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Ich habe ein neues Wort gelernt: Müsli-Mangelernährung.

Hier sagt Kate Fox ein wahres Wort:

Also something that doctors call
muesli belt malnutrition ? you know mothers who are sort of feeding their
children low fat, high fibre diets that are quite inappropriate for young
children, so actually becoming malnourished in this land of plenty.

Ich bin Vegetarierin, auch als eine solche großgezogen worden. Man kann also durchaus seine Kinder Bio ernähren und sie gedeihen.
Aber manchmal denke ich, dass es ein paar der Eltern da draußen übertreiben.

Also: wenn Kinder vegetarisch ernährt werden sollen, dann geht das natürlich.
Wenn man ein paar Dinge beachtet.
Zum Beispiel, auch wenn die Liste sicher nicht vollständig ist:

- keine fettarmen Produkte an Kinder unter 5 Jahren verfüttern

- darauf achten, dass genügend Proteinquellen da sind (Soja, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, versteckte Eier)

- oh – und immer Proteinquellen kombinieren: Pellkartoffeln mit Quark. Gebackene Bohnen mit Toast. Falafel im Brot etc.

- Vitamin B Versorgung sicherstellen: Hefeprodukte bieten sich an (Hefeflocken, VitamR, Pilze)

- sich ein wenig nen Kopp machen wegen der Eisenversorgung. Erstaunlicherweise hilft hier Kakao, aber auch Pfifferlinge, Hirse, Soja, Vollkorngetreide, Hummus ist hier dein Freund: schlägt mehrere Fliegen mit einer Klappe

- und ganz allgemein: einfach ausgewogen ernähren und daran denken, dass Kinder eine dichtere kalorienpackung benötigen als Erwachsene und die ganz heftige Ballast-Tour nicht gut vertragen.

Dann wird alles gut.

Ich kann nichts dafür, es war stärker als ich.

Ich war in einem Oxfam-Laden und finde … ein quasi nicht gebrauchtes Kochbuch von Nigella Lawson.

Wunderbar. Das wollte ich schon länger haben und wenn ich dabei auch noch ein gutes Werk tun kann …

KochSchlampe: “Ich kann gar nicht verstehen, wieso jemand ein Nigella Lawson Buch einfach weggibt!”

Verkäuferin blättert kurz im Buch: “Jemand, der nicht gut englisch spricht?”

Leise lief ich rosa an…

Soweit ich weiß, heißt dieses Rezept auf Französisch “Boef en Daube”. Eigentlich ist es ein Winteressen. Das Herrliche daran: die ganze Wohnung riecht stundenlang nach Kräutern und in Rotwein schmurgelndem Fleisch – die Vorfreude währt also besonders lang!

Zutaten (für 4):
ca. 600 g Kalbsgulasch oder Rinderschmorbraten, gewürfelt
2 – 3 Möhren
1 – 2 Pastinaken, wenn vorhanden
eine Handvoll Schalotten
1 Knoblauchzehe
1 Lorbeerblatt
je 1 Zweig Thymian und Rosmarin
3 – 4 dünne Scheiben Speck, in Streifen geschnitten
1 Flasche Rotwein (nicht zuviel Holzgeschmack)
Zeugs zum Abschmecken
dazu:
Bandnudeln
Parmesan

Schalotten vierteln, Gemüse schnipseln. Einen Bräter nehmen. Das Fleisch in Olivenöl scharf anbraten, Speck dazu, Zwiebeln dazu, Gemüse dazu, Kräuter dazu. Mit der halben Flasche Rotwein ablöschen, evtl. etwas Wasser dazu – alles sollte bedeckt sein. Auf niedriger Stufe mindestens 2 Stunden köcheln lassen, das Fleisch soll zerfallen. Manchmal muss man noch Flüssigkeit nachgießen. Abschmecken – zunächst mit Pfeffer, Salz und evtl. Gemüsebrühe oder Fond. Je nach Wein mit Zucker die Säure zähmen oder mit Zitrone oder Balsamico mehr Säure dazu. Vielleicht ein Schuss Worcestersauce. Ich habe noch ein bißchen Nudelkochwasser dazugegeben, um die Sauce zu binden. Mit Nudeln servieren, Parmesan drüber. Mehr Rotwein dazu.

Quick Fix. Einfach einen Salat zusammenschmeißen, ein wenig Baguette dazu und gut is.
Ich bin im Moment ein wenig am Schauen, was man außer den klassischen Essig-Öl Varianten noch zu Salatsauce verarbeiten kann.

Bunter Salat

1-2 Personen zu nem leichten Mittach

1/2 rote Zwiebel in Würfeln
1/2 rote Paprika in Würfeln
4-5 handvoll Feldsalat, Wurzeln abgeknipst
1-2 handvoll Champignons

100g saure Sahne
1 EL Zitronensaft
1 TL Himbeersenf
Salz, Pfeffer

Sauce zusammenrühren, mit den übrigen Zutaten in einer Schüssel gut mischen.

Fertig.

Himbeersenf sollte es hier wirklich sein – das gibt eine angenehm fruchtige Note in dem Salat.

Auf dem Stoffmarkt fast erfroren. Mir war so kalt, dass ich mich nichtmal mehr dazu entscheiden konnte, Stoff zu kaufen.
Verzweifelte Suche nach einem Café zum Auftauen. Am Ende in einem Coffeeshop gelandet. Unglaublicherweise haben sie es nicht geschafft, einen Cookie ordentlich zu backen. Hart, trocken, an der Grenze zum Verbranntsein. Und es hat in dem Laden gezogen, was das Auftauen deutlich verzögert hat.

Aber wir haben es geschafft. Auch das mit dem Stoffkaufen.

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