Laut Kalender haben wir gerade Sommer. Wenn ich nach draußen gehe, fühlt sich das ganz sicher nicht so an. Entsprechend stand mir der Sinn nach einer wärmenden Suppe oder einem schönen Eintopf. Plan A, Kartoffelsuppe mit handgedrehter Brühe und Trüffelbutter, wurde ein wenig misstrauisch von der Kleinen Prinzessin beäugt. Ihre bisher einzige Erfahrung mit Trüffeln scheint kein voller Erfolg gewesen zu sein. Also habe ich mich Plan B zugewendet: sommerlich angehauchter Gemüseintopf. Wenn es schon draußen keinen Sommer gibt, dann wenigstens ein wenig beim Essen. Auch wenn ich mir wärmeres Wetter wünsche, um mich dem eigentlichen Sommeressen widmen zu können. Ich freue mich darauf, lauter Kleinigkeiten vorzubereiten, die dann eines lauen Abends auf der Terrasse gegessen werden können. So gern ich meine Küche mag, ich will Sommer mit warm. Warm und wärmend war der Eintopf:
kichererbseneintopf

Kichererbseneintopf

Für 4 als Abendessen mit ein wenig Fladenbrot

  • 500 g Aubergine, in ca. 1-2 cm Würfel geschnitten
  • Olivenöl
  • 2 mittlere Zwiebeln, halbiert und in dünnen Ringen
  • 8-10 Knoblauchzehen, in dicken Scheiben
  • 1 große Dose Kichererbsen, abgetropft
  • 1 1/2 EL Granatapfelsirup (die Nahostvariante)
  • 1 große Dose geschälter Tomaten, ohne den Saft, ausgedrückt und gewürfelt
  • Salz nach Geschmack (ca. 1-2 TL sollten hinkommen), Pfeffer
  • 1 TL mixed spice
  • 250 ml Wasser
  • 1 große Handvoll Petersilie, frisch gehackt

Die Auberginenwürfel in ein wenig Öl gold-braun anbraten. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf Küchenkrepp zur Seite legen. Mehr öl in den Topf geben und bei mittlerer Hitze Zwiebeln und Knoblauch in etwa 5 Minuten glasig dünsten. Das soll nicht braun werden. Kichererbsen dazu geben und weitere 5 Minuten anbraten. Jetzt kommen alle restlichen Zutaten bis auf die Petersilie dazu. Zugedeckt bei niedriger Hitze 45 Minuten köcheln lassen. Abschmecken, auf Teller füllen und mit Petersilie bestreut und ein wenig Fladenbrot auftischen.

Sehr lecker.

Und für die Planer: lässt sich hervorragend vorbereiten und nimmt es einem nicht übel, wenn er, dann bis dahin ohne die Petersilie, 3-4 Tage im Kühlschrank sitzt. Einfach gut durchwärmen, Petersilie dazu und glücklich sein. Schmeckt wahrscheinlich auch kalt, aber das habe ich bisher nicht ausgestestet.

Update: schmeckt auch kalt sehr gut. Nicht kühlschrankkalt, aber Zimmertemperatur ist vollkommen in Ordnung. Besonders, wenn man ein wenig frisches Fladenbrot dazu hat.