Archives for the month of: Mai, 2006

So, ab nächster Woche werde ich wieder ein wenig regelmäßiger bloggen… Ich bin gerade umgezuogen und langsam werden es wieder weniger Kisten. Ich war erstaunt wieviel Zeug sich bei mir angesammelt hat.
Tapfere Menschen haben mir beim Umzug geholfen & ich hatte ein wenig Suppe vorbereitet für hinterher.
Bohnensuppe.
Das hätte auch gut für das aktuelle Blogevent gepasst, aber Bilder gibt es hiervon keine. Und zum Thema Hülsenfrüchte wird mir schon noch was Nettes einfallen, um es in das Wettkochen einzustellen.

Bohnensuppe

Reicht für ca. 5 Personen

450g Cannellini Bohnen
4 EL Olivenöl
2 große Zwiebeln, am besten Gemüsezwiebel, feingehackt
4 Knoblauchzehen, zerquetscht
5 EL Tomatenmark
2 gehäufte EL frischgehackter Rosmarin

Salz, Pfeffer

Ein wenig Parmesan und schönes Weißbrot

Die Bohnen mindestens 8 Stunden, am besten über Nacht in ca. 3l Wasser einweichen.
Die Zwiebeln ca. 10 Minuten im Olovenöl goldig braten. Nicht bräunen. Den Knoblauch 1 Minute mitrühren. Nun kommen Rosmarin und Tomatenmark dazu – wieder eine Minute rühren.
Bohnen zusammen mit dem Einweichwasser dazugeben, aufkochen und ca. 1 Stunde köcheln lassen, bzw. bis die Bohnen weich sind.
Die Hälfte der Suppe im Blender zu einer glatten Paste verarbeiten. Zurück in den Topf. Salzen, Pfeffern.

In Schüsselchen füllen, mit Parmesan und ein wenig Brot essen.

Oder nach dem Pürieren ca. 225g Suppennüdelchen für ca. 10 Minuten (also bis al dente) mitkochen und mit Parmesan, dann aber ohne Brot essen.

Sich gestärkt fühlen.

Der kochende bassist mit den zottelhaaren hatte mal einen namen erwähnt von einem alten freund der mittlerweile ein eigenes restaurant in Köln hat. Ich also da hin. Wenn ich schon mal bezahlt in der stadt bin, bin ich ja auch nicht faul gepflegt spesen zu verbrennen:

http://www.lacena.de/

Sehr schöne angelegenheit, das. Klaus, seine frau die den öffentlichen raum beherrscht und das sympatische konzept, für 33 euro die gäste mit dem zu verzaubern was der markt und die kunst hergibt, gefielen mir als enseble sehr gut. Das preis/leistungsverhältnis ist ausgezeichnet, die küche schlicht ohne übertrieben zu reduzieren, punktgenau zubereitet, dabei nicht verkrampft orginell und mit den weinen so abgestimmt dass man merkt das sich da jemand im fachgebiet auskennt.

Der laden hat nicht die weltläufigkeit der typischen metropolen-dinnerschmieden, dafür fühlt man sich vielmehr wie bei freunden zuhause. Wem das passt, der ist hier genau richtig aufgehoben.

Nicht das einzige highlight an dem abend, aber das was ich mit der kameraknipse festgehalten habe, war das dessert. Eine kugel ingwer-vanille eiscreme auf warmem rhababerkompott mit grossen frucht stücken. Lecker!

Rheinland. Köln. Die kantine eines grossen deutschen versicherers. Hunger. Und dann das:

Sonntags Morgens beim Brotbacken.

Ich frage mich manchmal, ob ich Rhabarber auch so viel verarbeiten würde, wenn es ihn das ganze Jahr über gäbe… Durch die relativ kurze Zeit, in der es schönen Rhabarber gibt, fühle ich mich verpflichtet, möglichst viele nette Sachen mit ihm anzustellen. Und ich mag natürlich diesen leicht säuerlichen Geschmack sehr. Besonders, wenn ich diesen pelzigen Belag auf den Zähnen davon bekomme… Den bekommt man von diesem Kuchenrezept zwar nicht, dafür isses total einfach.

Rhabarberkuchen mit Maismehl

500g Rhabarber
300g Zucker
150g Mehl
1 TL Haushaltsnatron
eine Prise Salz
1 TL gemahlenen Zimt
155g feines Maismehl – feiner als das, was man für gewöhnlich für Polenta nimmt
2 große Eier
1 TL Vanilleextrakt oder eine Tüte Vanillezucker
125g weiche Butter
250g Naturjoghurt, am besten Bio

Ofen auf 180° vorheizen. 24er Springform einfetten.
Rhabarber putzen und in kleine Stücke schneiden. In einer Schüssel mit 100g des Zuckers vermischen, der Rhabarber sollte nicht länger als eine halbe Stunde stehen bleiben, damit er nicht zu viel FLüssigkeit zieht.
Mehl, Natron, Zimt, Maismehl und Salz mischen. Eier mit der Vanille in einem Krug gut vermischen. Butter mit dem Zucker (200g) in einer weiteren Schüssel schaumig rühren, nach und nach die Eimischung unterrühren. Mehlmischung abwechselnd mit dem Joghurt unterrühren. Nicht zu sehr vermischen – eher wie bei Muffins. Als letztes den Rhabarber zusammen mit allem gezogenen Saft hineinmischen. In die vorbereitete Form geben und ca. 1 Stunde backen. Evtl. nach 40 Minuten mit Alu abdecken, damit der Kuchen nicht zu dunkel wird.
Man kann auch den Teig auf 2 Muffinbleche verteilen, dann aber nur ca. 20-30 Minuten backen.

Dazu passt besonders gut eine Mascarpone Portweincreme:

2 Eier, größe L, getrennt
100ml Port
250g Mascarpone
50g Puderzucker

Eiweiß zu Schnee schlagen. Eigelbe mit dem Port zu einer Creme schlagen. Nach und nach Mascarpone und Puderzucker dazu. Wenn man eine dickliche Creme vor sich hat, vorsichtig den Eischnee unterheben.

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