Archives for the month of: Oktober, 2008

Irgendwie scheine ich gerade eine kleine Apfelkuchenwelle zu haben… außer dem hier habe ich noch einen anderen an diesem Wochenende gemacht – Apfel-Walnuss-Kuchen – den werde ich die Tage noch verbloggen. Hier habe ich wieder einen ganz klassischen Kuchen gemacht: Apfel-Streusel. Mit viel Marzipan in den Streuseln. Das ergibt einen wunderbaren Sonntagskuchen, insbesondere natürlich mit Schlagsahne. Das gehört zu den Sachen, bei denen ich kein wirkliches Rezept mehr benutze, sondern weitgehend frei Schnauze agiere, also die Mengenangaben nicht zu religiös einhalten – eher darauf achten, ob die Konsistenz stimmt.

Apfelkuchen mit Marzipanstreuseln

Teig:

  • 210g Mehl
  • 140g Butter
  • 70g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz

Füllung:

  • 1 kg säuerliche Backäpfel
  • 1 EL Butter
  • 70g Zucker (oder mehr – je nach Säure der Äpfel)
  • 1/2-1 TL gemahlenen Zimt

Streusel:

  • 70g Mehl
  • 70g Butter
  • 125g Marzipan
  • 70g Zucker
  • 2-3 EL gehackte Mandeln

Alle Zutaten für den Teig rasch zu einem glatten Mürbeteig verarbeiten und etwa eine Stunde in Klarsichtfolie gewickelt in den Kühlschrank geben. Währenddessen eine 26er Form fetten und mehlen. Die Äpfel schälen, entkernen und vierteln. In Scheiben schneiden. Die Butter in eine Pfanne geben, den Zucker dazu und ganz leicht karamellisieren lassen. Äpfel und Zimt dazu, andünsten. Den Ofen auf 175° vorheizen.

Den Teig halbieren – eine Hälfte für den Boden verwenden, mit der anderen den Rand formen. Ordentliche Menschen begradigen den Rand mit Hilfe eines Messers. Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen. ca. 10-15 Minuten blind backen und dann noch einmal 5 Minuten weiterbacken. Währenddessen aus den Zutaten Streuseln formen. Die Äpfel auf dem Boden verteilen und mit den Streuseln bedecken.

Den Kuchen für ca. 25-30 Minunten backen. Auskühlen lassen oder lauwarm essen.

Der Sonntag ist gerettet.

Und so habe ich mir die Bastelanleitung und die Zutaten aus meinem Fresspaket genommen und mein Abendessen hergestellt.  Brav habe ich als erstes die Gurke geschält, der Länge nach  halbiert, entkernt und  gewürfelt. Mit  der  mitgelieferten Vinaigrette übergossen und  beiseite gestellt. Eine gute handvoll der Sojaschnitzel habe ich mit ca. 250 ml kochender Brühe übergossen und auch ersteinmal ruhen lassen. Die Kartoffeln und die rote Beete getrennt zu kochen war mir zu stressig, zumal man  so die Kartoffeln in der Schale lassen kann. Also beide Gemüse in einen Topf gegeben und mit Wasser  bedeckt zum Kochen gebracht – nach ca. 20 Minuten waren die Kartoffeln gar. Kurz abgeschreckt und dann gepellt, um einen Kartoffelbrei zu beginnen. Die Beete köchelt währenddessen weiter.  Die Sojaschnipsel ausgedrückt und in einer fettfreien Pfanne  dunkel geröstet.

Jetzt war auch die rote Beete gar und wurde nach dem Abschrecken geschält und gewürfelt. Zum Kartoffelbrei und ordentlich mit Salz und Pfeffer würzen. Sojaschnipsel dazu, alles gut vermischen.

Auf einem Tellerchen mit dem Gurkensalat arrangieren und zufrieden sein.

Die Fleischersatzschnipsel waren darin gar nicht schlecht – die erste Reaktion bei allen Bekannten war: Igitt?! Labskaus. Ich muss sagen, mir hat es eigentlich sehr gut geschmeckt. Vielleicht würde ich bim nächsten Mal ein wenig mehr rote Beete nehmen und ein wenig Senfpulver direkt dazu geben – die Schärfe von Senf scheint sich hier mit dem Rest sehr gut zu vertragen.

Gurkensalat mit Vinaigrette war auch etwas Neues für mich – ich ertränke Gurkensalat meist in Schmand und Dill – und ich muss sagen, dass es hier sehr gut so gepasst hat.

Rosa von der Neuhausener Nudelsuppe hat zum vierten Male zum Fresspakete-Schicken aufgerufen. Und was soll ich sagen…. Schnick Schnack Schnuck war sehr schnell und so ist gestern Nachmittag mein Paket angekommen:

Alles sicher eingepackt, damit auch ja nichts kaputt gehen kann. Und musste natürlich sofort von der Katze aufs Genaueste untersucht werden. Die Füllse wurde zum Katzenspielzeug erklärt :-)

Ich war ja ähnlich neurgierig auf den Inhalt und nachdem ich alles ausgewickelt habe:

Es gab ein nettes Paket aus dem Norden, inklusive Bastelanleitung, was ich denn damit anfangen kann: vegetarischen Labskaus mit Gurkensalat, danach Kaffee mit Hamburger Speck und wundervollen kleinen Schokokugeln.

Ich bin gespannt – ich habe bisher Fleischersatzprodukte …. gemieden?… das ist vielleicht das falsche Wort. Aber da ich vegetarisch groß geworden bin, habe ich Fleisch in dem Sinne nie vermisst oder das Bedürfnis gehabt, eine Lücke zu füllen. Ich werde die Zutaten morgen verbauen und berichten, wie es mir gefallen hat.

Einzig den Hamburger Speck werde ich meiner Mitbewohnerette überreichen – Gelatine ist nicht 100% Vegetarier geeignet. Ich freue mich schon, mal wieder einen neuen Kaffee auszuprobieren. In letzter Zeit habe ich faulerweise fast nur den Latte Macchiato aus der Büro-Maschine getrunken. Es wird Zeit, mal wieder selber welchen zu machen.

Vielen Dank für das Paket und vielen Dank an Rosa für das Organisieren!

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.