Die KochSchlampe fliegt bei Herrn E ein und möchte sofort mit dem Kochen beginnen, da er noch auf eine Blogger-Lesung möchte, die früh anfängt. Ist ja gleich bei ihm um die Ecke, sollte kein Problem sein, wenn ich um halb sechs mit dem Kochen anfange. Denkste Puppe! Fängt schon um genau diese Zeit an, losgeschwungen und auch gut amüsiert.
Ein wenig war der Eindruck, dass ein Großteil der Blogger so die Außenseiter in der Schule waren, die weirdos, die Mädchen mit den skurrilen Gedanken, die die immer schon anders waren.
(Moment – warum führe ich ein Blog??)
Nach der Hälfte der Lesung hatte ich so einen Hunger, dass ich leider nicht mehr bleiben konnte. Herrn E hätte ich ja dagelassen, wenn er mir seinen Shclüssel gibt. Das Essen brauchte in seiner Gesamtheit eh eher so eine Stunde, bis es fertig ist… aber er wollte, ganz Gentleman, bei der Zubereitung mitmachen.
KochSchlampe hatte sich vorgenommen, an ein paar mehr Blogevents teilzunehmen, also… fremde Welten. Diesmal Rotkohl. Auch den gab es früher nie, aus den erwähnten Gründen.
Einer meiner letzten Versuche, mich dem Thema Rotkohl zu nähern. Erstaunlicherweise hat er mir sogar geschmeckt. Bestimmt nicht jden Tag, aber so mal, im Winter… vertrage ich auch Rotkohl. Zumal wenn er nicht zu Manschepampe gekocht wurde.
Pfannengerührter Apfelrotkohl
für 2 Leute
250-300g Rotkohl
1 leicht säuerlicher Apfel, Cox … Braeburn
1 EL Butter
2 TL Öl
1 kleine gewürfelte Zwiebel
2 Knoblauchzehen in gewürfelt
1/2 TL Nelken, grob zermörsert
1/4 Tl gemahlener Zimt
ein wenig frischer Muskat
1 TL brauner Zucker
1 ordentlicher Schuß Rotwein
Salz, Pfeffer
Den Rotkohl in feine Streifen schneiden. Grobe Stücken rausfischen. Den Apfel entkernen, aber nicht schälen und würfeln.
Öl und Butter in den Wok, die Zwiebel etwa 2-3 Minuten anbraten. Dann Apfel und Knoblauch dazu. Höherschalten und den Kohl dazu, fleißig rühren für 5 Minuten. Nun die Gewürze dazu, runterschalten und für mindestens 10 Minuten weiterkochen. Ab und an rühren. Zwischendurch den Wein dazu, damit nichts anbrennt.
Probieren. Wenn es fertig ist, den Zucker noch dazu, einmal umrühren und fertig.
Mit Knödeln und Lammsteak (das sich Herr E ganz alleine gemacht hat) sieht das dann so aus:

Cheers!
