Auberginen sind für mich kein Gemüse, das ich mit Cremesuppen in Verbindung bringe und schon gar nicht, wenn nichteinmal Tomate mit im Spiel ist. Gerne werde ich die Vielseitigkeit der Aubergine loben, was man alles mit ihr machen kann. Nur Cremesuppe, das wäre nicht mit auf der Liste der Großartigkeiten, die sich mit der Eierfrucht herstellen lassen. Nun kam es aber, dass noch Aubergine in meinem Kühlschrank ihr Dasein fristete und ich trotz der vielen Möglichkeiten nicht so recht wusste, was ich damit anfangen soll. Ein Gefühl, als wäre alles damit schon zu oft gekocht worden. Ein halbherziger Blick in die Kochbücher brachte auch keine Inspiration. Als quasi letzten Versuch, noch etwas spannendes zu finden bin ich dann auf die Rezeptsuche bei Essen & Trinken gegangen. Und siehe da, die Lösung! Auberginencremesuppe mit Rosmarinpilzen, das klang doch vernünftig. Und neu. Und lecker. Und es könnte ja noch Winter kommen, der tatsächlich kalt ist und wärmende Suppen braucht. (Ich habe die Hoffnung immer noch voll auf den Dezember gesetzt)
Auberginencremesuppe mit Rosmarinpilzen
Für 4 Portionen
- 3 Knoblauchzehen
- 6 El Olivenöl
- 800 g Auberginen
- Salz
- weißer Pfeffer
- 200 g Zwiebeln (das sind 1-2 Zwiebeln)
- 800 ml Gemüsebrühe
- 1,5 El Zitronensaft
- 200 ml Schlagsahne (ich habe 100 ml genommen)
- 100 g Baguette/ 2 Toskanabrötchen
- 100 g Tomme de Savoie/Ziegenkäse der Wahl (geeignet zum Überbacken)
- 200 g Champignons
- 1 Rosmarinzweig, Nadeln abgestreift und gehackt
Den Ofen auf 210° vorheizen.
Eine Knoblauchzehe grob hacken und mit 3 EL Olivenöl im Mörser zu einer Paste verarbeiten. Die Auberginen der Länge nach halbieren und die Schnittflächen rautenförmig tief einritzen. schnittflächen Großzügig mit dem Knoblauchöl einpinseln und salzen. Für eine gute halbe Stunde in den Backofen geben. Das Fleisch mit einem Löffel rauskratzen – das geht wirklich einfach, wenn die Aubergine gar ist.
Zwiebeln und Knoblauch schälen und feinhacken. in 1 EL Olivenöl glasig dünsten. Aubergine und Brühe dazugeben, salzen und ca. eine halbe Stunde köcheln lassen. Pürieren. Mit Salz, Pfeffer, Zitrone und Sahne abschmecken.
Währenddessen die Champignons in gefällige Würfel schneiden und mit dem Rosmarin im restlichen Olivenöl scharf anbraten. Salzen und pfeffern.
Die Brötchen halbieren, mit Käse belegen und so lange unter den Grill geben, bis der Käse golden ist und Blasen wirft.
Assemblen: Auberginensuppe auf den Teller, Champignons elegant darin verteilen und einen Käsetoast dazu reichen.
Glücklich sein.

Auberginen finde ich ja lecker. Deshalb gefällt mir die Suppe ausgesprochen gut!
das klingt nicht nur vernünftig, neu und lecker. Es sieht auch so aus. Ich wollte es wäre Nacht und der Winter käme.
Auberginencremesuppe – noch nie gehört, noch nie gegessen. Sieht aber überzeugend aus.
Toll!
@ nina: das freut mich!
@ lamiacucina: Zumindest Preußen könnte ich anbieten.
@ Barbara: sie ist auch ziemlich lecker – ich habe mich davon überzeugen lassen, dass Aubergine auch als Cremesuppe sehr gut ist.
Da geht es mir wie dir. Auberginensuppe kannte ich bislang nicht. Deine Zubereitung kling ausgesprochen lecker und wird probiert.
sieht sehr schön aus.(toll fotografiert) schmeckt bestimmt auch so. neben der aubegine mag ich auch alle anderen zutaten. sehr gut!
Hmmm, Rosmarin-Pilze. Jetzt weiß ich, was ich die Tage mal kochen werde.