Archives for the month of: November, 2008

Dieses Rezept ist dem GroeFaz gewidmet.

Neulich hatte wir Besuch, und eigentlich wollte ich Nigellas Mandel-Zitronen-Kuchen backen. Aber irgendwie wurde die Zeit knapp, und so musste es etwas Schnelles sein. Deshalb aus “Nigella Express” das Brownie-Rezept ohne Mehl. Richtig schnell war es dann aber nur, weil ich das Hacken der Walnüsse an die Schwiegermutter outsourcen konnte. Außerdem schmeckten sie eigentlich am nächsten Tag erst richtig gut, so dass das Rezept in punkto Last-Minute-Backen nicht die volle Punktzahl erhält. Von den Gästen hat sich allerdings keiner beschwert…

  • 225g gute dunkle Schokolade, 70%
  • 225g Butter
  • 1 Prise gemahlene Vanille
  • 200g Zucker (Puderzucker, aber gröberer geht auch)
  • 3 Eier, verrührt
  • 150 gemahlene Mandeln
  • 100g gehackte Walnüsse

Den Ofen auf 170° vorheizen. Die Schokolade, Butter zusammen mit dem Zucker schmelzen lassen (Wasserbad, Mikrowelle oder niedrige Hitze). Vanille hinzufügen und etwas abkühlen lassen (unter 60°, weil sonst das Ei stockt).

Jetzt die Eier und die Nüsse darünterrühren.

Den Schlonz in eine 24 cm Brownie-Form füllen – da ich keine habe, war es bei mir eine 24cm runde Springform.

Ungefähr 25 bis 30 Minuten backen – oben sollen sie fest sein und in der Mitte noch matschig. Etwas abkühlen lassen und vorsichtig schneiden.

Bei einem neuen Konditor im Schanzenviertel (Herr Max) gibt es allerdings Brownies, die ich gerne mal nachbauen würde. Sie enthalten Früchte – mal Johannisbeere, mal Himbeere – und haben einen perversen Schokoladenguss, der auf der Zunge zerschmilzt. Auch sonst ist Herr Max große Klasse, die etwas verwegene Preisgestaltung kann man durch die Verwendung von Bio-Eiern rechtfertigen.

Ich bin leider nur sehr eingeschränkt in der Lage, irgendwelchen Persönlichkeitests zu wiederstehen. Natürlich musste ich dann auch den machen, der mir sagt, welcher gesunde Nachtisch genau zu mir passt. Das Ergebnis, das ich natürlich bald backen werden muss (natürlich mit richtigen Zutaten und Butter – Margarine schmeckt doch in Kuchen überhaupt nicht!):

Peach Upside Down Cake!

76% Cake

Hey! You scored 76% Cake! Fresh peaches are a less sugar filled treat then canned pineapples and they are oh so good in this recipe twist on an old favorite! In China, where peaches orginated, they are believed to have mystical attributes. According to Chinese history peaches bring luck, abundance, and protection. Nice choice!!

Ingredients:

4 TBS brown sugar

1/4 tsp. nutmeg

2 C thin sliced peaches

1 tsp lemon juice (fresh is better)

1 1/3 C cake flour

3/4 C sugar or sugar substitute

1 3/4 tsp baking powder

1/4 tsp salt (optional)

3 TBS margarine

1/2 C low fat milk

1 tsp vanilla

1 egg or egg substitute

Melt the butter in an 8-inch round pan. Add the brown sugar and nutmeg and blend well. Remove the pan from the heat and arrange the peach slices, slightly overlapping them, on the brown-sugar mixture. Sprinklethe peach slices with lemon juice.Sift the flour with the sugar, baking powder and salt. Stir the butter to soften it, then mix with the flour mixture, milk and vanilla extract. Mix until the flour is dampened.Beat the batter for two minutes with an electric mixer at medium speed or beat 300 strokes by hand. Add the egg, and beat for one minute longer with the mixer or 150 strokes by hand. Pour the batter over the peaches.Bake at 375 for approximately 30 minutes. Check with knife to see if cake is done (it is done if the knife comes out clean.) Cool the cake inthe pan for five minutes and then invert it onto a serving plate; let stand for one minute more before lifting off the pan. Serve warm.


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Vorgestern musste ich einen Gemüsecurry-Rest so strecken, dass er für drei Personen reichte. Da habe ich Rührei dazu gemacht – war lecker!

ruehrei1

Für 3 – 4:

  • 5-6 Eier, verrührt
  • 1 gehackte Schalotte
  • 1 TL geriebener Ingwer
  • 1EL gehackter frischer Koriander
  • 1/3 TL Kurkuma
  • 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • gehackte Chilischote nach Geschmack
  • 1 – 2 Tomaten, in Stücken

