gab es vor einiger Zeit hausgemachte Spätzle. Echte Schwaben lesen bitte an dieser Stelle einfach nicht weiter. Es wird nämlich weder von Hand geschabt, noch ein Spätzlehobel verwendet, sondern eine ordinäre Spätzlepresse. Ich lebe weit genug im Norden, dass es die meisten hier nie stören würde, wenn man ein solches Sakrileg begeht. Meine Spätzlepresse kommt ca. 2x im Jahr zum Einsatz – ich bin mir nicht mehr ganz sicher, warum ich damals unbedingt eine haben wollte. Aber da ist sie und wenn es einen einfachen Wunsch zu erfüllen gibt, mach ich das gern. Zum Glück musste nicht ich hinterher die Küche aufräumen – die sieht nach Käsespätzle nämlich immer aus wie ein Schlachtfeld. Zumindest bei mir.

Käsespätzle
6 Portionen
- 500g Mehl
- 1 TL Salz
- 4 Eier, leicht verquirlt
- 1/4l warmes Wasser
- 125g Butter
- mind. 300g kräftigen schweizer Käse
- nach belieben: mehr Butter und 1-2 große Zwiebel in Ringen/Halbringen
- ich empfehle einen Blattsalat dazu
Mehl und salz in einer Schüssel mischen. Eine Vertiefung hineindrücken und dort Wasser und Ei hineingeben. Mehl vom Rand her mit einem Holzlöffel einarbeiten bis ein glatter, weicher Teig entstanden ist. Evtl. etwas mehr Wasser, da gerade für eine Spätzlepresse der Teig nicht zu fest sein sollte.
Den Ofen auf 175° vorheizen. Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Spätzle hineinpressen. Wenn sie oben schwimmen sind sie fertig. Mit einem Schaumlöffel herausholen und abtropfen lassen. In einer großen Pfanne die Butter schmelzen und die Spätzle darin schwenken. In eine feuerfeste Form schichtweise mit dem geriebenen Käse geben. Mit Käse abschließen. Im Ofen ca. 15 Minuten überbacken, bis der Käse gold-braun ist.
In der Zwischenzeit Röstzwiebeln aus der übrigen Butter und den Zwiebelringen herstellen. Und einen grünen Salat mit Vinaigrette herstellen – die Illusion eines gesunden Essens. Ich muss gestehen, ohne die Zwiebeln und den Salat würde mir bei den Spätzle tatsächlich was fehlen.
Wunderbares Essen und chaotische Küche.
Lecker! Die Käsespätzle waren die letzten Tage irgendwie der Hit in deutschen Foodblogs, ich denke, das liegt mit am Wetter, da hat man doppelt so viel Appetit auf so etwas deftiges!
Sind sehr schön geworden!
Und warum chaotische Küche? Ist das nicht nach dem Kochen IMMER so???
Kommentar von Barbara — 9. Februar 2008 @ 1:02 pm |
Sieht sehr lecker aus vor allem muss ich noch dazu sagen, dass ich Spätzle Fan:)
ich hab eigentlich eine Frage aber wie kommst du auf diesen Namen von dem Blog *schäm*
Kommentar von Christian — 5. März 2008 @ 11:13 am |