glückliche – meine kommt schon an den Rand ihrer Kapazitäten, nicht nur was Kekse angeht.
@ chiliundciabatta: Die Bretagne ist auch großartig, ich bin viel zu lange nicht mehr da gewesen.
Hallo
das rezept liest isch wirklich lecker, ich werde es am w.ende mal ausprobieren. Kann man auch andere gesalzene butter nehmen oder braucht man unbedingt “bretonische butter” zumal ich davon bis dato noch nie was von gehört habe. Meersalz habe ich im übrigen auch so zuhause, koche damit am liebsten.
@ Jutta: Wo hast Du denn Dein Geschirr her? Jetzt sag bitte nicht aus dem Iran, sonst ärger ich mich, mag so persisches Geschirr eigentlich. Also zumindest das, was es bei meinem persischen Vertrauens-Café/Restaurant in Göttingen gibt …
@ Kochschlampe: Hab vor zwei Wochen in Göttingen gesehen, dass mein es ein paar Geschirrteile im persischen Café meines Vertrauens käuflich zu erwerben gibt … Vielleicht fahr ich im Januar nochmal hin und vielleicht erweiter ich mein Geschirrrepertoire um einige Tee-Schalen
Soll ich für Dich auch gucken?
@ Flug: es muss keine bretonische Butter sein, es ist aber auch kein Fehler, dafür welche zu besorgen. Normannische Butter wäre ein guter Ersatz.
@ Anikó: Gern. Ich finde persisches Geschirr herrlich kitschig.