Die Zwiebel in etwas Butter schmoren, bis sie glasig ist. Den Ingwer dazugeben und kurz mitschmoren, dann die Gewürze, dann die Tomate. Wenn die Tomate schön weich ist, Koriander und Ei dazu, salzen & pfeffern und braten, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Ich bin sehr ausgiebig als Mädchen sozialisiert worden. Die mädchenhafte Standardsozialisierung sieht vor, dass eine vor Strom Angst hat, Technik, Mathematik und Physik nur mit spitzen Fingern anfasst und denkt, dass Torx eine üble Chemikalie ist. Lange war ich auch in dem Glauben, dass Männer Dinge zielgerichtet reparieren können. Ja, manche. Aber das können sie nur, weil sie immer erst einmal alles auseinandernehmen und an den Teilen ruckeln, um zu sehen, ob es jetzt funktioniert. Erst als ich über dreißig war, durfte ich feststellen, dass schnelle Computer, smarte Handys und gute Stereoanlagen einfach total geil sind (und Männer mit Kompaktanlagen völlig indiskutabel, sorry, Jungs!). Und dass ich selber Dinge aufschrauben kann, um daran zu ruckeln. Oft funktionieren sie dann wieder. Sie nennen mich die Druckerflüsterin.

Ebenfalls großen Spaß machen gute Küchengeräte, vor allem die mit scharfen Klingen (die Vorliebe des GroeFaz für Kaffeemaschinen, die ein wochenlanges Einarbeiten erfordern, aber dann auch wirklich perfekten Kaffee produzieren, teile ich nicht). Zwei dieser wunderbaren Geräte möchte ich hier vorstellen: Den Rösle-Hobel und die Microplane-Reibe.

hobel

Beide sind: scharf. Also keine Mädchengeräte. Mit beiden geht das Hobeln und Reiben federleicht von der Hand. Beide können einem schwere Verletzungen zufügen, weshalb man sie lieber stecken lassen sollte, wenn man hektisch irgendwas in den Topf werfen möchte, man hat so ungern Blut im Gratin.

Die Auswahl der Reibe war ein wenig schwierig, da sie in ziemlich vielen Formaten angeboten wird. Die Frage war also: was wird in unserer Küche am häufigsten gerieben und was nervt am meisten? Antwort: Parmesan. Ingwer. Zesten. Also die feine Version. Verkäuferin:”Also, die macht glücklich.” Ich: “Au ja! Ich will glücklich sein!” Und so kam es.

PS: Liebe Damen, bitte keine Kommentare des Typs “Ich bin auch eine Frau und ich kann Ölborplattformen zusammenschweißen. Einhändig, mit verbundenen Augen.” Es gibt euch. Es gibt auch Männer, die Yoga machen, Pferde lieben und Kompaktanlagen besitzen, und welche, die Torx für eine Heavy-Metal-Band halten. Mädchen eben.

minimuffins1

Die kleine Prünzessin hat heute Geburtstag, ein großer Tag! Man wird drei. Drei! Aus diesem Anlass mussten für die Kindergartengruppe Muffins gebacken werden. Ich habe mir vor kurzem ein Muffin-Backbuch zugelegt – nicht, weil ich Muffins besonders gerne mag, sondern weil sie so einfach und schnell zu machen sind: das perfekte Kindergebäck. Leider werden normale Muffins von kleinen Kindern oft nicht aufgegessen, deshalb musste außerdem eine Minimuffin-Form her. Auch das ist perfekt, denn ein Rezept ergibt einen Muffin für jedes Kind in der Gruppe, mindestens. Und so wurde gestern im Rahmen des Programms “Lebensmittel selbermachen ist pädagogisch wertvoll und macht Spaß (LSPWS)” folgendes hergestellt:

Minimuffins mit Zuckerguss und Deko (24 Stück)

  • Prise gemahlene Vanille
  • 100g weiche Butter
  • 75g Zucker
  • 3 Eier
  • 150g Mehl
  • 1 TL geriebene Orangenschale
  • 2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • Prise Salz
  • 150g Puderzucker
  • 3 – 4 EL Zitronensaft
  • Gummibärchen, Speisefarbe

Den Backofen auf 180° vorheizen. Die Form einfetten oder mit Papierförmchen bestücken (besser. das kann das Kind machen).

Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren, die Eier und die Vanille hinzufügen. Das Mehl mit der Orangenschale, dem Backpulver, Natron und dem Salz in einer zweiten Schüssel vermischen. Die trockenen zu den feuchten Zutaten geben und mit dem Löffel nur ganz kurz zusammenrühren, bis alles feucht ist.

Den Teig gleichmäßig auf die Förmchen verteilen und die Muffins ca. 15 Minuten goldbraun  backen. Aus dem Backofen nehmen und einige Minuten ruhen lassen. Die Muffins aus der Form nehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.

Derweil aus dem Puderzucker und dem Zitronensaft Zuckerguss herstellen (einfach zusammenrühren. Vorsicht: man braucht viel weniger Saft als man denkt!) Den Zuckerguss auf verschiedene Schalen verteilen und mit Speisefarbe einfärben.

Wenn die Muffins kalt sind, den Zuckerguss mit dem Löffel auf den Muffins verteilen, wenn er nicht mehr ganz flüssig ist (geht schnell), mit Gummibärchen oder Zuckerperlen verzieren (Nigella: “Rember that children have a very bad taste!). In einer Dose verpacken, sonst sind sie am nächsten Morgen schon trocken. Wobei das egal ist, weil sie ja so schön bunt sind…

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