Kochen für Schlampen – Hamburg, Berlin, Zürich

17. Juni 2008

Sauce Hollandaise für jedermann

Einsortiert unter: Basis — kochschlampe @ 14:35
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Entsprechend vielleicht nicht ganz orthodox, dafür aber mit der Geling-Garantie. Hier gibt es eine schöne Beschreibung, was denn bei der richtigen Hollandaise chemisch so passiert, auch wenn ich gegen die Verwendung von Stärke bin. Stärke in der Holländischen Soße ist ein wenig wie Stützräder beim Radfahren. Natürlich geht es erst einmal einfacher, aber dafür hat man hinterher Schwierigkeiten, ohne Hilfe zurecht zu kommen. Also lieber gleich richtig lernen. Oder diese Schummelvariante benutzen. Hier findet sich sonst auch noch eine Bare Bones Anleitung für eine fast richtige Hollandaise. Was zum eigentlichen Klassiker fehlt ist die Reduktion.

Ich habe einen Vorschlag aus Nigella Lawsons ‘How to Eat’ aufgegriffen und kann nur sagen, dass das wirklich die einfachste Art zu sein scheint, mit der man eine halbwegs richtige Sauce hinbekommen kann.

Für 4:

  • 4 Eigelb
  • 250g Butter, in 1 cm³ Würfeln
  • Zitronen- oder Limettensaft (ca. Äquivalent zu einer halben Zitrone)
  • Salz, Pfeffer (idealerweise frisch gemahlenen weißen)

Die Eigelb in eine feuerfeste Schüssel – ich nehme da eigentlich immer Edelstahl – geben und auf einen kleineren Topf geben, in dem kaltes Wasser etwa 2cm hoch steht. Das Wasser zum Kochen bringen und sogleich zu einem leichten Simmern runterschalten. Die Schüssel soll das Wasser NICHT berühren. Nun nach und nach die Butter würfelweise dazu geben und die ganze Zeit fleißig rühren, damit sie sich in den warmen Eigelb schön auflöst. Das dauert eine Weile. Wenn sich alle Butter darin aufgelöst hat und eine sämige Sauce entstanden ist, Zitrone, Salz und Pfeffer nach Geschmack dazu geben. Wahrscheinlich gelingt es manchen Menschen auch hier, ein buttriges Rührei aus der Angelegenheit herzustellen, aber einigen kann man einfach nicht helfen.

Die Sauce lässt sich über dem Wasserdampf auch eine Weile warm halten.

16. Juni 2008

Obst-Streuselkuchen (TM)

Einsortiert unter: Ofen,Süßes — kochschlampe @ 18:18
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Der wahrscheinlich welteinfachste Kirschkuchen. Im Prinzip nichts anderes, als Streuselteig mit Kirschen. Einmal am Boden fest gedrückt, einmal als Streusel oben drauf. Der Kuchen lässt sich in hunderterlei Varianten herstellen – ganz ähnlich habe ich ihn hier mit Pflaumen gemacht. Er geht aber auch gut mit Äpfeln, Birnen, Aprikosen, Nektarinen…. eigentlich jedem Obst, dass sich halbwegs ordentlich backen lässt. Eventuell sollten dann allerdings die Zuckermengen angepasst werden. 

 

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13. Juni 2008

Kinderkuchen

Einsortiert unter: Ofen,Süßes — zitronencurry @ 15:35
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Neulich verblüffte mich ein Kollege mit der Aussage, dass Kinder eigentlich keinen Kuchen äßen. Ist nicht ganz falsch, meistens kommen andere Süßigkeiten wesentlich besser an. Da mein Kind aber gerne Kuchen bäckt und sie zu Ostern eine schicke kleine Backform von Omma bekommen hat, haben wir ihrer Freundin Ida zum zweijährigen Geburtstag einen Kuchen gebacken. Grundlage war der von mir sehr geliebte 4-Viertel-Teig, bei dem alle Zutaten zu gleichen Teilen verarbeitet werden, ausgehend vom Gewicht der Eier. Hier waren es zwei Eier, die beste Größe für die Form scheint L zu sein (wir hatten XL, und das war etwas zuviel Teig.) Wichtig ist – man kann es nicht oft genug sagen – dass die Zutaten zimmerwarm sind. Falls Butter und Eier zu kalt sind, stelle ich die Rührschüssel in warmes Wasser. Der Teig emulgiert bei zu kalten Zutaten einfach nicht richtig. Ich mache diesen Teig immer von Hand mit dem Schneebesen, aber so puristisch muss man nicht sein.

