Archives for the month of: Januar, 2008

Glück, ein telefonat, das richtige lammrack und ein paar passende reste haben kürzlich zu einem stück fleisch mit rosmarinkruste geführt, das einem die ohrem vom stamm gehauen hat. Ich mosere eigentlich immer über meine kücheresultate. Aber diesmal war ich weggeblasen von der harmonie, der saftigkeit, den details und der abgerundeten zartheit des ergebnisses dass beim genuss mein hirn anfing abzuschalten. Im detail ging das so:Zur seefeldmetzgerei pilgern und nichtsahnend deren neuseeländische lamracks gekauft. Nach hause gelaufen und mighty mick bassmann angerufen, der mal, jahre ists her, ein lammrack in england im hause seiner schwerster machte, das eine gute, aber nicht spektakuläre kräuterkruste hatte. Am telefon handwerkliche details eingeholt. Reste im kühlschrank gefunden und aus folgendem eine genusssymphonie gebastelt:

  • 2 ganze lammracks
  • 2 eier
  • paniermehl
  • ein hand voll oller champignons, allerfeinstgehackt
  • scharlotten, allerfeinstgehackt
  • koblauch
  • feinstgehackter rosmarin
  • feinstgehackte 3cm chilischote

Die scharlotten mit zwiebelen, den champignons und einem hauch knoblauch angebraten, wie man es von der duxelles bereitung her kennt. Ich hatte die champignons nicht wie eigentlich vorgeschieben ausgepresst, das war mit zuviel arbeit. Chiliatome dazugegeben, kräftig mit rosmarinatomen versehen und den salzpegel angepasst. Fertig angebraten, den pamps in eine schüssel gegeben und mit augenscheinlich genug paniermehl und zwei eiern zu einer nicht mehr wirklich flüssigen pampe verarbeitet und eine tick pfeffer aus der mühle dazugegeben.Die lamracks in olivenöl in der gusspfanne heissestmöglich von allen erreichbaren seiten angebraten. In eine ofenform gelegt und mit der panniermehlpampe versehen. Bei 90 grädern in den ofen und mit dem fleischthermometer niedrigtemperaturig auf 63 grad kerntemperatur gebracht. Am ende die grillschleifen im ofen angeschaltet, damit die obenliegende kruste noch einen tritt richtung bräune bekam. Dazu ein kartoffelgratin und mit böse leckerem balsamico und olivenöl bespritztem salt aufgetischt.Ein Traum.lammrack.jpgIch habe selten so viel genuss aus fleischlichem bezogen, i am afraid to admit. 

(auf nachfrage kommt das photo ohne anschnitt hier)

 p1020948.jpg

sieht das leckerer aus? 

 Herrgott, das lammrack war so dermassen ENDGEIL, mir fehlen die worte … 

 

Hier gibt es jetzt die vielen Beiträge zum 30. Kochblogevent zu bewundern und natürlich: hingehen und fleißig abstimmen, welches das schönste Ingwerrezept ist.

Nun habe ich mir schon das Thema für das aktuelle Kochblogevent ausgesucht – Ingwer – und dann bin ich wieder mal eher spät dran mit meinem eigenen Beitrag. Ingwer gilt als unglaublich gesund (ich erwähne nur am Rande Reisekrankheit, Rheuma, leichte Migräne), allerdings esse ich Ingwer einfach gern. Egal, ob ich aus Zitronengras und Ingwer einen Tee herstelle, ihn zu herzhaften oder auch süßen Gerichten dazugebe: Ingwer hilft bei fast allem.

Blog-Event XXX: Ingwer

Eigentlich wollte ich Ingwermuffins als Beitrag einreichen, hatte es dann aber leider versäumt rechtzeitig vor der Vernichtung ein paar hübsche Bilder zu machen. Die Muffins waren sehr nett – ich werde sie also in nährer Zukunft wiederholen und dann hier vorstellen.

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Dekadenzalergikern wird vom genuss dieses textes abgeraten. Ich kam heut vom bürro zu spät nach hause und hatte eine eine hungernde frau K. zuhause der ich ein nachtmahl versprochen hatte. Also in den kühlschrank geschaut und flugs aus ein paar resten ein salätsken zusammengebastelt. Damit musst ich auskommen:

  • eine tüte Coop salatmischung 
  • einen bald fälligen foi gras de canard block
  • vorgesterns rest bibimbap gehacktes mit chili, sojasauce und frühlingszwiebeln
  • balsamico, olivenöl
  • 8 mördergarnelen, tiefgefrohren
  • knoblauchzehe
  • chilischnipsel
  • frischen koriander
  • toast
  • büfelmilchparmesan
Das ganze wurde zu einem grossen geschmackskirmessalat geschichtet, die garnelen vorher aufgetaut und in knoblauch, olivenöl, chili und koriander kurz angebraten. Raus kam ein erstaunlich delikates, wenn auch wild in alle richtungen schemeckendes abendessen:
 
p1020946.jpg 
 
Zur den garnelen muss ich sagen, dass ich zum glück ein wenig licht in die bisher düstere beschaffungslage am neuen wohnort zürich bringen konnte. Ich habe beim rumfahren mit dem auto einen laden namens ‘der frische fisch – dörig und brandl AG‘ gefunden. Das ist so eine art lindenberg light hier, durchaus tauglich. Damit ist der bisher bestehende beschaffungsnotstand auf diesem sektor ein stück weit gelindert.
 
Damit, und mit dem salat, waren wir wieder glücklich. Toll! 

 

Wahrscheinlich jeder hat sich schoneinmal Kakao gemacht. Mancher auch eine heiße Schokolade. Während ich die instant-löslichen Kakaopulver fast alle eher fragwürdig finde (zumindest die aus dem Supermarkt), habe ich irgendwann angefangen, mir meine heiße Schokolade selber zu machen. Meist mit Kakaopulver, inzwischen auch mit Schokolade. Ich bin nicht sicher, ob man die Zubereitung in dem Sinne als Rezept bezeichnen kann, aber hier ist mal die Basis:

 Heiße Schokolade

2 große Tassen

  • 600ml Milch
  • 100g zartbitter Schokolade (ich empfehle auch hier wieder auf gute Qualität zu achten), grob gehackt
  • evtl. Zucker/Honig
  • evtl. geschmackgebende Komponenten

500ml Milch einmal aufkochen lassen. 100ml Milch bis kurz unter das Kochen bringen und darin die Schokolade auflösen. Mit einem Schneebesen unter die heiße Milch rühren, in Tassen füllen und glücklich sein.

Evtl. Honig/Zucker für ein Mehr an Süße dazugeben.

Als geschmackgebende Komponenten bieten sich natürlich der allgegenwärtige Chili an, aber auch Vanilleschoten, Lavendel, Orangenzesten, Mandelsirup etcpp. Bis auf Sirupe sollte alles in dem halben Liter Milch mitgekocht werden.

Heiße Schokolade

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