Kochen für Schlampen – Hamburg, Berlin, Zürich

22. September 2008

Einmal quer durch die Reste

Einsortiert unter: Ganzes Essen,Gemüse — kochschlampe @ 10:00
Tags: , ,

Ich habe ein wenig die Tendenz, meinen Kühlschrank voll zustopfen. Entsprechend kommt es vor, dass irgendwann von allem nur noch ein bisschen übrig ist. Ein Halbes hiervon, ein Drittel davon, von jenem nur noch eines. Die klassische Lösung für ein solches Mischmasch ist eine Suppe – in meiner Familie gab es eine zeitlang die Tradition der montäglichen Minestrone – oder eben ein schnelles Curry. Ich würde nie losgehen und sorgfältig alle Einzelzutaten einkaufen gehen, aber mal schnell aus den Resten was verwertbares herstellen: immer wieder gern. Und weil ich eine faule Socke bin, stelle ich natürlich immer noch kein eigenes Currygemisch her, sondern nutze die fertige Paste des Thaimannes. Ein kurzer Blick in den Kühlschrank und das Gefrierfach und es gab folgende Zutaten für das rote Thai-Curry (reicht für etwa 2 Personen):

  • 125g Tofu, gewürfelt
  • 1/2 Paprika, feine Streifen
  • 1/3 Zucchini, Stifte
  • 1 Möhre, Stifte
  • 1 Handvoll Zuckerschoten (frisch oder TK)
  • 2-3 Limettenblätter

zusätzlich

  • ein wenig neutrales Öl
  • 1 Knolauchzehe, Scheiben
  • 1 Haselnussgroßes Stück Ingwer, feine Würfel
  • 1 gehäufter EL rote Currypaste
  • 1 Handvoll Maiskörner (TK)
  • 1 Glas mit Kokosmilch/Wasser-Gemisch (je ca. 125 ml)
  • 1 EL frisch gehackten Koriander

Selbstverständlich sind die Mengenangaben und die Zusammensetzung allein von der persönlichen Vorliebe und dem Inhalt des Kühlschranks abhängig. Das hier ist das Ergebnis einer Momentaufnahme meines Vorrats.

Ich mag dazu Reis. Den setze ich etwa zeitgleich mit dem Curry an – die Garzeiten sind ähnlich.

In einem Wok oder einer großen Pfanne Knoblauch und Ingwer golden rösten. Tofu und Currypaste dazu, gut rühren und anbraten. Nach und nach kommen die restlichen Zutaten dazu. Erst die Möhren und Limettenblätter, dann Zucchini, Mais, Paprika und zu guter Letzt die Zuckerschoten. Alles mit dem Kokosmilch/Wassergemisch ablöschen, aufkochen und 3-4 Minuten leise blubbern lassen.

Als letztes den Koriander dazugeben, evtl. separat in einem Schälchen reichen, wenn unklar ist, ob alle Beteiligten das grüne Kraut mögen. Limettenblätter vor dem Servieren rausfischen. Der Reis sollte jetzt auch gar sein und vereinigt sich auf dem Teller mit dem Curry:

Essen & glücklich sein. Und unglaublich tugendhaft, weil man alle Reste aufgebraucht hat, die sich so angesammelt haben.

4 Kommentare »

  1. Kokosmilchgericht aus leckeren Resten kommen leider faulerweise selten auf den Tisch. Bei uns ist der Kühlschrank immer zum Bersten voll, sodass wir oftmals leider bei anstehenden Reinigungsorgien eine Menge wegschmeißen müssen, was natürlich das Herz bluten lässt. Wir sind einfach zu chaotisch und auch ein größerer Kühlschrank hatte mitnichten mit einere besseren lösung aufzuwarten. Ist der Kühlschrank eigentlich hinten vereist (oder handelt es sich tatsächlich um TK-Ware) ;-)

    Kommentar von kulinaria katastrophalia — 23. September 2008 @ 13:26 | Antworten

  2. Mein Kühlschrank ist zwar auch meistens sehr voll, aber ich schaffe es zum Glück fast alles so einzuteilen, dass ich nur sehr selten etwas wegschmeißen muss.
    Größere Kühlschränke sorgen nur für eines: mehr Sachen, die darin aufbewahrt werden. Es ist das gleiche wie bei einem kleineren Kühlschrank, nur in etwas größeren Dimensionen… zumindest in meiner Erfahrung.

    Kommentar von kochschlampe — 23. September 2008 @ 15:14 | Antworten

  3. [...] aus Kühlschrankresten (also im Kühlschrank gelagerten Essensresten…;-)) die leckersten Spontangerichte herzustellen. Mein Tip an Kochschlampe: Richte doch mal ein Tool ein, das mir bei Eingabe von [...]

    Pingback von Mit Resten und Reis zaubern | Reis: Rezepte, Gerichte, Sushi und Voting — 25. September 2008 @ 12:28 | Antworten

  4. Perfekte Resteverwertung!
    Schade, dass es bei uns nie Reste gibt, irgendwie sind wir zu gefräßig…

    Kommentar von sammelhamster — 25. September 2008 @ 21:12 | Antworten


RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI

Einen Kommentar hinterlassen

Bloggen Sie auf WordPress.com.