Zutaten (für einen Erwachsenenkuchen alles verdoppeln):

  • 2 Eier
  • eischwer Mehl, Zucker, Butter
  • 1/4 TL Weinsteinbackpulver (geht aber auch ohne Backpulver)
  • Prise Salz
  • kl. TL Bittermandelaroma oder wahlweise Zitronensaft und abgeriebene Zitronenschale

Zuerst die Butter mit dem Zucker und dem Salz schaumig rühren, bis die Masse fast weiß ist. Dann die Eier nacheinander (!) unterschlagen, Aroma dazu. Das Mehl mit dem Löffel oder Schneebesen darunterheben (nicht mehr heftig rühren). Der Teig hat jetzt eine wunderbare cremige Konsistenz, ganz anders als der Rührteig meiner Jugend, der mit (kalter) Margarine hergestellt wurde, dann die kalten Eier platsch dazu und alles ordentlich mit dem Mixer durchquirlen… was wusste ich schon von Rührteig?

Den Teig in die geölte und bemehlte Form geben und ca. 35 – 40 min bei 180° C backen, ein hölzerner Schaschlikspieß sollte bei der Probe ohne klebrige Teigreste bleiben.

Guss:

  • 100g Puderzucker, gesiebt
  • 1-2 EL Zitronensaft

Beides verrühren und über den Kuchen pinseln oder gießen. Alle verfügbaren Smarties, Zuckerperlen oder Gummibärchen zusammenkramen und aufpassen, dass mehr davon auf dem Kuchen als im Kind landet. Mit der richtigen Menge Kerzen verzieren. Stolzes Kind über den grünen Klee loben.

Noch ein Wort zum Bittermandelaroma: Ich habe mir ein Fläschchen Bittermandelaroma in einem Bioladen in England besorgt, weil ich hier nicht fündig geworden bin. Es schmeckt unglaublich gut. Die Aromen von Backin habe ich aus meiner Jugend in schlechter Erinnerung (künstliches Rumaroma! bäh!), die kaufe ich nicht. Falls man das doch verwenden möchte, ist ein halber TL sicher zuviel. Das Biozeug muss man nicht allzu vorsichtig dosieren, es schmeckt nach dem Backen eher mild durch.

10. Juni 2008

Überraschend fehlendes Rezept

Einsortiert unter: Basis,Gemüse,Häppchen & Kleinigkeiten — kochschlampe @ 21:19
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Ich liebe Peperonata und habe das einen Sommer lang eigentlich spätestens jede zweite Woche als Mitnehmessen und schnellen Snack gemacht. Herr E erwähnt dann auch in regelmäßigen Abständen, dass man doch jetzt mal wieder könnte und deswegen war ich der festen Überzeugung, dass ich das Rezept (auch wenn das ein wenig zu glorreich ist für das, was man da tut) schon lange ins Blog gestellt hätte. Theoretisch kann man natürlich das ganze Jahr über Peperonata essen – schließlich gibt es immer Paprika käuflich zu erwerben, aber irgendwie ist das für mich eines der ganz klassischen Sommergerichte. Zum Picknick, auf Brot, als Vorspeise, als leichtes Essen – immer passend, immer gut.

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7. Juni 2008

Übergeschnappt am EM Vorabend

Einsortiert unter: Fremdgehen,Randbemerkung — groefaz de la cuisine @ 11:04
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… und ganz armselige laune auf der fanmeile am see, weil das wetter hier bekacktstmöglich ist (14 grad und regen) während in richtigen städten (z.b. Berlin) 30 grad und sonne ballern. So wird das nichts.

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