Archives for the month of: April, 2006

Ich habe ja noch den Sauerteig von Ostwestwind von Küchenlatein und nicht, wie ich erst im Tran geschrieben habe, von Foodfreak gehabt… ein wenig unheimlich lag er in der Küche. Aber ich hatte auch ein detailliertes Rezept dazu bekommen. Als sich abgezeichnet hat, dass heute das Wetter eher für indoor statt Picknick sein würde, habe ich mich an den Teig gewagt…

Ich bin dem Rezept weitgehend gefolgt, aber dann doch wieder nicht…

Roggenvollkornbrot

Es fing damit an, dass ich nur normales Roggenmehl da hatte und keinen Roggenschrot. Und auch keine sinvolle Brotkastenform, irgendwie war auch die Königskuchenform nicht auffindbar –> Springformkranz.

Der Sauerteigansatz wurde 2 Tage vor dem Backen mit 185g Roggenmehl und 200g handwarmem Wasser aufgefrischt, mit Frischhaltefolie abgedeckt.

Am Vorabend habe ich 235g der Auffrischung mit 200g Roggenmehl und (dummerweise) 300g handwarmem Wasser zu einem Vorrteig verarbeitet, wieder abgedeckt bis zum Weiterspielen.

Den Brotteig habe ich aus dem Vorteig zusammen mit 150g Roggenmehl, 150g Gerstenschrot, 50g Weizenkeimflocken, 7g Salz, 150g Wasser und 1 gehäuftem Teelöffel Brotgewürz etwa eine halbe Stunde von der Küchenmaschine kneten lassen.

Nur hatte ich natürlich kein Brotgewürz da – ich habe noch nie damit gearbeitet. Nach einer kurzen Recherche habe ich es dann so hergestellt:

2EL Fenchel, 2 EL Kümmel, 1 EL Koriander, 1 TL Piment, 2 Sternanis im Mörser zu Pulververarbeiten. In Gläschen verschrauben, was über bleibt.

Zurück zum Teig: den nun 20 Minuten ruhen lassen, dann in die gewünschte Form füllen und zudeckeln. Die Form sollte ca. 2,4l fassen können. und 2-3 Stunden gehen lassen.
Wegen erwähnten Formmangels habe ich den Teig mit Alufolie abgedeckt.

Irgendwann zwischendurch den Ofen auf ca. 140° vorheizen.

Das werdende Brot für 4 Stunden im Ofen versenken, aus der Form holen und in ein Küchentuch gewickelt abkühlen lassen.

Im Anschnitt:

Fazit: janz schöner Uffriss, aber sehr lecker.

Ich habe nur getrocknete Tomaten gesucht.

Im Vorratsschrank des Herrn E. Ich habe mal alles, was mindestens seit einem Jahr abgelaufen ist, rausgeholt. Das wurde inzwischen sogar schon entsorgt, wenn auch nicht in sinnvoll aufgefüllt….

Da blutet das Auge:

Man muss dazu sagen, dass das meiste noch von der ehemaligen Gattin des Herrn E angeschafft wurde. Da sie abgeschafft wurde, ist es vielleicht nicht ganz falsch, jetzt auch den anderen Kram abzuschaffen…

Ich habe gestern mein Carepaket bekommen, ein wunderbar gefülltes Päckchen, das mir Ostwestwind von Küchenlatein geschickt hat.
Die böse Post kam natürlich am Karsamstag zu einer Zeit, wo ich sicher nich zu Hause war, und harrte so in der Poststation seiner Abholung.
Das Ganze geht zurück auf Rosa von der Neuköllner Nudelsuppe.

Ich habe lauter feine Sachen aus Schleswig Holstein bekommen:

Marzipan und den dazu passenden Tee:

Ich liebe Marzipan.

Niedliche Marmeladen und Brotaufstrich:

Ich freue mich schon darauf, die auszuprobieren.

Und nun das einzige, vor dem ich ein wenig Panik habe: Sauerteigansatz für ein Roggenbrot oder Schwarzbrot, dankenswerterweise mit Bastelanleitung – ich hoffe mal, dass der bis jetzt noch nicht durch meine mangelnde Pflege gestorben ist…

Die Leberpaté werde ich wahrscheinlich wahlweise an Herrn E oder den GröFaZ verfüttern – ich bin recht strikter Grasesser. Auch wenn die so aussieht, als würde sie wahrscheinlich lecker schmecken.

Ich liebe es, Päckchen zu bekommen und hoffe, dass dieses Spiel weitergehen wird!

Das geschätzte Fräulein H aus Hamburg hat mir bei meinem letzten Bescuh gezeigt, wie man Fruchtschlamm herstellt:

Man nimmt frischgepressten Orangensaft, so einen knappen halben Liter, ergänzt das wahlweise mit Limette oder Zitronensaft und wirft Obst rein. Püriert das Ganze und gibt evtl. noch ein paar Mandelblättchen dazu.
Das essen/trinken selbst ausgewiesene Obstmuffel.

Ich habe so 250g Erdbeeren, 1 Mango und 1/2 Banane mit reingegeben.
Es gehen auch gut Himbeeren, Kiwi, Pfirsich… jedes halbwegs weiche Obst.

Man kann auch eine erwachsene Version davon machen, indem man eine handvoll Eiswürfel mit püriert und einen guten Schuss Wodka beimengt.
Dann allerdings vielleicht nicht als Frühstücksbegleitung….

Lustig sind immer wieder amerikanische touristen in spanien, die von ihrer antrainierten gewohnheit nicht lassen können, spanisch sprechendes restaurant- und hotelpersonal herablassen zu massregeln. Sind diese doch, nachdem was ihnen ihre kinderstube gelehrt hat, ungebildetetes, niederes einwanderergeschlünz, das nur dronenhaft ausführt, was man ihnen nachdrücklich aufträgt. Und das nicht einmal zuverlässig.
Der spanische spanier hingegen ist mitnichten einwanderer in spanien. Nicht in dem sinne jedenfalls. Da zieht ein dienstleistungsgespräch zwischen amerikanischem gast und spanischem hotelrezeptionisten schnell kreise, dem US amerikaner unbehaglich sind. Geschult, greift er also auf seine gewohnte überlegenheit zurück: I want to talk to you manager! Herrlich mitanzusehen ist jetzt, wie mit einer gesunden, selbstbewussten arroganz der spanier diese attitüde an sich abperlen lässt: You are talking to him already, how can i help you? Grosses kino!

Apropos kino: mittagessen geht hier in madrid ja nicht unter zwei stunden und drei gängen ab. Ausserdem hat es gefälligst spät stattzufinden (zwischen halb zwei und halb vier) und ist ohne eine halbgrosse flasche wein sowieso keine mahlzeit.

fischsuppe (aber richtig):

pulpo a la gallega (madrid remix):

flan caramel (einfach und solide) plus cafe solo

siesta (aber sowas von richtig)

Das war gut!

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